Allgemeine Berichte | 19.02.2026

Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers hält Rückblick

Die Originale der ganzfigurigen Skulpturen stehen derzeit in den Fensternischen von Schloss Engers. Die Duplikate sollen wieder an ihre ursprünglichen Plätze auf den Torhäuschen von Schloss Engers.  Foto: Heinz Mohr

Engers. In seiner Jahresabschlusssitzung hielt Vorsitzender Josef Kretzer Rückblick auf die geleistete Arbeit. Er konnte dabei feststellen, dass es bisher eine sehr erfolgreiche Zeit war und viele der geplanten Projekte bisher umgesetzt werden konnten.

Anstrahlung Grauer Turm

Hierdurch wurde die Engerser Rheinfront deutlich aufgewertet und damit das Bauwerk ins rechte Licht gesetzt für die Besucher der ‚Rheinanlagen und für die vorbeifahrenden Gäste auf den Ausflugsschiffen.

Zuweg zum Rheinsteig

Dieser Premiumwanderweg hat einen großen Zulauf, jedoch mit dem Nachteil für Neuwied, dass er sich ab Feldkirchen so weit in den Westerwald bis Rengsdorf vom Rhein entfernt und Neuwied damit weiträumig umgeht. Diesen Nachteil auszugleichen hatte sich der Arbeitskreis mit dem Rheinsteigbüro in Koblenz in Verbindung gesetzt und von dort die Zusage erhalten, zwischen Feldkirchen, am Rhein entlang bis Engers und von dort nach Sayn, einen sog. Zuweg einzurichten, um Wandergäste nach Neuwied und Engers zu bringen. Zwischenzeitlich ist in Feldkirchen auf diesen Zuweg ein Hinweisschild aufgestellt, dass die Wandergäste auf dem viel kürzeren Zuweg in Sayn wieder auf den Rheinsteig bringt und damit auch Wandergäste nach Neuwied und Engers.

Schrottimmobilie Puth

Der Arbeitskreis hat es erreicht, dass das Bauamt der Stadt Neuwied den Eigentümern die Auflage erteilt hat, die dort ausgeführten ‚Schwarzbauten‘ zurückzubauen oder eine Abrissverfügung erlassen wird. Dies hat dann die Eigentümer zum Verkauf veranlasst.

Alte Schlossstraße,Rosenbeete

Um der Straße ein besseres Aussehen zu geben, wurde von dem Arbeitskreis die Bitte an die Stadtwerke gerichtet, die Pflanzbeete mit rosa Buschrosen zu bepflanzen. Es wurde jedoch erwartet, dass die Hauseigentümer oder auch die dort wohnenden Mieter sich um diese Verschönerung etwas kümmerten, z.B. durch entfernen des Unkrauts oder durch eine Wassergabe ab und zu. Etliche sind dieser Bitte nachgekommen, aber nicht alle. Der Arbeitskreis wird sich weiter darum bemühen, dass die Straße ein gutes Aussehen behält.

Skulpturen EhrenhofSchloss Engers

Die Original-Sandstein-Skulpturen dürfen nicht mehr der Witterung ausgesetzt werden. Aus diesem Grunde sind sie auf der Festung Ehrenbreitstein eingelagert. Der Arbeitskreis will jedoch, dass der Ehrenhof wieder seine alte Pracht erhält. Aus diesem Grunde kam es auf auf der Festung Ehrenbreitstein zu einem Gespräch mit dem stallv. Landeskonservator Fritz von Preuschen, dem Wissenschaftlichen Direktor der Villa Musica, Prof. Dr. Karl Böhmer, dem Oberbürgermeister von Neuwied, Jan Einig und den Arbeitskreismitgliedern Anton Krüger und Josef Kretzer. Dort konnte erreicht werden, dass von den Originalen der Skulpturen Duplikate angefertigt werden, die dann wieder auf den Pfosten im Ehrenhof und den Torhäuschen ihre Aufstellung erhalten sollen. Es folgte eine Zeit, in der die Angebote eingeholt wurden, die Finanzierung durch Land und Bund sichergestellt wurde und dann kam die ‚Schuldenbremse‘. Das Projekt, weil noch nicht mit der aktiven Umsetzung begonnen worden war, fiel der Schuldenbremse zum Opfer. Zwischenzeitlich wurde es jetzt wieder in der Förderung aufgenommen und mit den Arbeiten wurde auch jetzt begonnen. Es kann gehofft werden, dass der Ehrenhof von Schloss Engers bald wieder seine ursprüngliche Pracht erhält.

