Allgemeine Berichte | 20.07.2013, 16:41 Uhr

Kreisverwaltung rät: Pflanzen jetzt ausgraben

Giftig und gefährlich: Den Riesenbärenklau bekämpfen

Grundstückseigentümer verantwortlich – Kinder fernhalten

Bis zu 3,5 Meter hoch – und gefährlich: die Herkulesstaude. KV-AW
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Kreis Ahrweiler. Auch in diesem Sommer gilt: Die giftige und gefährliche Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, breitet sich vor allem an Bach- und Flussufern sowie den Rändern von Wegen und Feldern aus. Die Kreisverwaltung Ahrweiler gibt einige Tipps. Wichtig: Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Kinder sollten von den Standorten ferngehalten werden. Die Pflanzen sollte ausgegraben werden, und zwar jetzt. Es handelt sich um keine einheimische Pflanze, sondern um einen so genannten Neophyt. Die bis zu 3,5 Meter hohe Pflanze kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde vor 100 Jahren in Europa eingeführt. Die zunehmende Verbreitung verursacht ökologische Probleme und stellt ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar.

Die Pflanze ist giftig und gefährlich, weil Hautkontakt zu allergischen Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Verbrennungen führen kann. Insbesondere Kinder sind gefährdet, weil sie durch die auffällige Erscheinung der Pflanze und dessen röhrenartigen Stiele zum Spielen verleitet werden. Pflanzen, die an Standorten wachsen, an denen sich Kinder aufhalten, sollten in jedem Fall entfernt werden.

Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer oder -nutzer selbst verantwortlich. Wirksamstes Bekämpfungsmittel ist das Ausgraben des Wurzelstocks. Das Ausgraben ist vor allem bei kleineren Beständen die sicherste Methode und kann auch während der Vegetationsperiode von jedem vorgenommen werden. Je kleiner die Pflanzen sind, desto einfacher lassen sie sich ausgraben und desto geringer ist die Gefahr des Hautkontaktes.

Nach der Ausbildung der Samenstände sollten diese abgeschnitten werden, ohne dass der Samen auf den Boden fällt und neu austreibt. Wenn möglich, sollte man die Pflanzenteile anschließend verbrennen. Auf keinen Fall dürfen die Samenstände auf den Kompost oder in die Biotonne geworfen oder auf der Fläche liegen gelassen werden. Bei Arbeiten am Riesenbärenklau ist Schutzkleidung zu tragen, nämlich Handschuhe, Schutzbrille, langärmelige Kleidung und Gummistiefel.

Entlang der Ahr bekämpfen die Kreisverwaltung Ahrweilertur- und Genehmigungsdirektion Nord die giftigen Pflanzen im Rahmen der Gewässerunterhaltung. Diese Maßnahmen entbinden jedoch nicht die Eigentümer der betroffenen Grundstücke, im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht selbst zu handeln. – Weitere Infos: www.giant-alien.dk/manual.html.

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Ahrweiler

Bis zu 3,5 Meter hoch – und gefährlich: die Herkulesstaude. Foto: KV-AW

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