Politik | 14.03.2014

Möglichst viele Menschen sollten in Bonn sterben

Versuchter Sprengstoffanschlag auf HB Bonn: Anklage!

Der Generalbundesanwalt hat am 12. März 2014 wegen des versuchten Sprengstoffanschlags auf dem Bonner Hauptbahnhof vom 10. Dezember 2012 und des vereitelten Attentats auf den Vorsitzenden der Partei Pro NRW im März 2013 Anklage gegen vier Männer aus Nordrhein-Westfalen vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben. Dem 26-jährigen deutschen Staatsangehörigen Marco G. wird vorgeworfen, den versuchten Sprengstoffanschlag auf dem Bonner Hauptbahnhof vom 10. Dezember 2012 verübt zu haben. Er ist deshalb wegen versuchten Mordes und versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt. Marco G. wird zudem gemeinsam mit dem 43-jährigen albanischen Staatsangehörigen Enea B., dem 25-jährigen deutschen und türkischen Staatsangehörigen Koray D. und dem 24-jährigen deutschen Staatsangehörigen Tayfun S. zur Last gelegt, spätestens am 22. Dezember 2012 eine radikal-islamistische Gruppierung mit dem Ziel gegründet zu haben, Schusswaffen- und Sprengstoffattentate auf führende Mitglieder der Partei Pro NRW zu verüben. Für den 13. März 2013 sollen sie einen Mordanschlag auf deren Vorsitzenden geplant und sich zwei Pistolen und Schalldämpfer beschafft haben. Kurz vor der Tat konnten sie festgenommen werden. In der Anklage wird ihnen die Bildung einer terroristischen Vereinigung, eine Verabredung zum Mord und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen . Die Ermittlungen waren zunächst von Strafverfolgungsbehörden in Nordrhein-Westfalen geführt und in der Folge vom Generalbundesanwalt und dem Bundeskriminalamt übernommen worden.

Sie haben im Wesentlichen den folgenden, in der nunmehr zugestellten Anklageschrift dargelegten Sachverhalt ergeben:

Aufgrund ihrer radikal-islamistischen Einstellung stimmten die Angeschuldigten darin überein, dass der islamkritische Landtagswahlkampf der Partei Pro NRW im April und Mai 2012 eine gewaltsame Reaktion erfordere. Insbesondere die im Wahlkampf zur Schau gestellten Mohammed-Karikaturen empfanden sie als eine nicht hinnehmbare Provokation. Vor diesem Hintergrund reifte bei ihnen im Laufe des Jahres 2012 der Entschluss, terroristische Anschläge in Deutschland zu begehen.

Der Angeschuldigte Marco G. entschied sich zunächst dafür, diesen Entschluss ohne Mithilfe der übrigen Angeschuldigten mit einem Bombenattentat auf dem Bonner Hauptbahnhof zu verwirklichen. Am 10. Dezember 2012 stellte er gegen 13.00 Uhr eine selbstgebaute Rohrbombe in einer Sporttasche auf dem belebten Bahnsteig 1 des Bahnhofes ab. Nach seinem Plan sollte die Explosion des Sprengsatzes spätestens gegen 13.30 Uhr durch einen zeitgesteuerten Zündmechanismus ausgelöst werden und möglichst viele Menschen töten. Das Vorhaben des Angeschuldigten schlug jedoch fehl, entweder aufgrund eines Konstruktionsfehlers oder einer instabilen Zündvorrichtung. Im Falle seiner Explosion hätte der Sprengsatz tödliche Wirkung für die Menschen auf dem Bahnsteig entfaltet. Die Ermittlungen haben keine hinreichenden Anhaltspunkte für die unmittelbare Beteiligung der übrigen Angeschuldigten oder anderer Personen an dem fehlgeschlagenen Bombenattentat ergeben.

Nicht zuletzt beeinflusst durch eine Audiobotschaft der „Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU)“ mit dem Titel „Tod der Pro NRW“ entschlossen sich die vier Angeschuldigten spätestens am 22. Dezember 2012, gemeinsam Sprengstoffanschläge oder Schusswaffenattentate in Deutschland zu verüben. Vor allem setzten sie sich zum Ziel, führende Mitglieder der Partei Pro NRW zu töten. Ab Februar 2013 konkretisierten sich ihre Anschlagspläne auf den Vorsitzenden der Partei. Sie spähten dessen Wohnort in Leverkusen aus und erkundeten mögliche Fluchtwege. Zudem beschafften sie sich zwei chusswaffen, Schalldämpfer und Sprengstoff. Spätestens am 11. März entschieden sich die Angeschuldigten, den Pro NRW-Vorsitzenden am frühen Morgen des 13. März 2013 zu erschießen. Bevor sie diesen Plan in die Tat umsetzen konnten, wurden sie in der Nacht vom 12. auf den 13. März festgenommen. Marco G. und Enea B. wurden bei der letzten Ausspähungsfahrt vor dem geplanten Attentat in Leverkusen gestellt. Die Festnahme des Angeschuldigten Koray D. erfolgte in der Wohnung des Angeschuldigten Marco G. in Bonn, die des Angeschuldigten Tayfun S. in seiner Wohnung in Essen.

Die Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Richtig. Und dann weiter unten im Kreisel, wo der Radweg wenn man Richtung Neuenahr will die Ausfahrt kreuzt, kapieren gefühlte 90% der Radfahrer nicht, dass sie an der Stelle keine eingebaute, automatische...
  • Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel

Sternsinger bringen Segen

  • Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
  • Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
Imageanzeige
Image Anzeige
Andernach Mitte Card
Handwerker für Hausmeistertätigkeiten
Närrisches Wochenende Linz
Nachruf Kurth
Wir helfen im Trauerfall Vorsorge
Dauerauftrag Imageanzeige
Empfohlene Artikel

Kreis Ahrweiler. Vor über 200 Zuhörern fand jetzt in guter Stimmung der Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Ahrweiler statt. Schon traditionell traf man sich im Rheinhotel Bad Breisig, wo die CDU-Kreisvorsitzende Petra Schneider nicht nur zahlreiche Mitglieder der Partei, sondern auch politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen konnte. Zahlreich gekommen waren auch viele Vertreter des...

Weiterlesen

Weitere Artikel

Frau soll Summe in vierstelliger Höhe abgehoben haben

Foto-Fahndung: Wer kennt diese Bankkartenbetrügerin?

Bonn. Eine bislang unbekannte Frau ist verdächtig, am 5. Oktober 2025 am Bonner Friedensplatz und in Bonn-Auerberg mit einer Debitkarte unbefugt rund 1.000 Euro vom Konto einer 60-Jährigen abgehoben zu haben. Dabei wurde sie am Geldautomaten fotografiert. Die Karte war der Geschädigten zuvor auf bislang ungeklärte Weise abhandengekommen.

Weiterlesen

Grippewelle breitet sich auch in der Region immer weiter aus

Steigende Zahlen von Influenza im Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Die Grippewelle im Kreis Ahrweiler und in Rheinland-Pfalz nimmt weiter Fahrt auf: „Landesweit ist die Zahl der Meldungen gegenüber der Vorwoche um 46 Prozent gestiegen“, so Carolina Wicher, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Weiterlesen

Betriebselektriker
Aushilfe gesucht
Hausmeister, bis auf Widerruf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Dienstleistungen
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Unternehmen erfolgreich
Stellenanzeige SB Straßenreinigung
Titelanzeige (Januar)
Start Frühjahrssemester
Unternehmen erfolgreich regional
Seniorensitzung der Stadtsoldaten
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Dauerauftrag 2026
Danksagung Familie Dietenhofer
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0020#
Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen