Politik | 28.08.2015, 10:00 Uhr

Podiumsdiskussion mit den Oberbürgermeister-Kandidaten

Wie viel Kultur braucht die Stadt Bonn?

Bonn. Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten: Peter Ruhenstroht-Bauer (SPD), Thomas Schmidt (Bündnis 90 / Die Grünen), Ashok-Alexander Sridharan (CDU) Dienstag, 1. September, 19.30 Uhr Universitätsclub Bonn, Konviktstraße 9.

Gibt Bonn zu viel Geld für Kultur aus, insbesondere für die städtischen Institutionen wie Theater (Oper / Schauspiel / Tanzgastspiele), Orchester und Kunstmuseum? In der veröffentlichten Meinung steht die Oper im Fokus der Spardebatten. Ist das Musiktheater ein überflüssiger Luxus angesichts der prekären kommunalen Haushaltslage? Wie teuer würde die Schließung der Oper tatsächlich? Welche sozialen Folgekosten entstehen durch die Abschaffung von traditionellen Einrichtungen der kulturellen Bildung? Ist kulturelle Breitenförderung ohne künstlerische Spitzenleistungen überhaupt möglich? Welche Potenziale liegen in Kooperationen? Braucht ein hochwertiges Kulturangebot mehr finanzielles Engagement der umliegenden Kreise? Bonn hat Jahrzehnte lang die bauliche Erhaltung und Instandsetzung seiner Kultureinrichtungen versäumt oder mit Neubaufantasien blockiert. Die Amtszeit des im September 2015 gewählten Stadtoberhaupts dauert fünf Jahre, in denen viel auf den Weg gebracht werden muss. Wie soll sich die Beethovenstadt im Jubiläumsjahr 2020 präsentieren und welche kulturellen Perspektiven für das darauf folgende Jahrzehnt entwickeln? Bonn ist eine wachsende Stadt mit einem extrem hohen Anteil an Arbeitsplätzen, die einen Hochschulabschluss erfordern. Bonn ist eine internationale Stadt, in der Menschen aus circa. 180 Ländern zeitweise oder dauerhaft leben. Wie soll sich diese Vielfalt in der städtischen Kultur abbilden? Die Bevölkerung wird älter. Bonn hat ein hervorragendes Kulturangebot für Kinder, Jugendliche und Familien. Für wen braucht diese Stadt wie viel Kultur und vor allem welche? Der zukünftige Bonner Oberbürgermeister wird das nicht allein entscheiden, aber politische Weichen stellen. Die Opernfreunde, die Theatergemeinde und der Universitätsclub laden alle Bonner Bürgerinnen und Bürger ein, sich selbst ein Bild von den kulturellen Visionen der Kandidaten zu machen. Die Diskussion wird moderiert von Ulrich Bumann, dem ehemaligen Feuilleton-Chef des Bonner General-Anzeigers. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung

Theatergemeinde Bonn

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