Allgemeine Berichte | 19.03.2026, 09:59 Uhr

Staffelstabübergabe im Kloster Ebernach – Alexianer übernehmen

„Alex und Jakobus reichen sich die Hand“

Im Kreise vieler Weggefährten nahmen die Alexianer den symbolischen Schlüssel von Kloster Ebernach aus den Händen der Franziskaner entgegen.
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Cochem. Im Rahmen einer liebevoll gestalteten Feierstunde übernahmen Mitte März die Alexianer den Schlüssel zum Kloster Ebernach von den Franziskanerbrüdern.

Die Einrichtung mit Häusern und Wohnformen in Cochem und Umgebung durchlief zuletzt eine Insolvenz in Eigenverwaltung.

Durch den neuen Träger aus Münster hat das Kloster sehr gute Perspektiven in wirtschaftlicher, aber vor allem auch menschlicher Hinsicht – darin waren sich auch die vielen Gäste einig. Denn die Alexianer kommen nicht nur mit reichlich Erfahrung in der Eingliederungs- und Altenhilfe nach Ebernach, sondern teilen auch den christlich-katholischen Hintergrund.

Standesgemäß mit einem Gottesdienst startete die Schlüsselübergabe in der Ebernacher Klosterkirche. Doch statt Abendmahl und Liederbuch hatten Franziskaner-Generalsuperior Br. Michael Ruedin, Mitarbeitende und Bewohner ein kleines Singspiel vorbereitet. So hieß es denn fröhlich: „Wir feiern heut‘ ein Fest, wir laden alle ein“. Lebhaft erzählten sie die 900-jährige Geschichte des Klosters – vom Ritter Ebernach über die Arbeit der Franziskaner bis hin zum heutigen Tag, an dem sich die Franziskanerbrüder, dargestellt durch ihren Gründer Jakobus, und Alexianer, also „Alex“, als Puppen die Hand reichen.

In den anschließenden Grußworten nahmen die hochkarätigen Gäste die inhaltliche und spirituelle Nähe und die neue Verbindung gerne auf. „Die Alexianer und das Land Rheinland-Pfalz haben gezeigt, dass sie zusammen der Verantwortung gegenüber den Menschen mit Teilhabebedarf gerecht werden können. Gemeinsam mit Vertretern aus Geschäftsführungen der Alexianer und den Vertretern des MASTD (Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung) ist es gelungen Lösungen zu finden, um den Standort in Cochem zu sichern und somit das Vertrauen und das Zuhause der Bewohnerinnen und Bewohner zu bewahren“, betonte Dörte Schall, Sozialministerin des Landes Rheinland-Pfalz.

Martin Minten, Verbundgeschäftsführer der Alexianer, betonte, wie wichtig es sei, dass die Franziskanerbrüder durch Bruder Michael weiter vor Ort wirken werden: „Sie sind die Klammer zwischen der Vergangenheit und der Zukunft des Klosters.“ Dieser folgerte in seiner Rede, dass Ebernach als Ort der Beziehungen zwischen Menschen erhalten bleiben muss.

Landrätin Anke Beilstein nahm die wirtschaftlichen Themen in den Blick: „Damit bleibt ein bedeutender Arbeitgeber erhalten und zugleich ein zentraler Baustein unserer sozialen Infrastruktur gesichert. Mit den Alexianern übernimmt ein großer und erfahrener Träger die jahrzehntelange wertvolle Arbeit der Franziskanerbrüder in der Unterstützung von Menschen mit Behinderung.“

Prof. Dr. Ingo Proft, Mitglied des Vorstandes der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, merkte an, dass beide Traditionen sich im gleichen Kern treffen: dem Dienst am Menschen in der Nachfolge Jesus Christi.

„Die seit Langem im Kloster Ebernach gelebte intensive Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung wird sicherlich in hervorragender Weise durch die Alexianer Gruppe weitergeführt. Soziale Teilhabe und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit stehen im Mittelpunkt und zeigen die Orientierung am christlichen Menschenbild. Das durfte ich bei Begegnungen in den zurückliegenden Jahren immer wieder erleben“, erinnerte sich Weihbischof Jörg Michael Peters.

Das Schlusswort hatten Dr. Hartmut Beiker vom Stiftungskuratorium der Alexianerbrüder und Erika Tertilt als zuständige Hauptgeschäftsführerin gemeinsam. Beide richteten ihr Augenmerk auf die guten Perspektiven und das stabile Netzwerk, zu dem Mitarbeitende und Bewohner von Kloster Ebernach nun gehören: „Die Geschichte der Franziskanerbrüder endet heute nicht. Die Alexianer nehmen die christliche Tradition dankbar an und setzen sie fort.“

Begleitet von der inklusiven Band „Lisbeth-Singers“ startete das neue Kapitel in der langen Geschichte des Klosters offiziell.

Pressemitteilung Alexianer GmbH

Im Kreise vieler Weggefährten nahmen die Alexianer den symbolischen Schlüssel von Kloster Ebernach aus den Händen der Franziskaner entgegen. Foto: Alexianer / Zittrich

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