Sensorik-Schulung für Wein
Sensorik-Seminar zur Weinverkostung in Bad Neuenahr-Ahrweiler für besseren Weingenuss
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein Glas Wein zu trinken ist für viele ein Genussmoment – doch wie ließ sich dieser eigentlich beschreiben? Warum wirkte ein Wein frisch, ein anderer eher schwer oder besonders harmonisch? Und was wurde dabei tatsächlich wahrgenommen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Teilnehmer eines Sensorik-Seminars in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Veranstalter war das International Wine Institute (IWI), eine Bildungsstätte für Wein, die sich auf die Aus- und Weiterbildung rund um Weinwissen spezialisiert hat.
Im Mittelpunkt stand die Schulung der Sinne. Die Teilnehmenden lernten, Aromen zu erkennen, Unterschiede einzuordnen und typische Eigenschaften eines Weines bewusst wahrzunehmen. Dabei ging es nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern um das Verständnis dessen, was im Glas geschah.
Ein Bestandteil des Seminars war ein sogenannter Schwellentest: Hierbei wurde deutlich, ab welchen Konzentrationen grundlegende Geschmacksstoffe wie süß, sauer, salzig oder bitter überhaupt noch wahrgenommen werden. Die Ergebnisse zeigten, wie individuell und zugleich trainierbar unsere Wahrnehmung ist.
Auch die Verkostung aus schwarzen Gläsern führte zu überraschenden Erkenntnissen. Ohne den visuellen Eindruck von Farbe und Klarheit veränderte sich die Wahrnehmung der Weine spürbar – ein Hinweis darauf, wie stark das Auge am Geschmack beteiligt ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der bewussten Analyse von Duftprofilen. Durch das gezielte Riechen an Referenzaromen und Weinen wurde das sensorische Gedächtnis geschult, um Gerüche schneller zu erkennen und präziser benennen zu können.
Auch die grundlegenden Bausteine eines Weines spielten eine zentrale Rolle: Säure, Süße, Tannin und Körper prägten den Gesamteindruck und entschieden darüber, ob ein Wein als ausgewogen empfunden wurde. Wer diese Elemente erkannte, verstand Wein oft auf eine neue und differenziertere Weise.
