Allgemeine Berichte | 20.04.2020

Seniorenzentrum St. Peter in Mülheim-Kärlich

„Auch mit Mundschutz kann man lachen“

Bewohner und Mitarbeiter freuten sich über unerwarteten Besuch im Außenbereich der Einrichtung

Oswald Senner, Pastor Ehses, Katja Gaeblein und Horst Hohn erfreuten Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums St. Peter.Foto: KH

Mülheim-Kärlich. Bekanntlich besteht in den Senioreneinrichtungen derzeit aufgrund der Corona-Krise ein Besuchsverbot. Nicht nur die Bewohner, sondern auch die Verwandten leiden unter diesem Umstand, gehört Ostern doch zu den wichtigsten Familienfesten im Jahr.

Die Bewohner des Seniorenzentrums St. Peter in Mülheim-Kärlich freuten sich am Oster-Samstag über eine besondere Überraschung. Oswald Senner, Vorsitzender des Fördervereins des Seniorenzentrums, begab sich mit einer traditionellen Osterklapper auf das Außengelände der Einrichtung. „Ostern steht vor der Tür, die Glocken sind nach Rom, deshalb ersetzt die Holzklapper diesen Ton. Wenn auch niemand Euch besuchen kann, wir denken an Euch mit Sang und Klang“, so Senner, der weitere Gäste ankündigte.

Pfarrer Ehses überbrachte den Segen vom Auferstandenen mit Psalmen. Christine Rönz hatte dankenswerterweise eine Osterkerze gemacht, die von dem Geistlichen entzündet wurde. Und Renate Stein spendete die Palmen. „So, wie wir in diesem Jahr Ostern feiern können, war es wohl noch nie. Trotzdem ist das österliche Bekenntnis immer noch in Geltung: Christus ist da!“, so Pfarrer Ehses.

Ausscheller Lindemann

Nach dem religiösen gab es auch einen weltlichen Teil. „Genauso, wie dieses Seniorenzentrum zur Stadt gehört, gehört auch der Ausscheller Lindemann zu Mülheim-Kärlich. Wir freuen uns, dass er uns zum Fest der Hoffnung und Freude auch einige heitere Bekanntmachungen vortragen wird“, so Oswald Senner.

Das „lebendige Denkmal“ Lindemann, das normalerweise vor dem Rathaus Gästegruppe aus Nah und Fern begrüßt, berichtete aus einer Ratssitzung, in welcher kuriose Beschlüsse gefasst wurden. So zum Beispiel von der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges. „Der Rat hat auch beschlossen, was mit dem alten Fahrzeug passiert: Es soll zukünftig nur noch bei Fehl-Alarmierungen eingesetzt werden“. Passend zur Corona-Krise trug er auch eine passende Weisheit vor: „Gebt Eurem Humor bitte keine Ausgangssperre. Auch mit Mundschutz kann man prima lachen. Und der Humor ist in dieser schwierigen Zeit besonders wichtig“, so Horst Hohn in der Figur des Ausschellers.

Charmant unterstützt wurde er hierbei vom „Schattenmorellchen“ (alias Katja Gaeblein), die zum Abschluss des Vortrags zwei wichtige Botschaften mit großen Buchstaben auf den Boden legte: „Frohe Ostern“ und „Bleibt gesund!“

Die mit dem notwendigen räumlichen Abstand im Außenbereich vorgetragenen Beiträge von Oswald Senner, Pfarrer Ehses, „Schattenmorellchen“ Katja Gaebelein und dem Ausscheller Horst Hohn wurden von den Bewohnern mit Applaus bedacht. Gerne gaben die vier Akteure das Lob an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenzentrums weiter, die nicht nur in der derzeitigen Krise, sondern tagein tagaus mit der Pflege der Senioren eine wichtige Aufgabe wahrnehmen.

KH

Oswald Senner, Pastor Ehses, Katja Gaeblein und Horst Hohn erfreuten Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums St. Peter.Foto: KH

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Wir helfen im Trauerfall
Wohnträume
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Sachbearbeiter (m/w/d)
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
491

Buchholz. Am Sonntag, dem 22.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit zwei toten und einem verschwundenen Damwild aus dem Gemeindegebiet Buchholz, Verbandsgemeinde Asbach (Kreis Neuwied) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Jan Erik-Burkard (Leiter Unternehmenskommunikation & Events der VR Bank RheinAhrEifel) mit den Bewerbern, sowie Gewinnern des bundesweiten Vereinswettbewerbs „Sterne des Sports“ 2025.
4

Der bundesweite Vereinswettbewerb für gesellschaftliches Engagement

Bewerbungsstart für „Sterne des Sports“ 2026

Region. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rufen Sportvereine zur Teilnahme am bundesweiten Vereinswettbewerb „Sterne des Sports“ auf.

Weiterlesen

Maria Ginzler. Foto: privat
528

Die gebürtige Heimersheimerin hat sich im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Kreis Ahrweiler: Große Trauer um Maria Ginzler

Region. Nach kurzer Krankheit starb Maria Ginzler im Alter von 97 Jahren am Samstag, 11. April im Krankenhaus Mayen. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz hat sich die gebürtige Heimersheimerin im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Weiterlesen

Von links: Ortsvorsteher von Miesenheim, Stefan Kneib, gemeinsam mit Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Christian Greiner.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Elline Köckritz
20

Stadt Andernach verbessert Infrastruktur für Pendlerinnen und Pendler in Kooperation mit der Deutschen Bahn

Einfach umsteigen: Neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof Miesenheim

Andernach. Die Stadt Andernach hat im Stadtteil Miesenheim eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof errichtet. Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn umgesetzt und stellt einen wichtigen Baustein für die Förderung nachhaltiger Mobilität dar.

Weiterlesen

Daueranzeige 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Jörg Schweiss
Imageanzeige - Dauerauftrag
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige KW 15
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Blütenfest
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
online Anzeige Konekt Wirges