NABU-Ahrweiler stellt vor
Der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi)
Region. Der Blütenbeginn von Hecken und Kleinstauden ist auch immer der Flugbeginn der ersten Schmetterlinge, die als Puppen überwintern. Der „Grüne Zipfelfalter“ gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae), die zwar zu den kleineren Tagfaltern gehören, aber durch ihre meist bläulich schillernden Oberseiten dennoch sehr auffällig sind. Dieser Falter besitzt als einziger Falter in unseren Breiten grün schillernde Unterseiten; zudem sind die Flügel auch noch golden umrandet. So gleicht er im Sonnenlicht einem kleinen fliegenden Juwel. Die Oberseiten sind bräunlich und nur im Flug zu sehen, da er die Flügel sitzend stets geschlossen hält und zusätzlich rechtwinklig zur Sonne ausrichtet. Im Unterschied zu einigen anderen Bläulings-Arten sind beide Geschlechter farblich gleich gezeichnet. Die gelben Blüten unterschiedlicher Fingerkraut-Arten, der Zypressen-Wolfsmilch, des Sonnenröschens und der verschiedenen Ginster-Arten mag er wohl besonders. Obwohl seine Flügelspannweite nur ca. 25 mm beträgt, fällt er auch in größeren Trockenrasengebieten durch seine schillernden Flügel auf. Er fliegt in einer Generation meist von Anfang April bis Ende Juni, manchmal auch bis in den Juli hinein. Leider ist er bei uns und in einigen anderen Bundesländern nur noch selten zu beobachten. In der „Roten Liste Rheinland-Pfalz“ ist er daher als gefährdet (3) eingestuft.
