Politik | 17.09.2015

Keine Renovierung des Ehrenmals in 2015

Wachtberg. Die Blockade der notwendigen Renovierungsarbeiten am Wachtberger Ehrenmal durch CDU, FDP, UW und UWG setzt sich auch bei der Sitzung des Finanzausschusses vom 09.09.15,fort. Die Wachtberger Sozialdemokraten scheiterten auch bei einem erneuten Versuch, notwendige Finanzmittel im Haushalt 2015 der Gemeinde für die Renovierung / Erhaltung der Gedenksteine am Ehrenmal freizusetzen.Zur Erinnerung: Am Wachtberger Ehrenmal sind auf 13 Gedenksteinen die Namenszüge der Gefallenen der jeweiligen Ortsteile der Gemeinde festgehalten. Die Namen sind aufgrund Verwitterung und Zerfall in der Mehrzahl gar nicht mehr zu erkennen. Seit November 2014 versucht die SPD die im Rat agierenden Vertreter der anderen Fraktionen davon zu überzeugen, Finanzmittel in den Haushalt einzustellen um diesen blamablen Zustand zu korrigieren und eine Renovierung einzuleiten. Bei der Sitzung des Finanzausschusses vom 09.09.15, indem die SPD erneut einen Antrag stellte, stieß dieses Bemühen erneut auf brüske Ablehnung. Selbst eine Reduzierung der ursprünglich veranschlagten Kosten (16.000 Euro ) auf dann 8.000 Euro ließ die Front der Verweigerer kalt. Als „Verfall der Sitten“ brandmarkte dies Paul Lägel, stellv. Bürgermeister der Gemeinde, Rats- und Kreistagsmitglied. Die Gedenk- und Erinnerungskultur ist durch diese Verweigerung beschädigt worden, schnöde Finanzpolitik obsiegt.

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ bemerkte der Fraktionsvorsitzende der Wachtberger SPD Hans-Otto Schacknieß. Leider ist dieser Wille bei den Kollegen der anderen Fraktionen nicht vorhanden. Die Aussage, dass man eine Renovierung im Haushalt 2016 ins Auge fassen werde, war mit einer ganzen Reihe von Vorbehalten gespickt, sodass dies als reine Lippenbekenntnisse gewertet werden muss. Alles in Allem – ein Trauerspiel !

SPD Wachtberg

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