Lokalsport | 24.09.2013

Fußball

Packendes Derby begeistert Zuschauer

Lastminute KO für den SC Ließem 90

Wachtberg. Am vergangenen Sonntag war nicht nur die Bundestagswahl, nein es war auch Derbyzeit in Wachtberg. Die Gallier spielten in Pech. Ließem wollte zeigen, dass die Niederlage gegen den Turnerbund aus Witterschlick die Mannschaft nicht aus der Spur bringt. Pech wollte beweisen, dass sie besser sind, als die Tabelle widerspiegelt.

Bei bestem Wetter fanden sich etwa 90 Zuschauer auf der Pecher Anlage ein, die von Beginn an ein gutes Spiel sahen. Ließem legte los wie die Feuerwehr und hatte bereits nach drei Minuten die Chance zur Führung. Die Pecher schienen noch nicht richtig im Spiel angekommen, als es auch schon in ihrem Gehäuse klingelte. Niklas „Didi“ Häusler erzielte mit der zweiten Chance in der 6. Spielminute die 1:0-Führung für Ließem. In der Folgezeit spielte nur der SCL, Pech fand die Ordnung nicht und kam oft einen Schritt zu spät. In der 26. Spielminute versuchte sich Bardtke mit einem fulminanten Weitschuss, der nur knapp sein Ziel verfehlte. Besser machte es dann Lukas Ruhnau. Er zog einfach mal aus 25 Metern ab, das Ergebnis dieses Schusses war das 2:0 für Ließem (´30). Wie aus dem Nichts dann der Anschlusstreffer für Pech. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde lang in den Strafraum der Ließem er geschlagen und per Kopfball zum Anschlusstreffer verwandelt. Kurz vor Ende der ersten Hälfte musste der SCL Sascha Quast auswechseln. Dieser hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt, für ihn kam Torben Schmickler in die Partie. Die Pecher mussten ebenfalls wechseln, da ein Spieler kurz vor dem Platzverweis mit Gelb-Rot stand. Mit einer 2:1-Führung aus Sicht der Gallier ging es in die Pause.

Die zweite Hälfte war dann an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten, die Zuschauer sahen alles: Hitzige Stimmung auf dem Platz, Vier Tore, einen Platzverweis und einige Fehlentscheidungen des Unparteiischen, aber der Reihe nach.

Mit der ersten Chance in Hälfte Zwei erzielte erneut Niklas Häusler die 3:1-Führung für Ließem (`48). Pech schien geschlagen. In der Folgezeit hätte Ließem den Sack zu machen müssen. Drei hundertprozentige Chancen ließ man liegen, jedes Mal frei vorm Tor wurde der entscheidende Querpass nicht konsequent gespielt (`51, `55, `65). Dies führte dazu das Pech zurück ins Spiel kam und erneut ohne Vorzeichen den Anschluss erzielen konnte(`67). Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 72. Spielminute dann der Schock, Ausgleich FC Pech, doch aus Ansicht vieler war dieser Treffer irregulär und hätte nicht zählen dürfen. Was war passiert? Der Schlussmann der Gallier Jens Schure wird im Fünf-Meterraum bei einem hohen Flankenball in einer Spielertraube hart angegangen und bleibt benommen liegen. Der Unparteiische sieht dies und lässt dennoch weiter spielen. Der Ball kann zwar aus dem Strafraum raus befördert werden, wird aber abgefangen und anschließend am noch immer benommen am Boden liegenden Torwart zum 3:3-Ausgleich (`72) ins Netz befördert. Ein klarer Regelverstoß, den der Schiedsrichter zwingend erkennen musste. Erst nach 2-minütiger Behandlungspause konnte das Spiel wieder angepfiffen werden. Beide Mannschaften agierten nun noch offensiver und so sahen die Zuschauer eine packende Schlussphase in der, der SCL das Spiel machte und Pech auf Konter lauerte. Mit dem vermeintlich letzten Angriff dieses Spiels holte Ließem sich nochmals einen Eckball, der allerdings zu ungenau getreten wurde. Als alle dachten, dass dieses bis dahin packende Derby keinen Sieger erhält, waren es die Pecher die nach schnellem Ballgewinn auf dem Weg zum Gehäuse der Gallier waren. Der dann gespielte Pass sah verdächtig nach Abseits aus doch der Schiedsrichter ließ laufen und so erzielte Pech im 1 gegen 1 den umjubelten Siegtreffer. Ließem war geschlagen.

Fazit: Pech war über weite Teile der Partie ein Schatten seiner selbst, konnte jedoch durch Kampf ins Spiel zurückkommen. Dies liegt sicherlich daran das Ließem viele Chancen leichtfertig vergab. Die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen wäre zu einfach, zwar war er nicht unmaßgeblich an diesem Resultat beteiligt, doch wie sagt die alte Fußballer Weisheit: „Wenn du vorne die Dinger nicht machst….“.

Es spielten: Schure, Kukuc, Miftarj (80. Schlich), Kania, Dresen, Ruhnau, Bardtke, Quast (44. Schmickler, Häusler, Böckmann (66. Weber), Horn.

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