Allgemeine Berichte | 19.11.2017, 13:45 Uhr

Eifelverein Remagen

Auf der zweiten Sprosse der Eifelleiter

Teilnehmer der Wanderung erlebten ereignisreiche Tour nach Kempenich

An einem Flurkreuz von 1668 im Kempenicher Wald. privat
61

Remagen. Stimmt es, dass Kormorane nur fliegen können, wenn sie zuvor ihre weiten Schwingen in der Luft ausgebreitet und getrocknet haben? Gleich oberhalb Niederzissen kamen die Remagener Eifelfreunde auf der zweiten Etappe des Wanderweges „Eifelleiter“ wieder einmal an dem ihnen vertrauten Naturparadies Roddermaar vorbei. Und wieder saßen die fast gänsegroßen Kormorane dort auf ihren angestammten Pfählen im See. Diesmal aber hatten sie ihre nassen Flügel im Nieselregen eng an den Körper geschmiegt. Würden sie also gar nicht fliegen können? Und ob: Wie auf ein Kommando führten alle sechs plötzlich ihre Flugkünste vor. Mitten im Wald entdeckten die Wanderer ein steinernes Flurkreuz von 1668. Sicher stand es bei seiner Errichtung auf freiem Feld. Jahrhundertelang wollte die Eifeler Bevölkerung nicht energieautark sein, sie musste es vielmehr und Holz war der einzige Energielieferant. Schließlich war fast die ganze Eifel kahl und die kargen Böden brachten nur kümmerliche Erträge. Die Wiederaufforstung der Eifel begann erst vor 200 Jahren. Eine Waldlichtung entpuppte sich bei näherer Betrachtung als Trasse der vor Jahrzehnten dort in mehreren Metern Tiefe verlegten Pipeline für Mineralölprodukte. Von Köln-Godorf führt sie nach Ludwigshafen. Die Natur hat längst Frieden geschlossen mit diesem Eingriff, ein abwechslungsreiches Biotop ist dort entstanden. Nur der Aufwuchs großer Bäume wird nicht geduldet.

Der Erlebniswald Steinrausch wurde durchquert. Kinder können auf einem 2-km-Rundweg spielend lernen, wie sich das Alter von Bäumen oder deren Höhe bestimmen lässt, welche Tiere und Pflanzen zu beobachten sind und was sich aus den Steinen eines ehemaligen Steinbruchs ablesen lässt. Am Waldausgang lag Kempenich vor den Wanderern. Erstmals wird der Ort 1093 urkundlich erwähnt, doch ist er sicher noch viel älter.

An einem Flurkreuz von 1668 im Kempenicher Wald. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Kokubu - 14.01.27
Dauerauftrag
Titelanzeige Remagen
Martinsmarkt in Adendorf
Martinsmarkt Adendorf
Kursangebote 2. Semester
Titel-Anzeige
Weitere Artikel
50 ehrenamtlichen Ordnern
364

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen

In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1711

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen