Wirtschaft | 08.07.2022

- Anzeige - In einem Jahre sollen VR Bank Rhein-Mosel und die Volksbank RheinAhrEifel verschmelzen

Nicht fusionieren, sondern heiraten

Neue Bank hat dann riesiges Einzugsgebiet und 6,5 Milliarden Euro Bilanzsumme

Vier Vorstände präsentieren das Firmenlogo. Walter Müller (li.) verlässt die Vorstandsriege im November. Fotos: HEP

Koblenz/Region. Nicht fusionieren, sondern heiraten. Das wollen zwei Volksbanken in einem Jahr, wenn die Vertreterversammlung zustimmt. Doch davon gehen Aufsichtsräte und Vorstände der Volksbank RheinAhrEifel eG in Bad Neuenahr und der Volks- und Raiffeisenbank Rhein-Mosel eG in Koblenz aus.

Beide Banken werden aufgelöst und fließen dann in das neue Geldinstitut zusammen. Übernommen als Familienname wird RheinAhrEifel, aber nicht ganz, denn es kommt noch ein R für Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen, der 1872 in Neuwied die Genossenschaftsbank gründete, hinzu.

Eine Hochzeit kostet viel Geld und das ist auch bei Banken so: drei Millionen Euro kostet sie, wovon 1,1 Millionen Euro Grunderwerbssteuer für die übernommenen Gebäude sind. „Das ist modernes Raubrittertum“, beklagte der künftige Vorstandsvorsitzende der VR Bank RheinAhrEifel Sascha Monschauer, als bei einer Pressekonferenz in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle die Bankenhochzeit vorgestellt wurde. Andererseits würden jährlich durch Synergieeffekte 1,3 Millionen Euro eingespart, führte Monschauer aus.

Aber warum vollführen die Volksbanken diesen Kraftakt? Weil durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen (Internetbanking) künftig nur noch Banken mit einer Bilanzsumme von sechs bis zehn Milliarden Euro überleben können, heißt es. Der Vorstandsvorsitzende nannte auch weitere Gründe. „Beide Banken sind grundsolide aufgestellt und wirtschaftlich gesund. Doch gemeinsam können wir noch mehr erreichen. In einem Zusammenschluss aus der Stärke heraus sehen wir vielfältige Chancen für unsere Mitglieder, Kunden, Mitarbeitende und die Region.“

Meistens geht es bei Verschmelzungen ja um Kosteneinsparung durch Personalabbau. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, versicherten die Vorstände, „da viele Mitarbeitende bald in den Ruhestand gehen, investieren wir in den Nachwuchs wobei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf der Agenda steht.“

So haben die Direktoren der sechs Regionalbereiche hohe Kompetenzen. „Die regional agierenden Direktoren und ihre Teams sorgen für kurze und schnelle Entscheidungswege – egal ob es um Finanzierungsfragen geht oder um die Förderung von gemeinnützigen Projekten“, führte Matthias Herfurth, Vorstandssprecher der VR Bank Rhein-Mosel in Koblenz aus.

Apropos gemeinnützig: Bei solchen Projekten und auch bei der Förderung der Vereine wird sich nichts ändern: „Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unserer Heimat und den Menschen, die hier leben, bewusst. Unseren Förderauftrag nehmen wir deshalb auch als gemeinsame Bank in gleicher Stärke wahr“, versicherte Matthias Herfurth. Auch wird die Raiffeisenmarkt Maifeld GmbH an fünf Standorten weitergeführt.

Das Gebiet der VR Bank RheinAhrEifel mit Sitz in Koblenz reicht von den Verbandsgemeinden Daun bis Unkel und von Adenau bis zur Stadt Koblenz. In diesem Bereich sollen Kunden noch bessere Dienstleistungen bekommen, die die Qualität der Bankgeschäfte steigern, vereinfachen und den Zeitaufwand reduzieren. HEP

Vorstandsvorsitzender Sascha Monschauer (li.) stellte bei einer Pressekonferenz die Bankenhochzeit vor.

Vorstandsvorsitzender Sascha Monschauer (li.) stellte bei einer Pressekonferenz die Bankenhochzeit vor.

Vier Vorstände präsentieren das Firmenlogo. Walter Müller (li.) verlässt die Vorstandsriege im November. Fotos: HEP

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