Allgemeine Berichte | 25.06.2026, 14:55 Uhr

Wiederaufbau Mayschoß

Mayschoßer informieren sich über zentrale Wiederaufbauprojekte

Paul Monreal, Peter Schmauder und Niko Monreal (vo. li.) vom Ingenieurbüro Monreal PartG mbB, Sebastian Sonntag von der Zukunft Mittelahr AöR, Jörg Jeckstedt, Beigeordneter der Ortsgemeinde Mayschoß, Dominik Gieler, Bürgermeister der VG Altenahr, und Olaf Leidreiter, Bürgermeister der Ortsgemeinde Mayschoß, standen in Mayschoß beim „Blick hinter den Bauzaun“ als Gesprächspartner zur Verfügung.
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Großes Interesse an Baustellenführung „Blick hinter den Bauzaun“

Mayschoß. 20 Bürgerinnen und Bürger nutzten am Dienstagabend, 23. Juni, die Gelegenheit, bei der Ortsbegehung „Blick hinter den Bauzaun“ einen direkten Einblick in den aktuellen Stand wichtiger Wiederaufbauprojekte in Mayschoß zu erhalten. Bei bestem Wetter und in offener, konstruktiver Atmosphäre informierten sich die Teilnehmenden entlang mehrerer Stationen im Ort und nutzten intensiv die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt der rund 90-minütigen Führung standen zentrale Maßnahmen des kommunalen Wiederaufbaus, darunter der Waagplatz als Dorfmitte, die Ahrufermauer, der neue Sportplatz und die Gewässerentwicklung, die Bahnhofsbrücke sowie die Nahwärmeversorgung. An den einzelnen Stationen erläuterten Fachplaner von Zukunft Mittelahr AöR, dem Planungsbüro Monreal sowie der Energie Mayschoß GmbH die jeweiligen Projekte, ihre Planungsstände und die nächsten Schritte. Auch Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Mayschoß‘ neuer Ortsbürgermeister Olaf Leidreiter und Vertreter aus dem Gemeinderat hatten sich der Baustellenführung angeschlossen. Ortsbürgermeister Leidreiter bedankte sich bei allen Beteiligten und richtete sich mit einem Appell an die Bürger und Bürgerinnen, weiterhin aktiv an diesen Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Bei diesem Format bestehe die Gelegenheit, offene Fragen unmittelbar vor Ort mit einem „Blick hinter den Bauzaun“ an die jeweiligen Fachleute zu richten.

Die Teilnehmenden erfuhren, dass der Waagplatz als neue multifunktionale Ortsmitte wieder aufgebaut wird. Geplant ist ein gemeinsames Gebäude unter anderem mit Weinbrunnen und Feuerwehrgerätehaus. Die Gesamtkosten liegen bei rund 5 Millionen Euro. Aktuell wird die Ausschreibung vorbereitet, der Baubeginn ist noch in diesem Spätsommer/Herbst vorgesehen.

Die durch die Flut stark beschädigte Ahrufermauer wird neu errichtet – in hochwasserangepasster Bauweise als Bohrpfahlwand. Die Konstruktion wird mit Fertigteilen für die Mauer in Natursteinoptik ausgeführt. Die Bauarbeiten haben bereits im Frühjahr 2026 begonnen, die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant. Investition: rund 7 Millionen Euro.

Auf dem vollständig zerstörten Sportgelände entsteht eine neue Sport-, Spiel- und Freizeitanlage. Gleichzeitig wird ein Gewässerentwicklungskorridor geschaffen, um das Abflussverhalten der Ahr im Ort zu verbessern. Die Maßnahme hat ein Volumen von rund 2,5 Millionen Euro, die Planung startet in Kürze. Die Ortsgemeinde hat die Grundstücke aus eigenen Mitteln angekauft, um den Sportplatz und die Gewässerentwicklung zu ermöglichen.

Die stark beschädigte Brücke wird saniert und insbesondere die Ver- und Entsorgungsleitungen werden in hochwasserangepasster Bauweise neu verlegt. Die Arbeiten beginnen im Sommer 2026, die Fertigstellung ist für Herbst 2027 vorgesehen. Besonderheit: Die Brücke gehört zu den wenigen Bauwerken im Ahrtal, die die Flut teilweise überstanden haben.

Parallel zum Wiederaufbau entsteht ein neues Nahwärmenetz für die Ortslage. Ziel ist eine langfristig resiliente und gemeinschaftliche Energieversorgung. Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von rund 11 Millionen Euro und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Die Veranstalter bewerteten die Ortsbegehung als sehr gelungen: Neben der hohen Beteiligung trugen insbesondere die offene Gesprächsatmosphäre, das gute Wetter und der direkte Austausch vor Ort zu einer positiven Stimmung bei. Die vielen Nachfragen der Teilnehmenden zeigten großes Interesse an den Entwicklungen im Ort und den Wunsch nach transparenter Information. Ortsbürgermeister Leidreiter würde sich freuen, wenn diese anschauliche Art der Informationsweitergabe in Zukunft bei einem erweiterten Teilnehmerkreis, beispielsweise bei Vertreter aus Politik oder überregionalen Medien, weiteren Anklang finden würde.

Mit Formaten wie der Baustellenführung „Blick hinter den Bauzaun“ soll der Wiederaufbau in Mayschoß und anderen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Altenahr weiterhin transparent begleitet und für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar gemacht werden. Weitere Informationen zum Wiederaufbau in der Verbandsgemeinde Altenahr findet man auch im Internet unter www.altenahr-daswird.de.

Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Altenahr

Einen richtigen Blick hinter den Bauzaun gab es beim Zwischenstopp an der Ahrufermauer, die bis Ende dieses Jahres fertiggestellt wird.

Einen richtigen Blick hinter den Bauzaun gab es beim Zwischenstopp an der Ahrufermauer, die bis Ende dieses Jahres fertiggestellt wird. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Am Bahnhofsgebäude erfuhren die interessierten Teilnehmenden den Sachstand zur Sanierung der Bahnhofsbrücke und erhielten Informationen über das Nahwärmekraftwerk.

Am Bahnhofsgebäude erfuhren die interessierten Teilnehmenden den Sachstand zur Sanierung der Bahnhofsbrücke und erhielten Informationen über das Nahwärmekraftwerk. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Paul Monreal, Peter Schmauder und Niko Monreal (vo. li.) vom Ingenieurbüro Monreal PartG mbB, Sebastian Sonntag von der Zukunft Mittelahr AöR, Jörg Jeckstedt, Beigeordneter der Ortsgemeinde Mayschoß, Dominik Gieler, Bürgermeister der VG Altenahr, und Olaf Leidreiter, Bürgermeister der Ortsgemeinde Mayschoß, standen in Mayschoß beim „Blick hinter den Bauzaun“ als Gesprächspartner zur Verfügung. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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