Allgemeine Berichte | 12.06.2015

Offenes Singen des Heimatvereins Villip

Eine Hymne auf die Heimat

Etwa 100 Gesangsfreunde fanden sich im Halbrund hinter der Villiper Grundschule ein

Gut gefüllt war das Halbrund hinter der Villiper Grundschule beim Offenen Singen des Heimatvereins Villip.JOST

Villip. „Hoch schaut ein Fels am Rheinesstrand/ hinab auf Wog‘ und Welle/ und auf das kleine Hügelland,/ das just an dieser Stelle/ mit tausendfacher Erdenpracht/ hinauf zum Himmel lacht:/ O Ländchen klein,/ so schmuck und fein!/ Du bist des Herrgotts Segen,/ in deiner Flur/ will ich einst nur/ zur letzten Ruh mich legen.“ Wer den Text des „Ländchenliedes“ über das Drachenfelser Ländchen noch nicht kannte, ist spätestens seit dem Offenen Singen des Heimatvereins Villip voll im Bilde. Etwa 100 Sangesfreunde fanden sich im Halbrund hinter der Villiper Grundschule ein, um gemeinsam bekannte Volkslieder zu singen wie die "Vogelhochzeit", "Das Wandern ist des Müllers Lust" oder "Im Frühtau zu Berge". Da dürfte natürlich die Hymne auf die Heimat nicht fehlen.

Langjährige Tradition fortgesetzt

Damit setzte der Heimatverein Villip die jahrzehntelange Tradition des gemeinsamen Singens von Volksliedern in leicht abgewandelter Form fort, denn der einstige Schauplatz, die Burg Gudenau, stand nicht mehr zur Verfügung. Programmatisch hingegen änderte sich nicht viel, denn der neue Moderator und Profimusiker Benedikt Haentjes setzte ebenfalls auf das reichhaltige Repertoire an deutschen Volksliedern. Gemeinsam bekannte Texte zu eingängigen Melodien zu singen, sei ein wirksames Mittel gegen den Verlust der Seele, von denen auch die Dörfer in Wachtberg zunehmend bedroht seien, fand der Heimatvereins-Vorsitzende Ulf Hausmanns.

Doch zunächst gestalteten der katholische Pfarrer Hermann Josef Zeyen und seine evangelische Amtskollege Günter Schmitz-Valadier gemeinsam eine ökumenische Andacht, bei der besonders der unschätzbare Wert des Kirchenliedes für den modernen Glauben hervorgehoben und mit einigen Kostproben untermalt wurde. Schmitz-Valadier griff dabei sogar selbst zur Gitarre. Mit dabei war auch der Villiper Schulchor, unter der Leitung von Daniela Bügler, sowie der Männergesangverein Villip, unter der Leitung seines Vorsitzenden Hans Georg Schneider. Auch Mitglieder des Kirchenchores trugen mit ihren geübten Stimmen das Offene Singen mit.

Sie gaben den Ton an beim Offenen Singen des Heimatvereins Villip (v. l.): Pfarrer Günter Schmitz-Valadier, Pfarrer Hermann Josef Zeyen und Kirchenmusiker Benedikt Haentjes.

Sie gaben den Ton an beim Offenen Singen des Heimatvereins Villip (v. l.): Pfarrer Günter Schmitz-Valadier, Pfarrer Hermann Josef Zeyen und Kirchenmusiker Benedikt Haentjes.

Gut gefüllt war das Halbrund hinter der Villiper Grundschule beim Offenen Singen des Heimatvereins Villip.Fotos: JOST

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