Veranstalter des 44. Festivals waren rundum zufrieden:12 Bands auf den Bühnen und 100 Helfer im Einsatz
1600 Fans rockten den Rengsdorfer Wald
Rengsdorf. „Ich sah den Wald im Sonnenglanz, vom Abendrot beleuchtet, belebt von düstrer Nebel Tanz“, schrieb die deutsche Dichterin Emerenz Meier (1874 -1928). Und so war es auch beim 44. Rengsdorfer Festival „Rock the Forest“. Denn die Nebelmaschinen auf der Bühne sorgten oft für leichte Dunkelheit, damit die farbigen Spotlights so richtig wirkten.
Sehr zufrieden waren die Veranstalter, die Rockfreunde Rengsdorf, mit dem zweitägigen Festival, schließlich kamen am Freitag etwa 1000 Besucher und am Samstag 600.
Dazu erklärte Rockfreunde-Vorsitzender Christoph Krämer gegenüber Blick aktuell: „Das Wetter war ideal und so freuen wir uns über viele Camper, die das Zweitage-Ticket gebucht hatten. Und das wollen wir ausbauen.“
Der Freitag ist für Besucher gedacht, die gerne unterschiedliche Rockmusik mögen und der Samstag dann mehr für die Fans der Bands. Insgesamt sorgten zwölf Bands für das richtige open-air Rockfeeling. So stand der Freitagabend traditionell ganz im Zeichen eines rockigen Festivalauftakts mit Tribute-, Hard- und Classic-Rock-Vibes. Dafür sorgten u.a. die Musikerinnen der weltweit bekannten Iron-Maiden-Tribute-Band aus den USA, die gerade in Deutschland auf Tournee ist.
Klassischen Hard Rock brachte Voodoo Vegas und die Modern-Blues-Rock-Band 11 Theory. In den Umbaupausen sorgte auf der kleinen Bühne die lokale Band Rock with Groove für Furore. Das Livemusikprojekt des Rhein-Wied-Gymnasiums (RWG) Neuwied wurde 2003 als Band und Chorprojekt vom Lehrerduo Frank Marker und Michael Stühn gegründet.
Seitdem hat sich die Gruppe in einer Vielzahl von Projekten weiterentwickelt, so gab es neben klassischen Rockkonzerten und Rock-Gospel-Gottesdiensten auch Musicals verschiedener Stilrichtungen
Am Samstag wurde es dann deutlich härter. Mit Primal Fear kam eine der bekanntesten deutschen Power-Metal-Bands nach Rengsdorf. Hymnische Refrains, kraftvolle Gitarrenriffs und internationale Festivalerfahrung machten die Band zu einem echten Highlight des Wochenendes. Hochkarätig war auch die Band Brainstorm, die seit vielen Jahren zu den festen Größen der europäischen Metal-Szene zählt.
Weitere starke Acts waren Formosa mit klassischem Heavy Rock, Dragonsfire mit traditionellem Heavy Metal, die aufstrebende Leipziger Band Firmament sowie die Bands Final Fortune und Great Again mit ihrem 80er Hard n‘ Heavy bzw. Hardrock. Für besondere Atmosphäre sorgte Dark Sun, die bekannte Metal- und Rocksongs in akustischem Gewand präsentierte.
Auf dem Waldfestplatz hatten die Rockfreunde einige Stände und Buden aufgebaut wo Essen und Getränke sowie Souveniers und Merchandising-Artikel erworben werden konnten.
Apropos Aufbau: Dafür hatten etwa 40 Rockfreunde und Helfer eine ganze Woche ehrenamtlich gearbeitet. Während des Festivals waren bei Technik, Feuerwehr, DRK und Security etwa 100 Helfer im Einsatz.
Und wie lange dauerte die Planung? „Etwa ein Jahr“, antwortete Christoph Krämer, „wir haben schon jetzt Bands für das 45. Rockfestival im nächsten Jahr verpflichtet.“ -hep-
Etwa 1000 Besucher kamen am Freitag zum Auftakt von Rock the Forest in Rengsdorf. Foto: hep
Die Neuwieder Schulband Rock with Groove begeisterte bei Rock the Forest. Foto: hep
Die US-Musikerinnen der Iron Maiden Tribute Band sorgten für einen fulminanten Festivalauftakt. Foto: hep