Anwohner der Alten Mayener Straße
Vom herrlichen Biotop zum zerstörten Naturfleck
Eine Anwohnergruppe aus Andernach beschreibt das Fällen von lokalen Weiden
Andernach. Einst wuchsen große Weiden (25 Meter), die Deubach floss als kleiner Bach durch die Landschaft. Rechts und links der Deubach wuchsen Wasserpflanzen, da sie durch eine Senke läuft. Brütende Enten, Fuchs, Kaninchen und viele Vogelarten bildeten ein perfektes Biotop.
Da es in der Natur so üblich ist, fallen auch mal Blätter und Äste in den Vorgarten und auf Dächer. Dies wurde als Auflage für einen jahrelangen Streit genutzt, was zum Ergebnis führte, dass die Weiden gefällt wurden. Wäre die Natur in Ruhe gelassen worden, wären die Weiden wieder ausgetrieben. Durch das immer wiederholte Abhacken der Jahrestriebe an den Weiden wurde der natürliche Prozess des Wachstums unterdrückt und die Herkulesstaude konnte sich ungehindert ausbreiten.
Wie gefährlich diese Staude ist, wurde in den letzten Wochen in allen regionalen Zeitungen beschrieben. Jetzt wäre die gleiche Initiative gefragt gewesen, mit der die Weiden abgehackt wurden: Aber nichts geschah.
Als die Pflanzen in voller Blüte standen und schon die Samen abwarfen, wurde auf das Drängen der Anwohner reagiert. Mit schweren Gerätschaften wurde der Staude zu Leibe gerückt und ein ganzer Geländeabschnitt verwüstet.
Die Herkulesstaude wurde mit dieser Methode nicht zerstört, sondern nur klein gehackt. Solange die Wurzel in der Erde bleibt, wächst sie weiter. Das Ergebnis: Sie treibt schon wieder aus.
Die Bürger befürchten, dass das gleiche Spiel nächstes Jahr wieder beginnt und aus dem herrlichen Biotop wird über Jahre eine zerstörte Natur. Pressemitteilung
Die Anwohner
Alten Mayener Straße
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