Politik | 19.03.2015, 08:39 Uhr

Ökum. AG Wachtberg - Arbeitskreis zur Betreuung von Aussiedlern und Asylbewerbern

Offener Brief an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Rat

Kurt Zimmermann (li.) und Dr. Dr. Harald Uhl übergeben den Offenen Brief an Bürgermeisterin Renate Offergeld. Gemeinde Wachtberg/ms
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Berkum. Dr. Dr. Harald Uhl und Kurt Zimmermann vom Ökumenischen Arbeitskreis Wachtberg übergaben Bürgermeisterin Renate Offergeld einen Offenen Brief an die Vorsitzenden der im Rat der Gemeinde Wachtberg vertretenen Fraktionen. Bürgermeisterin Offergeld unterstützt das Anliegen des Ökumenischen Arbeitskreises. Die Verwaltung hat die Gründung einer Arbeitsgruppe „Runder Tisch Asyl“ vorgeschlagen, die in den kommenden Ausschusssitzungen beraten und beschlossen werden soll.

Im Folgenden der Offener Brief des Ökumenischen Arbeitskreises zur Situation der Flüchtlinge und Asylbewerber in Wachtberg: „Sehr geehrte Damen und Herren,

der Ökumenische Arbeitskreis zur Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern wendet sich an Sie und bittet, die gegenwärtig dringenden Aufgaben, die sich im Zusammenhang mit den Flüchtlingen in der Gemeinde stellen, gemeinsam und in gutem Einvernehmen zu lösen.

Beim Thema der Unterbringung und der Betreuung der Flüchtlinge müssen alle, die für und in der Gemeinde Verantwortung tragen, mithelfen, sodass sich diese Menschen bei uns zurechtfinden und aufgenommen fühlen. Das gemeinsame Bemühen der politischen Parteien ist auch deshalb eine wichtige Aufgabe, weil es um den inneren Frieden in der Gemeinde geht. Alle sind aufgefordert, eine Willkommenskultur in Wachtberg aufzubauen.

Es ist für unser humanitäres Bemühen nicht hilfreich, wenn Vertreter der Parteien das Thema zur Profilierung nutzen und die Fremden dafür instrumentalisieren. Alle Energien müssen dafür eingesetzt werden, dass in Wachtberg ein Integrationskonzept entwickelt wird, das von allen Seiten getragen und ausgestattet wird. Die augenblickliche Zahl der Flüchtlinge in Wachtberg ist im Vergleich zu den Zahlen, die es in den 90er Jahren gab, gering. Damals fing es um mindestens 500 zu Betreuende: Flüchtlinge, Aussiedler und ehemalige DDR-Bürger. Diese Mammutaufgabe wurde einvernehmlich bewältigt, weil Politik, Verwaltung und die Kirchen sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlten und konstruktiv zusammenarbeiteten. Wir bitten Sie, die jetzt anstehenden Aufgaben und Probleme in dem gleichen Geist zu lösen und voranzubringen. Der Ökumenische Arbeitskreis bietet dazu seine Erfahrungen und Mitarbeit an. Der geplante „Runde Tisch zur Flüchtlingsbetreuung in Wachtberg“ könnte dazu praktische Maßnahmen und Lösungsvorschläge erarbeiten.“

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Kurt Zimmermann (li.) und Dr. Dr. Harald Uhl übergeben den Offenen Brief an Bürgermeisterin Renate Offergeld. Foto: Gemeinde Wachtberg/ms

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