Wirtschaft | 06.08.2025

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Früherkennung kann Leben retten

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Albert Einstein, Thomas Mann und Charles de Gaulle haben etwas gemeinsam: Sie alle starben an einem geplatzten Bauchaortenaneurysma. Schätzungen zufolge leben rund 300.000 Menschen in Deutschland mit einer krankhaften Erweiterung der Bauchschlagader, die dringend überwacht und mitunter auch behandelt werden sollte. Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen als Frauen. Das Risiko steigt mit dem Alter deutlich an. „Kommt es aufgrund des Aneurysmas zu einem Riss der Aorta, besteht akute Lebensgefahr“, warnt Dr. Jens Rudolph, der die gefäßmedizinische Sprechstunde im Marienhaus MVZ im Kreis Ahrweiler betreut.

Den Infoabend Mitte August möchten er und sein Team nutzen, um für das Thema Früherkennung zu sensibilisieren. Immerhin lässt sich eine potentielle Erweiterung der Bauchschlagader frühzeitig durch eine einfache und schmerzlose Vorsorgeuntersuchung per Ultraschall erkennen. Dr. Rudolph rät jedem Mann ab 65 Jahren ein solches Screening wahrzunehmen. Besonders dann, wenn neben Alter und Geschlecht noch weitere Risikofaktoren wie Rauchen oder eine erbliche Veranlagung vorliegen. Aus Erfahrung weiß er: „Da Bauchaortenaneurysmen oft symptomlos verlaufen, werden sie ohne aktive Vorsorge meist erst spät entdeckt.“ Mitunter erst dann, wenn es schon zu spät ist.

Fällt bei einem Screening eine kleinere Erweiterung auf, empfehlen Gefäßexperten regelmäßige Überwachungen per Ultraschall. Größere oder besonders schnell wachsende Aneurysmen lassen sich heute in der Regel minimal-invasiv – sprich ohne große Bauchschnitte – behandeln. Mehr dazu erläutert Dr. Rudolph im Rahmen des Infoabends. Über Diagnostik und Nachsorge spricht Dr. Felix Schoth, Chefarzt für diagnostische und interventionelle Radiologie am Krankenhaus Maria Hilf.

Beide Referenten sind Teil eines interdisziplinären Gefäßzentrums, in dem Spezialisten aus den Bereichen Gefäßchirurgie, Radiologie, Kardiologie, Diabetologie, Angiologie und Nephrologie zusammenarbeiten. Dabei kooperiert das Team des MVZ eng mit den Kolleginnen und Kollegen des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler sowie des Gemeinschaftskrankenhauses Bonn, um eine optimale und umfassende Behandlung sicherzustellen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Medizin verstehen | Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“, die in Kooperation mit dem Förderverein des Klinikums stattfindet und jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus nimmt. Im Anschluss an kurze Vorträge haben Teilnehmende die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Weitere Themen und Termine finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Veranstaltungsort

Die Aula des Klinikums ist auf kürzestem Wege über den Eingang des Nebengebäudes Haus Klara erreichbar (unterhalb des Krankenhauses, direkt hinter dem Hubschrauberlandeplatz). Autofahrerinnen und -fahrer können den angrenzende Parkplatz Klara nutzen.

Was? Das Bauchaortenaneurysma | Früherkennung kann Leben retten

Wann? Dienstag, 19.08.2025 | 17:00-18:30 Uhr

Wo? Aula im Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3 | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

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