Politik | 10.09.2015

Deutscher Gewerkschaftsbund Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg

DGB: Industriearbeitsplätze in den Fokus rücken

Region. „Die aktuellen Nachrichten aus zwei wichtigen Bonner Industriebetrieben und die Fakten aus der jüngsten IHK-Umfrage zu den Beschäftigtenzahlen großer Unternehmen in der Region sind keine guten“, so die Reaktion von Bonns DGB-Chef, Ingo Degenhardt, auf die Berichterstattungen über den Stellenabbau beim Alu-Profilhersteller Step-G, vormals Aleris, im Bonner Norden und bei SGL Carbon im Bonner Süden. In der Vorstellung des kürzlich erschienenen Jahreswirtschaftsberichtes haben Bonns Oberbürgermeister, Jürgen Nimptsch und Wirtschaftsförderin, Victoria Appelbe, auf einen neuen Höchststand an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen hingewiesen. Zu verzeichnen gab es zum Stichtag, 30. Juni 2014 auch einen Zuwachs an Beschäftigung im produzierenden Gewerbe von 4,1 Prozent beziehungsweise 549 Beschäftigten. Von einer „wachsenden Stadt mit großen Zukunftspotenzialen“ ist die Rede. Für Ingo Degenhardt ist aus gewerkschaftlicher Sicht der Anteil von gewerblichen und industriellen Arbeitsplätzen in der Bundesstadt Bonn äußerst wichtig. Als Beispiel nennt er die dringend notwendigen Beschäftigungsmöglichkeiten für diejenigen mit „einfacheren“ Qualifikationspotenzialen. Der Gewerkschafter setzt sich zudem für Beschäftigungsmöglichkeiten von Langzeitarbeitslosen ein. „Wir tragen auch Verantwortung für die Menschen, die beispielsweise völlig unverschuldet langzeitarbeitslos geworden sind. Hier brauchen wir, unter anderem, dringend Arbeitsplätze im industriellen Bereich und Unternehmen, die sich engagieren. Der Mensch und nicht nur der Profit, muss im Mittelpunkt von unternehmerischen Entscheidungen stehen“, so sein Appell. Den fast zum Stillstand gekommenen Beschäftigungszuwachs in den größten Unternehmen der Region und der angekündigte Stellenabbau bei Step-G und SGL Carbon hält Degenhardt für gefährlich. Weiter sagt er: „Das sind schon alarmierende Signale, die wir ernst nehmen müssen. Es darf zu keinem völligen Ausbluten im Bestand industrieller Arbeitsplätze in Bonn kommen. Dieses aktuelle Thema muss im Wahlkampfendspurt auch die Oberbürgermeisterkandidaten auf den Plan rufen“.

Pressemitteilung

Ingo Degenhardt, Vorsitzender

des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg

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