MYK-Sportmedaille ist für Vereine ein Gewinn
SV Urmitz und TuS Roland Brey ermuntern zur Bewerbung - Frist bis 12. Juni verlängert
KREIS MYK. Was bringt die Sportmedaille des Landkreises? Ist sie eine willkommene Geldspritze für die Vereinskasse? Oder auch ein echter Imagegewinn, mit dem man neue Mitglieder werben kann? Zwei Preisträger der vergangenen Jahre, der SV Urmitz und der TuS Roland Brey, haben dazu eine klare Meinung und raten anderen Sportvereinen, sich zu bewerben.
Der SV Urmitz hat von der Sportmedaille, die er 2012 erhielt, sehr profitiert, sagt der Vorsitzende, Sven Kreienbrock: „Wir wollten uns von anderen Vereinen abheben und mehr Medienaufmerksamkeit, um Mitglieder, Übungsleiter und Helfer bei Veranstaltungen zu gewinnen. Das ist gelungen.“ Wenn auch eine Imageverbesserung schwer messbar sei, sieht Kreienbrock einen positiven Einfluss.
Das Preisgeld wurde für mehrere Projekte verwendet. Die Mitgliedsbeiträge blieben auf niedrigem Niveau, man konnte Aus- und Fortbildungen von Übungsleitern in voller Höhe durch den Verein finanzieren. Zudem gibt es einen Sozialfonds in Kooperation mit der örtlichen Grundschule und der Jugendpflege der Verbandsgemeinde unter dem Motto „Jeder macht Sport“, durch den für bedürftige Kinder die Mitgliedsbeiträge und Sport-Bekleidung mitfinanziert werden konnten. Besonders erfreulich für den rührigen Verein ist ein neues Projekt: „In der Sportart Judo wurden die Rahmenbedingungen geschaffen, damit auch behinderte Menschen dauerhaft am regulären Trainingsbetrieb teilnehmen können. Wir machen kein spezielles Angebot für diese Personen, das Training findet gemeinsam statt. Stichwort Inklusion.“ Die Finanzierung ist für einen Verein schwierig: „Man braucht Fahrdienste, Schulungen und zusätzliche Übungsleiter in den Übungsstunden.“ Kreienbrock richtet den Blick nach vorne: „Es ist eine Ausweitung auch auf die anderen Sportarten im Verein geplant.“
Beim TuS Roland Brey lagen die Ziele etwas anders: „Zum 100-jährigen Bestehen des Vereins hatten wir viele Veranstaltungen, die MYK-Sportmedaille sollte krönender Abschluss sein. Das ist gelungen“, sagt Gisela Klas. Von dem Preisgeld kaufte der Verein diverse Sportgeräte und erneuerte die Spielfeldmarkierung in der vereinseigenen Rolandhalle. Die Leiterin der Geschäftsstelle macht jedoch deutlich, dass die Sportmedaille eine erhebliche Motivation innerhalb des Vereins darstellte: „Trotz intensiven Bemühungen war es uns vorher nicht gelungen, einen Nachfolger für unseren langjährigen 1. Vorsitzenden Martin Flick zu finden. Er hatte das Amt 23 Jahre inne. Durch die detaillierte Präsentation der Vereinsarbeit und die Verleihung der MYK-Sportmedaille stieg die Motivation zur Erarbeitung einer neuen Vorstandsstruktur.“ Jetzt gibt es vier geschäftsführende Vorstände für die Bereiche Führung/Verwaltung/Repräsentanz, Sportbetrieb, Finanzen sowie Immobilien und Sportstätten. Die neue Vereinsstruktur wurde auf den Weg gebracht und eine neue Vereinssatzung beschlossen. Dadurch wurde das Fortbestehen des Vereins gesichert. Auch Klas rät anderen Vereinen, sich zu bewerben: „Die Erstellung der Bewerbungsunterlagen war zwar sehr arbeits- und zeit- intensiv. Aber aus heutiger Sicht sind die zusammengetragenen Daten und Fakten eine für uns sehr wertvolle Zusammenstellung der Vereinsarbeit. Der feierliche Rahmen und die Verleihung der MYK-Sportmedaille durch Landrat Dr. Alexander Saftig hat uns gezeigt, welch hohen Stellenwert unsere Vereinsarbeit genießt.“
Eine Bewerbung für die „MYK-Sport-Medaille“ ist noch bis 12. Juni möglich. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 2000 Euro verbunden. Das Motto lautet: „Unser Sportverein - Fit für die Zukunft“. Gefragt sind Strategien und Ideen der Vereine, um aktuelle Herausforderungen zu meistern. Wer Fragen zum Bewerbungsverfahren hat, kann sich an Katrin Schüssler, Telefon 0261/108-393, Mail: katrin.schuessler@kvmyk.de, wenden.
