Allgemeine Berichte | 13.02.2026, 15:31 Uhr

Närrische Übermacht: Jecken stürmen das Rathaus in Altenahr

Bürgermeister Dominik Gieler stellte sich auch in diesem Jahr wieder eine närrische Übermacht entgegen. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr
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Altenahr. Die vermeintliche Sichtung einer Großkatze im vergangenen November im Wald nahe dem Interimsrathaus der Verbandsgemeinde Altenahr konnte das unvermeidbare jährliche Treiben nicht verhindern: Voller Mut und Tatendrang stürmten am Freitagvormittag, 13. Februar 2026, die Jecken der Verbandsgemeinde unter diesjähriger Leitung der Prinzengarde Freisheim das Rathaus in Altenahr an der Ortsgrenze zu Kalenborn.

Trotz humorvoller Gegenwehr musste sich Bürgermeister Dominik Gieler letztlich der närrischen Übermacht geschlagen geben. Er übergab den Rathausschlüssel bis Aschermittwoch offiziell in die Hände von Markus Grohs, Vorsitzender Prinzengarde Freisheim. Vorher ließ Gieler allerdings in seiner Rede an die Jecken das vergangene Jahr Revue passieren. Mit launigen Worten präsentierte er den Narren eine gereimte Mischung aus Wiederaufbau-Erfolgen und kuriosen Ereignissen. Von zahlreichen Ministerbesuchen über die neue Kampagne „Das wird!“ bis hin zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn spannte Gieler den Bogen.

Besonders die rätselhafte „Großkatze von Kalenborn“ sorgte nochmals für Heiterkeit unter den Anwesenden: „Egal, was da zur Nacht im Wald gewesen ist, bis heute weiß keiner, was für ein Tier das ist!“, feixte Gieler in Anspielung auf die ergebnislose Spurensuche im Waldgebiet bei Kalenborn. Nachdem er zahlreiche Bauprojekte in den Ortsgemeinden – von der Weinbaubrücke in Dernau über die Vischelbachbrücke in Berg sowie der neuen Ortsmitte in Marienthal bis hin zum neuen Jugendbüro in Altenburg – aufgezählt hatte, kapitulierte der Verwaltungschef schließlich vor dem närrischen Treiben. „Ich lass‘ nun Akten und die Pläne ruh’n, hab‘ mit Bürokratie nichts mehr zu tun“, verkündete er den Anwesenden, bevor er symbolisch von den Amtsgeschäften abtrat.

Die Narren der Verbandsgemeinde übernahmen das Regiment und verwandelten das Foyer des Rathauses in eine bunte Bühne. Tatkräftige Unterstützung bei der Programmgestaltung erhielt die Prinzengarde Freisheim vom Fastelovendsverein „Aleburje Breiede“. Das rund zweistündige Programm bot mit imposanten Darbietungen der Tanzmariechen und närrischen Wortbeiträgen beste Unterhaltung. Bis Veilchendienstag haben nun die Jecken das Sagen im Rathaus, bevor ab Aschermittwoch wieder der gewohnte Verwaltungsalltag einkehrt.

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Bürgermeister Dominik Gieler stellte sich auch in diesem Jahr wieder eine närrische Übermacht entgegen. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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