Allgemeine Berichte | 19.04.2026, 14:21 Uhr

Französische Chansons live erleben

Mme Brell und Filous begeistert mit französischen Chansons in Niederzissen

Von li. nach re: Jens Mackenthun, Jürgen Dorn, Susanne Brell und Erik Buhne.
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Niederzissen. „Es war wunderbar“, „merci beaucoup“, „une soirée magnifique“. Das waren einige Eintragungen im Gästebuch, die die Stimmung des Konzertes „Mme Brell und die Filous“ vortrefflich wiedergeben. Die gleichnamige Musikergruppe gastierte jetzt zum ersten Mal in der bis auf den letzten Platz gefüllten ehem. Synagoge Niederzissen und begeisterte die Konzertbesucher mit ihren französischen und deutschen Chansons, zumeist als eigene Kompositionen mit wunderbaren Texten, die auch zum Mitsingen anregten.

Aus der Liebe zu Frankreich entstand die Band vor neun Jahren. Der Funke sprang sofort mit dem ersten Lied über und es war zu spüren, dass viele der Besucher selbst Frankreichfans sind und die Melodien und Geschichten vom Sommer am Meer, von Gauklern und Dieben, von Nächten an der Loire und vor allem der Sehnsucht nach dem Süden sie an viele Begegnungen und Aufenthalte im Nachbarland erinnern.

Ein musikalisch französisches Fest für alle Sinne

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Die akustische Instrumentierung von Akkordeon und Saxophon, gespielt von Erik Buhne, Kontrabass und Gesang, Jürgen Dorn, der Gitarre, Jens Mackenthun, verliehen im Zusammenspiel mit dem Gesang von Susanne Brell den Kompositionen ein Höchstmaß an Vielfalt und Lebendigkeit. Das war beim von Wolf Wondraschek komponierten Tango besonders zu spüren. Es war Pariser Flair pur, der auch beim bekannten, 1942 im Olympia in Paris uraufgeführten Chanson „Que reste-t-il de nos amours? „Was bleibt übrig von unseren Liebschaften?“ des bekannten französischen Chansonniers Charles Trenet zu spüren war.

Mit dem gefühlvollen valse musette „Mon amant de St. Jean“, „Mein Liebhaber von St. Jean“ zeigte sich, wie das Leben mit einer trotz Warnung eingegangenen und letztlich unerfüllten Liebschaft sein kann. „C’est la vie“, war die logische Erkenntnis. Eindrucksvoll interpretierte Susanne Brell sodann die von Edith Piaf geschriebene und 1948 in New York erstmals gesungene „Hymne à l’amour“, als Erinnerung an ihre große Liebe, den Boxer Marcel Cerdan, der kurz vorher tödlich verunglückte. Gleichermaßen einfühlsam spielten sich die Musiker mit dem berühmten Chanson „La Javanaise“, das der noch junge Serge Gainsbourg 1963 für Juliette Gréco komponiert hat, in die Herzen der Konzertbesucher.

Mit dem von Jürgen Dorn stammenden und gesungenen Lied „40 Grad“ wechselte das Ensemble an den Strand von St. Tropez und nahm die Besucher mit. Sie sangen voll Freude die vom Sänger ausgelassenen Textstellen. Die Stimmung steigerte sich noch, als Mme Brell den Refrain „Je viens te chanter la ballade, la ballade des gens heureux“ des Liedes von Gérard Lenorman verteilte und alle Konzertbesucher mitsangen und wiederholten, bis das ebenfalls begeisterte Ensemble mehrere Zugaben präsentierte.

Die nächste Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge ist am 8. Mai, 17.00 Uhr, die Eröffnung der Ausstellung „Momente des Lebens“ der ARE Künstlergilde. Die Ausstellung ist anschließend bis Pfingstmontag, 25. Mai, samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Von li. nach re: Jens Mackenthun, Jürgen Dorn, Susanne Brell und Erik Buhne. Foto: Gisela Reichrath

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