Allgemeine Berichte | 18.06.2026, 15:20 Uhr

24 Stunden Blackout

Verbandsgemeindewerke Weißenthurm proben erfolgreich den Ernstfall

Um alle betroffenen Liegenschaften der Wasser- und Abwasserwerke durchgehend mit Strom versorgen zu können, kamen sowohl die fest installierten Notstromaggregate an den zentralen Anlagen als auch mobile Aggregate zum Einsatz.

Weißenthurm. Volle 24 Stunden lang übten das Wasser- und das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm am vergangenen Wochenende den Ernstfall:

Ab 1 Uhr nachts wurde ein flächendeckender Stromausfall im gesamten VG-Gebiet simuliert.

Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr der VG Weißenthurm und begleitet von Bundeswehr und Polizei trainierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Versorgungssicherheit von Trinkwasser und Abwasserentsorgung auch ohne öffentliche Stromversorgung sicherzustellen und testeten die eigenen Notfallabläufe unter realistischen Bedingungen.

Um alle betroffenen Liegenschaften der Wasser- und Abwasserwerke durchgehend mit Strom versorgen zu können, kamen sowohl die fest installierten Notstromaggregate an den zentralen Anlagen als auch mobile Aggregate zum Einsatz, die flexibel an weiteren Standorten eingesetzt wurden. Beim Aufstellen der mobilen Notstromaggregate unterstützte die VG-Feuerwehr den Eigenbetrieb mit ihren Wechselladerfahrzeugen, wurde damit aktiv in die Übung eingebunden. „So konnte der Betrieb der wichtigsten Anlagen über den gesamten Übungszeitraum aufrechterhalten werden“, schilderte Werkleiter Markus Roth.

Neben der praktischen Erprobung der Notstromversorgung lieferte die Übung wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Notfall- und Krisenplanung. „Besonders bewährt hat sich der eigene digitale Funk, der auch bei einem Ausfall anderer Kommunikationswege eine zuverlässige Verbindung zwischen den Einsatzkräften und den verschiedenen Standorten sicherstellte“, betonte Roth. Als weiterer wichtiger Baustein der Krisenvorsorge erwies sich die vorhandene Eigenbedarfstankstelle der Verbandsgemeindewerke. Über sie konnte der Kraftstoffbedarf der eingesetzten Notstromaggregate während der gesamten Übungsdauer vollständig aus eigenen Beständen gedeckt werden. Damit wurde die Fähigkeit unterstrichen, die kritische Infrastruktur auch unabhängig von externen Versorgungsnetzen aufrechtzuerhalten.

Von den Abläufen vor Ort machte sich auch VG-Bürgermeister Thomas Przybylla ein Bild. Er betonte die Bedeutung einer funktionierenden Daseinsvorsorge gerade in Krisensituationen: „Die sichere Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und die zuverlässige Abwasserentsorgung gehören zu den wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Infrastruktur“, sagte er. Die 24-Stunden-Übung habe gezeigt, dass die Verbandsgemeindewerke auf außergewöhnliche Lagen vorbereitet sind und die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorragend funktioniert.

Auch über die Verbandsgemeinde Weißenthurm hinaus stieß die Übung auf großes Interesse. Die Polizeiinspektion Andernach entsandte einen Vertreter, der sich vor Ort über die Organisationsstrukturen informierte. Zudem besuchte eine Abordnung des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr (KVK/ZMZ) die Übung, um Einblicke in die Vorgehensweise und die Krisenvorsorge der Verbandsgemeindewerke zu gewinnen. Werkleiter Markus Roth zog nach Abschluss der Übung eine positive Bilanz: „Unser Ziel war es, die Funktionsfähigkeit unserer Notstromversorgung und unserer internen Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen, jetzt hat die Übung gezeigt, dass unsere technischen und organisatorischen Vorkehrungen greifen.“ Gleichzeitig konnten die Werke wichtige Erkenntnisse gewinnen, um die Notfall- und Krisenplanung weiter zu verbessern.

Diese Erkenntnisse werden nun ausgewertet und fließen in die weitere Optimierung der Notfall- und Krisenplanung ein. Gleichzeitig bestätigte die Übung die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verbandsgemeindewerke über die Feuerwehr bis hin zu den externen Partnern. Die Verbandsgemeindewerke Weißenthurm bekräftigen damit ihren Anspruch, die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser sowie die Abwasserentsorgung auch in außergewöhnlichen Lagen zuverlässig sicherzustellen.

Schweres Gerät war im Einsatz.

Schweres Gerät war im Einsatz. Foto: VG Weißenthurm

Vor Ort gab es viel zu tun.

Vor Ort gab es viel zu tun. Foto: VG Weißenthurm

Die Erkenntnisse werden nun ausgewertet.

Die Erkenntnisse werden nun ausgewertet. Foto: VG Weißenthurm

Fotostrecke

Verbandsgemeindewerke Weißenthurm proben erfolgreich den Ernstfall
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Foto: VG Weißenthurm

Verbandsgemeindewerke Weißenthurm proben erfolgreich den Ernstfall

Um alle betroffenen Liegenschaften der Wasser- und Abwasserwerke durchgehend mit Strom versorgen zu können, kamen sowohl die fest installierten Notstromaggregate an den zentralen Anlagen als auch mobile Aggregate zum Einsatz. Foto: VG Weißenthurm

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