Eröffnungskonzert der 7. Wachtberger Kulturwochen
Märchengestalten zum Leben erweckt
Tenor Nico Heinrich und Pianist Tobias Krampen begeisterten ihre Zuhörer
Adendorf. Ein passendes Ambiente hatten sich der Wachtberger Tenor Nico Heinrich und der Kölner Pianist Tobias Krampen ausgesucht für ihr Konzert zum Auftakt der 7. Wachtberger Kulturwochen, die noch bis zum 14. Juli dauern. In der pittoresken Remise der Burg Adendorf mit ihrer mittelalterlichen Holzbalkenkonstruktion und den erdfarbenen Wänden liefen den zahlreichen Zuhörern mehr als einmal kalte Schauer über den Rücken, wenn der Tenor die Stimme erhob zu Liedern über Geister, Feen und andere Fabelwesen.
Über jeden Zweifel erhaben
Absolut souverän und mit über jeden Zweifel erhabener Ausdrucksfähigkeit erweckte Heinrich die Märchengestalten aus den musikalischen Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Richard Wagner, Franz Schubert, Franz Liszt, Carl Loewe und Hugo Wolf und vielen anderen Komponisten zum Leben. Die sagenumwobene Lorelei, die mit ihrem wundervollen Gesang vielen Kapitäne in den Tod lockte und deren Geschichte die Menschen bis heute in ihren Bann zieht, trat in der Version von Franz Liszt in Erscheinung. Ausflüge zum „Waldschloss“ von Mendelssohn-Bartholdy führten weiter zur Jagd auf Franz Schuberts „Erlkönig“, die Ballade „Der Zwerg“ und das „Elfenlied“ von Hugo Wolf bildeten einen gelungenen Gegenpart zur Ballade „Der Blumen Rache“ von Carl Loewe. Aber auch die Erzählung des Schwanenritters „Lohengrin“ aus Richard Wagners gleichnamiger Oper erklang bei diesem Konzert.
Bürgermeister Theo Hüffel hatte eingangs die Wachtberger Kulturwoche offiziell eröffnet. Er freute sich ganz besonders darüber, dass dies eine Veranstaltungsreihe von Wachtberger Künstlern für Wachtberger Bürger sei, die mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender der Kulturschaffenden in der Gemeinde habe.
