Gedenken an jüdische Opfer - Kettig 9. November
CDU Kettig lädt zum Gedenken an jüdische Opfer des Nationalsozialismus ein
Kettig. Der CDU-Ortsverband Kettig lädt am Montag, 9. November 2026, um 18 Uhr zu einem kurzen Gedenken auf den Godilda-Platz in Kettig ein.
Am Gedenkstein und an den Stolpersteinen soll an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnert werden, die von den Nationalsozialisten deportiert und in den Vernichtungslagern ermordet wurden.
Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, jüdische Menschen verhaftet, misshandelt und ermordet.
Die Pogromnacht war der Vorbote der systematischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden.
Auch in Kettig wurden Nachbarinnen und Nachbarn verschleppt und ermordet: die Familie Veit, die letzte jüdische Familie im Ort. Julius und Erna Veit sowie ihre Söhne Artur, Manfred und Karl wurden im März 1942 in das Ghetto Izbica deportiert und im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Ihre Tochter Meta Veit wurde im Oktober 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet; ihr Stolperstein wurde in Berlin-Charlottenburg verlegt, wo sie zuletzt bei ihrem Onkel lebte.
Der Gedenkstein und die Stolpersteine auf dem Godilda-Platz erinnern an sie – an ihre Namen, ihr Leben und ihr Schicksal.
„Die Familie Veit gehörte zu unserem Dorf. Sie waren Nachbarn, Freunde, Kettiger. Wir erinnern an sie, damit ihre Namen nicht vergessen werden – und um deutlich zu machen, dass Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, betont Peter Moskopp, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Kettig.
Alle, die an dem kurzen Gedenken teilnehmen möchten, sind herzlich willkommen.
Pressemitteilung CDU-Ortsverband Kettig
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Gedenkstein Godilda-Platz Kettig Foto: CDU Kettig