Allgemeine Berichte | 08.09.2017

Gemeinschaftsprojekt „Nette-Natur-Weg“ der Eifelvereine Andernach, Polch und Mayen

Alter Weg unter neuem Namen

Große Freude bei den Wanderfreunden: Strecke von Weißenthurm nach Mayen bleibt erhalten

Landrat und Bezirksvorsitzender des Eifelvereins Mayen-Koblenz, Alexander Saftig (links vorne, sitzend), und Innogy-Kommunalbetreuerin Beate Ziegler präsentieren mit Mitgliedern der Ortsgruppen des Eifelvereins die Broschüren für den neuen Nette-Natur-Weg. UBU

Saffig. Fast 90 Jahre lang konnten Wanderfreunde vom Bahnhof Weißenthurm bis zum Marktplatz nach Mayen wandern und sich an rund 35 Kilometer Natur pur erfreuen. Im Zuge der Neuordnung des Wegenetzes des Eifelvereins wurde im vergangenen Jahr der Rhein-Kyll-Weg aus dem Netz der Hauptwanderwege gestrichen – und mit ihm auch das Teilstück, das von Weißenthurm über Miesenheim, Plaidt, Flöcksmühle, Wellig bis nach Mayen führt. Dass ausgerechnet ein solch traditionsreicher Wanderweg wegfallen soll, war für die Ortsgruppen Andernach, Polch und Mayen des Eifelvereins nicht akzeptabel. Zumal er in seinen 90 Jahren an Attraktivität nichts verloren habe. „Unter Federführung des Bezirkswegewartes Wolfgang Reppenhagen haben wir nach einem Weg gesucht, diesen Wanderweg in der bisherigen Form zu erhalten“, betont Landrat und Bezirksvorsitzender des Eifefvereins Mayen-Koblenz, Dr. Alexander Saftig, anlässlich der Vorstellung des neuen Wanderwege-Flyers im Innogy-Regionalzentrum Rauschermühle in Saffig.

„Es gibt wenige Dinge im politischen Leben, die so gelungen sind, obwohl sie zunächst etwas holprig begannen“, lobte Alexander Saftig die Kooperation der Ortsgruppen des Eifelvereins und der Verbandsgemeinden Weißenthurm, Pellenz, Maifeld und der Stadt Mayen, die ihre finanzielle Unterstützung bei der künftigen Betreuung des Wanderweges zusicherten. Da der Weg mit dem Wegfall des „Rhein-Kyll-Weges“ namenlos geworden war, ging es nun darum, dem „Kind“ einen neuen Namen zu geben. Die Qual der Wahl hatten die betreuenden Wegepaten, die sich für die Bezeichnung „Nette-Natur-Weg“ entschieden. Mit diesem Namen sollte der naturverbundene Verlauf des Wanderweges an der Nette kurz und prägnant beschrieben werden.

„Trotz Wegfall der Einstufung als Hauptwanderweg fühlt sich der Eifelverein mit diesem nunmehr nur noch als überregional verlaufenden Wanderweg verbunden“, meint Alexander Saftig. Daher gestattete er ausnahmsweise die Verwendung seines neuen Logos der Hauptwanderwege. Die neuen Markierungszeichen wurden zwischenzeitlich von den Wegepaten möglichst auf der bisher vorhandenen Markierung angebracht. Den Part, der Bevölkerung den „alten“ neuen Weg stärker ins Bewusstsein zu rücken, hat Joachim Rogalski, Vorsitzender des Eifelvereins Mayen, übernommen. So hat er den Flyer „Nette-Natur-Weg“ entwickelt und gestaltet, der den 35 Kilometer langen Weg aufzeichnet und auf die an der Strecke liegenden interessanten Punkt hinweist. Besonders froh ist Joachim Rogalski auch darüber, dass er nicht lange nach einem Partner für die Druckkosten suchen musste. „Ich bin mit meinem Anliegen bei der Firma Innogy sofort auf offene Ohren gestoßen“, freute er, dem der Weg mit Geschichte besonders am Herzen liegt, sich.

Ein Wanderweg seit fast 90 Jahren „Im Wandel“

Die Idee zu einem Wanderweg, der Mayen mit dem Rhein verbindet, wurde in den 1920er Jahren von Anton Triacca geboren, dem damaligen Vorsitzenden des Eifelvereins Mayen. Schon kurze Zeit später wurde die Idee in die Tat umgesetzt. 1928 wurde dann ein Teil des sogenannten Bannenweges auf Antrag des Eifelvereins Mayen und mit Genehmigung der Stadt nach Anton Triacca, inzwischen Ehrenvorsitzender, zu dessen 80. Geburtstag in den heute noch bestehenden Triaccaweg benannt.

Am südlichen Ende des Triaccaweges erinnert heute eine in eine Basaltlava-Wand eingelassene Steintafel an dieses Ereignis. In den 1930er Jahren wurde dieser Weg in schwierigem Gelände unter Federführung des Eifelvereins Mayen mit Beteiligung der anliegenden Gemeinden Trimbs, Wellig, Ochtendung und Plaidt über Wernerseck und die Rauscher Mühle an den Rhein fertiggestellt.

Zu diesem Zeitpunkt bestand von Mayen aus nach St. Vith ein weiterer Wanderweg. Der Eifelverein sah diesen Weg als Verlängerung des neu geschaffenen Weges von Weißenthurm an und verband sie später als Rhein-Kyll-Weg zum Hauptwanderweg Nummer 14 des Hauptvereins von Weißenthurm nach Kronenburg. Im Zuge der Neuordnung des Wegenetzes Eifelvereins im Jahre 2016 wurde der Rhein-Kyll-Weg aus dem Netz der Hauptwanderwege gestrichen und somit auch das Teilstück des Weges von Weißenthurm nach Mayen.

Nach Ansicht der diesen Wegabschnitt betreuenden Eifelvereine-OG Andernach, Polch und Mayen, sollte dieser durch das schöne Nettetal und dessen Naturschutzgebiet mit schützenswerter Flora und Fauna verlaufende Weg im Interesse der Bevölkerung erhalten bleiben. Dank guter Zusammenarbeit der Eifelverein-Ortsgruppen sowie deren Verbandsgemeinden und der Stadt Mayen ist es gelungen, das attraktive Teilstück auch künftig für die Wanderfreunde zu erhalten.

So schließt sich wieder der Kreis seit der Entstehung des Wanderweges. Er ist wieder so, wie er in den 1930er Jahren war und so – wenn auch in zeitgemäßer Form – soll er unter dem neuen Namen „Nette Natur-Weg“ in Zukunft erhalten bleiben. Weitere Informationen unter www.eifelverein.mayen.de.

Der Wanderweg führt auch durch den Nette Park Rauscher Mühle in Plaidt.

Der Wanderweg führt auch durch den Nette Park Rauscher Mühle in Plaidt.

Landrat und Bezirksvorsitzender des Eifelvereins Mayen-Koblenz, Alexander Saftig (links vorne, sitzend), und Innogy-Kommunalbetreuerin Beate Ziegler präsentieren mit Mitgliedern der Ortsgruppen des Eifelvereins die Broschüren für den neuen Nette-Natur-Weg. Fotos: UBU

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