Die Häufung der Beben in kurzer Zeit könnte auf ein Zusammenspiel mit aufsteigenden Gasen hindeuten
19.02.: Mehrere leichte Erdbeben zwischen Polch und Ochtendung
Polch. Am Donnerstagvormittag ereigneten sich in der Osteifel zwischen den Orten Polch und Ochtendung mehrere leichte Erdbeben. Das berichtet erdbebennews.de. Der Erdbebendienst Südwest konnte bereits vier dieser Beben bestätigen, während kleinere Beben, die in den seismologischen Aufzeichnungen sichtbar sind, noch einer manuellen Prüfung bedürfen. Die beiden stärksten bestätigten Erdbeben traten um 10:07 Uhr und um 10:41 Uhr auf und erreichten jeweils eine Magnitude von 1.0. Mit einer Tiefe von etwa 15 Kilometern lagen diese Beben vergleichsweise tief, da Erdbeben in der Region um Ochtendung üblicherweise in Tiefen zwischen 8 und 12 Kilometern auftreten.
Es kam zu keinen spürbaren Erschütterungen in der Region. Die Erdbeben waren nicht das Resultat magmatischer DLF-Ereignisse, die durch die Bewegung magmatischer Fluide verursacht werden, sondern entstanden durch tektonische Brüche. Dennoch könnte die Häufung der Beben in kurzer Zeit auf ein Zusammenspiel mit aufsteigenden Gasen hindeuten. Dieser Gasaufstieg, ähnlich wie die Bewegung von magmatischen Fluiden in größerer Tiefe, erfolgt entlang der Ochtendung-Störungszone. Diese Zone verläuft vom Laacher See durch den Ort Ochtendung in Richtung Südosten.BA
