Allgemeine Berichte | 04.02.2020

Das DRK-Auslandshilfeteam des Kreisverbandes Ahrweiler fuhr nach Luts‘k in die Ukraine

Bekleidung und Sachspenden

Das DRK- Auslandshilfeteam mit seinen Gastgebern.Foto: Heinz Gasper

Region. Anfang des Jahres führte das DRK-Auslandshilfeteam des Kreisverbandes Ahrweiler einen weiteren Hilfsgütertransport nach Luts‘k in die Ukraine durch. Mit vier Transporteinheiten, darunter einem Sattelzug, (die Zugmaschine größtenteils mit Spendengeldern finanziert, der Auflieger wurde von der Firma Dreimüller kostenlos zu Verfügung gestellt), beladen mit insgesamt 25 Pflegebetten, neun ärztlichen Personenwaagen, 20 Matratzen, drei Operationstischen (Spende der Klinik Dr. Bauer) , vier Patientenliftern, acht Rollstühlen, 43 Rollatoren, elf Schultische, 18 Schulstühle, eine Waschmaschine, eine Geschirrspülmaschine, 21 Toilettenstühlen, diversen med. Kleingeräten, 1.725 kg Erwachsenen- Windeln (zum größten Teil gestiftet vom Medi-Center-Mittelrhein in Koblenz), 2.950 kg Bekleidung, 600 kg Bettwäsche und 250 kg Arztkleidung machte sich das Auslandshilfeteam auf die Reise. Es wurden ein LKW 7,5 t mit 10 t- Anhänger, ein Sattelzug, 40 t, ein MTW mit PKW- Tandem- Anhänger 2,0 t und einen MTW eingesetzt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich, außer dem Sattelzug, um DRK-eigene Fahrzeuge. Die Fahrt führte die zwölfköpfige Mannschaft über Görlitz, Breslau, dann südlich von Lodz, durch Radom um Lublin herum an die polnisch- ukrainische Grenze und dann weiter über Kovel nach Luts‘k, der Hauptstadt des Oblast Wolhynien. Die Fahrtstrecke beträgt etwa 1.600 km. Während des Aufenthalts besuchte das Team zunächst die städtische Feuerwehr in Stara Vyshivsk im Norden des Oblasts. Dort wurden sechs komplette Bekleidungsausrüstungen von deutschen Feuerwehrkameraden übergeben, die inzwischen ausgeschieden sind. Während des Abendessens wurden dem Team ukrainische Volksweisen und Weihnachtslieder vorgetragen. An einem weiteren Tag wurde eine Schule mit über 800 Schülern in Kamin-Kashyrsk ebenfalls im Norden von Wolhynien besucht. Außerdem besuchten die DRKler anschließend eine kleinere Schule im Dorf Rakiv Lis. Beide Schulen erhielten Schulmöbel und Tafeln. Die Schulkinder gaben zum Abschluss ein Konzert, worauf das Team Süßigkeiten verteilte. Bei einem Abendessen in der Technischen Universität von Luts’k wurde das Team von „Sternsingern“ begrüßt, die Weihnachtslieder sangen und die Weihnachtsgeschichte darboten. In der Ukraine feiert man die orthodoxe Weihnacht am 7. Januar. Außerdem wurde ein großes Sozialzentrum in Kovel besucht. Dort ist eine Kleiderkammer für Bedürftige eingerichtet. Über jede Ausgabe wird Buch geführt. Von dort werden auch Soldaten, die im Osten kämpfen, und deren Angehörige mit Lebensmitteln, medizinischen Hilfsmitteln und Bekleidung versorgt. Den letzten Tag verbrachte man im Sanatorium „Lisova Pisnia“ nördlich von Shats’k. Bei einem Gespräch mit der Landespräsidentin des Roten Kreuzes in Wolhynien, Valentina Pryshko, erfuhr das Team, dass es zurzeit arge Probleme bei der Freigabe der Materialien durch den Zoll gäbe. Wie bei jedem Aufenthalt war das aktuelle Programm so gestaltet, dass Einrichtungen besucht wurden, in denen ehemals mitgebrachte Güter und Bekleidung zu sehen sind, um den Bedarf an Hilfsgütern zu ermitteln. Der Aufenthalt vor Ort dauert meistens sechs Tage. Das Auslandshilfeteam führt künftig jährlich drei Transporte nach Luts’k in die Ukraine durch. Die Transporte nach Bosnien und Herzegowina ruhen zurzeit, da die Zollgebühren den finanziellen Rahmen sprengen. Für die Koordination aller Transporte zeichnen Werner Borchert, vom DRK- Kreisverband Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 97 80 15 und Bernd Schricker, Ortsvereinsvorsitzender des DRK Weibern und verantwortlicher Leiter der Auslandshilfe im DRK- Kreisband Ahrweiler, Tel. (0 26 55) 25 36. Die gesammelten Güter werden in einem Lager in Ahrbrück, welches die Brohler Wellpappe kostenlos zur Verfügung stellt, zwischengelagert. Ein weiteres Lager befindet sich in Kempenich. Wer die Arbeit der Auslandshilfe finanziell unterstützen möchte, kann die Überweisung der Spende auf das Konto des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler bei der Kreissparkasse Ahrweiler IBAN DE42577513100000800029 mit dem Verwendungszweck „Auslandshilfe“ vornehmen. Aus logistischen Gründen werden die Spender von Bekleidung gebeten, diese in Kartons zu verpacken, damit sie im Lager und beim Transport fachgerecht gestapelt werden können. Etwa fünf Tage vor dem Transport werden die Güter bis auf wenige Ausnahmen auf DRK-eigene Lkw und Anhänger verladen. Die Spender der Güter können nach vorheriger Absprache diese zum DRK-Ortsverein Weibern bringen. Falls dies jedoch nicht möglich ist, können die Güter, ebenfalls nach vorheriger Absprache, beim Spender abgeholt werden. Der nächste Transport findet erst Anfang Oktober 2020 statt.

Das DRK- Auslandshilfeteam mit seinen Gastgebern.Foto: Heinz Gasper

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Rund ums Hause Mayen/Mendig
fit für`s Alter?
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Anzeige KW 14
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
18

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Die Erwachsenengruppe ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.  Foto: privat
25

Remagen. Die Magic Dancers Remagen sind ein traditionsreicher Verein mit Herz, Leidenschaft und einer besonderen Geschichte. Gegründet im Jahr 1993, gingen sie ursprünglich aus einer Aerobic-Gruppe hervor. Über die Jahre entwickelten sie sich stetig weiter und sind seit 2025 als eigenständiger Verein organisiert. Heute stehen die Magic Dancers für Gemeinschaft, Kreativität und tänzerische Vielfalt – und das generationenübergreifend.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
873

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
439

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Titel
Schulze Klima -Image
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Unterstützeranzeige