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Trickbetrüger in Troisdorf: Warum Altgold nicht zu Hause aufbewahrt werden sollte
Troisdorf. Trickbetrüger geben sich als Polizeibeamte aus und bringen eine Seniorin um Schmuck und Gold. So geschehen Anfang März in Troisdorf, rund eine Autostunde von Koblenz entfernt. Ein Fall, wie er immer wieder in den bundesweiten Nachrichten zu hören ist. Denn Wertgegenstände – und vor allem Gold – wecken Begehrlichkeiten.
Daher raten unter anderem Polizei und Versicherungen davon ab, größere Mengen Gold zu Hause aufzubewahren.
Barren, Münzen, Goldschmuck – eine verlockende Beute für Kriminelle
In jedem dritten Haushalt in Deutschland gibt es Altgold. Meist in Form von Schmuckstücken, die kaputt gegangen oder aus der Mode gekommen sind. Dennoch wollen sich die Besitzer nicht davon trennen. Schließlich ist selbst beschädigter Goldschmuck wertvoll – aufgrund des reinen Goldwerts.
Was viele Bundesbürger jedoch unterschätzen: Größere Mengen Altgold zu Hause bringen ein hohes Sicherheitsrisiko mit sich. So haben es vor allem Einbrecher und Trickbetrüger auf die Goldreserven daheim abgesehen.
Gelangen sie an Schmuck, Münzen oder Barren, entsteht für die Opfer unter Umständen ein doppelter Schaden. Einerseits verlieren sie ihre gesammelten Kostbarkeiten – und damit teilweise Stücke mit einem hohen ideellen Wert. Andererseits bleiben sie häufig auf einem Großteil des Schadens sitzen.
Denn die Hausratsversicherung deckt größere Schadenssummen nur dann ab, wenn die Wertgegenstände in einem fest im Boden oder der Wand verankerten Tresor gelagert wurden. Ein großer Teil des Altschmucks befindet sich jedoch in Schmuckschatullen, Nachttischen und Co.
Der beste Weg, um sich vor dem Diebstahlrisiko zu schützen: Altgold nicht in der Wohnung horten. Sinnvoller ist es, alten Schmuck bei einem Anbieter wie Goldankauf München zu veräußern.
Gold als beliebte Wertanlage und Inflationsschutz
Zwar weiß ein Großteil der Deutschen um das Risiko, das zu Hause aufbewahrtes Gold mit sich bringt. Egal, ob es sich nun um alten Goldschmuck oder Goldmünzen handelt. Dennoch befinden sich in Deutschland große Mengen des Edelmetalls in Privatbesitz. So besaßen die Bundesbürger zum Jahresbeginn 2024 insgesamt rund 9.000 Tonnen Gold.
Zwar gibt es auf Altgold, Münzen oder Barren keine Zinsen. Dennoch geht Gold mit einer hohen Attraktivität einher. Schließlich gilt es vor allem in Krisenzeiten als wertstabile Anlage.
In Hinblick auf die steigende Inflation sowie die instabile Weltlage entdecken inzwischen auch jüngere Generationen Gold als eine Art Krisenabsicherung. So investierte im Jahr 2024 die sogenannte Generation Z erstmals mehr Geld in das Edelmetall als ältere Bundesbürger.
Münz- und Barrengold zu Hause aufbewahren – diese Versicherungslücken drohen
Gelangt ein Einbrecher in die Wohnung und entwendet Goldschmuck, erstattet die Hausratsversicherung in der Regel dessen Neuwert. Allerdings nur bis zu einer Obergrenze – meist in Höhe von bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme.
Wer neben ein oder zwei Schmuckstücken aus Gold auch Münzen und Barren zu Hause lagert, kann diese Grenze schnell überschreiten. Sinnvoll kann es daher sein, die Hausratsversicherung anzupassen. Auch dann, wenn der Wert des Goldes und damit sein Kaufpreis steigt. Denn dann erhöht sich automatisch der Gesamtwert des Hausrats.
Wird die Versicherungspolice also nicht angepasst, kann die Versicherung im Fall eines Diebstahls von Schmuck und Co. die Zahlung verweigern.
Ebenso können Versicherungslücken drohen, wenn die Geschädigten keinen Nachweis besitzen, dass ihnen Goldmünzen oder -barren tatsächlich gestohlen wurden. Wichtig ist es daher, die Kaufbelege aufzubewahren – vorzugsweise nicht am gleichen Ort wie die Wertgegenstände.
Zusätzlich ergibt es Sinn, Goldbarren und -münzen zu fotografieren. Und zwar so, dass die Seriennummer gut erkennbar ist. Denn nur dadurch lässt sich das Gold eindeutig identifizieren.
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Alte Goldringe und Ketten haben oft einen hohen Materialwert. Wer sie nicht mehr trägt, kann sie verkaufen, statt sie ungenutzt zu Hause aufzubewahren. Foto: Alpar - Adobe Stock