Museumsfest am Heimatmuseum in Waldorf
Bürger- und Heimatverein freute sich über zahlreiche Gäste
Waldorf. Am ersten Augustwochenende feiert seit einigen Jahren der Bürger- und Heimatverein Waldorf alljährlich sein Museumsfest am und im Heimatmuseum in der Kleingasse. So stand auch am vergangenen Wochenende das Heimatmuseum wieder im Blickpunkt des Interesses und man hatte die Türen des Museums geöffnet, um den vielen Besuchern auch in diesem Jahr wieder einen „Blick in die Vergangenheit“ zu gewähren.
Seit nunmehr 11 Jahren veranschaulicht das alte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, wie die Menschen in unserer Heimat zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt haben. Im Hof des Anwesens ist ein Kräutergarten mit vielen Heil- oder Küchenkräutern angelegt.
Im Erdgeschoss befinden sich eine reichhaltig ausgestattete Küche und eine Wohnstube sowie eine Schusterwerkstatt aus den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Über die originale Holztreppe erreicht man das Obergeschoss, in dem eine Schlafstube und eine Webstube eingerichtet sind. Im Dachgeschoss ist eine Vielzahl von archäologischen Fundstücken aus der vorrömischen Zeit bis zur Neuzeit ausgestellt. Daneben geben Kopien der ersten, Waldorf betreffenden Urkunden, aber auch andere historische Schriftstücke Karten und Fotos Auskunft über die Geschichte von Waldorf. Außerdem haben Leihgaben aus der Pfarrkirche wie beispielsweise die alten Krippenfiguren im Dachgeschoss ein neues Zuhause gefunden.
Im Rahmen des diesjährigen Museumsfestes nutzten erneut zahlreiche Besucher die Gelegenheit, bei einem Rundgang durch das Heimatmuseum die Lebensart unserer Vorfahren hautnah zu erleben.
Begonnen wurde das Fest mit einem Dämmerschoppen am Samstagabend. Dabei konnte der Bürger- und Heimatverein in gemütlicher Runde so manchen willkommen heißen. Man saß noch lange beisammen und ließ so manche Erinnerung wach werden.
Museumsbrunch wurde gut angenommen
Am Sonntag herrschte bei dem erstmals durchgeführten Museumsbrunch im historischen Ambiente gleich Hochbetrieb am Heimatmuseum. Der Ansturm der Gäste an diesem Sonntagmorgen sprengte alle Erwartungen der Verantwortlichen. Die Sitzplätze im Hof des Heimatmuseums und in der Kleingasse reichten am Sonntagmorgen nicht aus, um die Gäste aufzunehmen. Daher hatte man auch in einem angrenzenden Anwesen die Türen geöffnet. Hier konnten die Gäste später auch in einer Freiluft-Cafeteria Platz nehmen und bei Kaffee und Kuchen verweilen.
Auch MdL Guido Ernst (CDU), die Bad Breisiger Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch wie auch Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten zeigten sich angetan von der anschaulichen Darstellung des Lebens unserer Vorfahren zu Beginn des vorigen Jahrhunderts.
Es bestand natürlich auch wieder die Gelegenheit, Ausgaben der bisher von Bürger- und Heimatverein herausgegebenen Bücher über die Geschichte Waldorfs zu erwerben. Daneben konnten die Besucher bei kostenlosen Führungen durch das Heimatmuseum einen Einblick gewinnen.
Der Vorstand des Bürger- und Heimatvereins bedankt sich bei allen Gästen und Besuchern für das gezeigte Interesse. Ein besonderer Dank galt aber auch den vielen fleißigen Helfern, die das Fest mitgestalteten und deren unermüdlichen Einsatz zum Wohle des Vereins sowie der Nachbarschaft für das Tolerieren der Einschränkungen während des Festes.
In der Wohnstube des Museums ist neben dem Klavier des alten Dorfschullehrers auch das erste Radio von Waldorf zu bestaunen.
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