Freiwillige Feuerwehr von Kaltenengers lud zum Kröbbelchesfest ein - Besucher konnten Umgang mit Feuerlöscher proben
Traditionell gab's köstliche Kaltenengerser Kröbbelche
Kaltenengers. Das Kröbbelchesfest der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenengers wird nunmehr schon seit 24 Jahren durchgeführt. Im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung erstmalig auf dem Schulhof statt. Angesichts der positiven Resonanz wurde auch die diesjährige zweitägige Veranstaltung im Herzen von Kaltenengers, unmittelbar neben dem Rathaus durchgeführt. Wie der Zuspruch zeigte, war auch diese Entscheidung richtig. Bereits am Samstag konnten sich Wehrführer Jakob Reif und sein Team über einen guten Zuspruch freuen. Im Mittelpunkt des Geschehens stand natürlich die rheinische Spezialität, die dem Fest ihren Namen gegeben hat. In verschiedenen Schichten aufgeteilt sorgte ein bewährtes Team von engagierten Helfern für die Zubereitung der „Kröbbelche“, die traditionell mit Apfelkompott serviert werden. Mitten im Geschehen war auch Manfred Klaß. Der ehemalige Wehrführer ließ es sich nicht nehmen, trotz seiner 71 Jahre wieder bei der Zubereitung des Teiges zu helfen. „Unter seiner Führung wurde das Fest vor 24 Jahren am Feuerwehrgerätehaus ins Leben gerufen“, so sein Nachfolger Jakob (Jacki) Reif, der auch auf die vielen weiteren fleißigen Helferinnen und Helfer hinwies. Er betonte, dass ein solch großes Fest ohne ein zuverlässiges und engagiertes Team nicht durchgeführt werden kann.
Umgang mit dem Feuerlöscher
Die Kameraden der Feuerwehr hatten sich für den Sonntag noch etwas Besonderes ausgedacht: Nach der heiligen Messe am Vormittag mit Pastor Thomas Gerber öffnete das Fest um 10 Uhr zum Frühschoppen seine Tore. Zur Mittagszeit fanden die ersten Kröbbelchen schon wieder dankbare Abnehmer, so unter anderem den ehemaligen Ortsbürgermeister Josef Hüsges. Auf dem großen Schulhof wurde jedoch nicht nur kulinarisch etwas geboten: Neben der Geräteausstellung wurde auch eine Feuerlöschübung präsentiert. Hier konnten die Besucher unter fachkundiger Aufsicht ausprobieren, wie beispielsweise in der Küche mit brennendem Fett umgegangen werden kann. Die Feuerwehrkameraden simulierten mit einem Spezialgerät unterschiedliche Brandstärken. „Die meisten Menschen wissen zwar, wo ein Feuerlöscher steht. Aber den richtigen Umgang damit haben die wenigsten Bürger gelernt“, so Jakob Reif, der sich gemeinsam mit den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden am späten Sonntagabend über ein äußerst gelungenes zweitägiges Kröbbelchesfest freute. Er betonte besonders die gute Unterstützung durch die befreundeten Wehreinheiten der umliegenden Orte. Trotz der Koblenzer Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ ließen es sich beispielsweise die Wehreinheiten von Mülheim-Kärlich und Weißenthurm nicht nehmen, noch zu fortgeschrittener Uhrzeit am Samstagabend ihre Kollegen in Kaltenengers zu besuchen. Die Feuerwehr feiert aber nicht nur gerne gemeinsam, sondern arbeitet auch für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger zusammen. So wird die Kaltenengerser Wehreinheit noch in diesem Jahr eine große gemeinsame Übung mit den Kameraden von Mülheim-Kärlich durchführen, wie Jakob Reif mitteilte.
Zur Mittags- und Abendzeit waren die köstlichen Kröbbelchen sehr begehrt.