Alte Schlossstraße, Bilderstraße

Nachdem die erste Ausstellung: Bilder der königlich-preußischen Kriegsschule und von 2 Ehrenbürgern, der ehemals selbständigen Stadt Engers gut aufgenommen wurde, ist jetzt die 2. Ausstellung eingerichtet mit Skizzen und Grafiken von Alt-Engers, angefangen von der Zeit als Burg Kunostein noch stand und noch bis in die Neuzeit. Jürgen Müller, Stefan Brink und Norbert Meurer haben es übernommen, die Bilder mit den Erklärungsrähmchen auf und ab zu hängen. – Diese Ausstellungen können fortgesetzt werden von ortsansässigen Vereinen, die über ihre Arbeit berichten wollen. Wir stellen ihnen gern die Rahmen zur Verfügung.

Bänke am Reiler Pütz

Dieser untergegangene Ort Reil, der früher zu Engers gehörte, hatte in seinen Bestandszeiten eine enge Verbindung zu dem damals schon mit einer Stadtmauer befestigten Engers. So sind in Kriegszeiten immer wieder die Reiler nach Engers geflüchtet um hier Schutz zu finden. Auch nach der verheerenden Pest um 1662, als bis auf 5 Familien aus Engers alle verstorben waren, zogen die Reiler nach Engers in die leerstehenden Häuser. An diesem geschichtsträchtigen Ort, von dem nur noch der wieder hergestellte Brunnen vorhanden ist, wurden auf Veranlassung des Arbeitskreises zwei Sitzbänke aufgestellt. In Kürze wird auch an dem Brunnen noch ein informativer QR-Code angebracht.

EU-Förderprogramm LEADER

Seit nunmehr 5 Jahren bemüht sich der Arbeitskreis um die Inanspruchnahme des Förderprogramms der EU. Bisher wurde es von der Stadtverwaltung Neuwied seit 1991 versäumt, dieses Programm für die Neuwieder Stadtteile nutzbar zu machen. Jetzt endlich hat Vorsitzender Josef Kretzer vom Oberbürgermeister Jan Einig die Mitteilung erhalten, dass künftig ab 2028 die Neuwieder Stadtteile mit in dieses Programm einbezogen werden können.

Gedenkstätten

An der Errichtung folgender Gedenkstätten hat sich der vom Arbeitskreis gegründete e.V.: Kultur + Tourismus Engers maßgeblich beteiligt, indem er seine Unterstützung als ‚juristische Person‘ eingebracht hat und die finanzielle Abwicklung übernommen hat: Gedenkstein am Kunosteinplatz für die Opfer des Nationalsozialismus; Plakette für die Ehrenbürgerin von Engers Schwester Edelgard in den Rheinanlagen und den Schiffssplitter vom zerstörten Schiff ‚Kunostein‘ in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße.

Diese erfolgreiche Arbeit will der Arbeitskreis auch künftig für Engers fortsetzen und hierfür sind bereits wieder einige Projekte in der Planung.

Die Originale der ganzfigurigen Skulpturen stehen derzeit in den Fensternischen von Schloss Engers. Die Duplikate sollen wieder an ihre ursprünglichen Plätze auf den Torhäuschen von Schloss Engers. Foto: Heinz Mohr

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