Allgemeine Berichte | 07.12.2020

Virtuelle SBR-Mitgliederversammlung im Zeichen der Pandemie

Corona: Sport fordert von der Politik mehr Gehör

Satzung geändert - Neue Strukturen in der Diskussion

Die SBR-Mitgliederversammlung wurde wegen der Corona virtuell durchgeführt. SBR-Präsidentin Monika Sauer bei ihrer Eröffnungsrede. Foto: SBR

Region. Mit Tatkraft und Zuversicht will der Sportbund Rheinland (SBR) die Folgen der Corona-Pandemie meistern. Auf der virtuellen Mitgliederversammlung mit rund 180 Teilnehmern forderte SBR-Präsidentin Monika Sauer die Landesregierung auf, den Sport künftig in die Entscheidungsprozesse über Beschränkungen und Lockerungen frühzeitig einzubeziehen. Nur so könne kurz- und mittelfristige Planungssicherheit im Sportbetrieb gewährleistet werden.

Gleichzeitig mahnt Sauer aber auch die Vertreter der Vereine und Verbände zur Besonnenheit im Umgang mit der Krise: „Es ist nicht hilfreich, nur Lockerungen zu fordern, indem wir behaupten, dass die Risiken im Bereich des Sportes klein sind. Wir müssen dazu kommen, überschaubare und besonders risikoarme Formen des Sportbetriebs konkret zu benennen. Wir müssen aber auch bereit sein, auf risikoreiche Formen in einer ersten Phase der Wiederaufnahme des Sportbetriebes zu verzichten“, sagte Sauer mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate. Der eingeschlagene Weg des Sportbundes Rheinland zur Bewältigung der Krise sei es, die „gesamtgesellschaftlich erforderlichen Beschränkungen“ auch im Sport mitzugehen.

Kritisch setzte sich die SBR-Präsidentin mit dem Corona Rettungsschirm des Landes für Vereine auseinander. Der drei Millionen Euro starke Rettungsschirm sei wegen hoher Hürden nur zu zehn Prozent in Anspruch genommen worden. Im SBR seien - Stand Ende November - lediglich insgesamt 60.000 Euro für zwölf Vereine bewilligt worden. „Der Sportbund Rheinland hatte sich von Beginn an für andere Regeln in der Umsetzung eingesetzt. In einigen unserer Nachbarbundesländer werden solche Programme, wie wir sie uns für Rheinland-Pfalz wünschen, umgesetzt“, sagte Sauer. Aktuell sei man in „vielversprechenden Verhandlungen“ mit dem Innenministerium, die Förderbedingungen den tatsächlichen Erfordernissen der Vereine anzupassen.

Den 3050 Sportvereinen im Rheinland sicherte Sauer weiterhin eine uneingeschränkte Unterstützung zu. „Der Sportbund Rheinland kann in etwa mit den vor Corona geplanten Mitteln wirtschaften. Wir haben keinerlei Hilfen erhalten, die wir weitergeben könnten, wir haben aber auch keine allzu hohen Einnahmeausfälle“, sagte Sauer. So wird der Sportbund Rheinland im kommenden Jahr mit rund 7.6 Millionen wirtschaften. Der entsprechende Beschluss erfolgte mit großer Mehrheit und verschafft Rechtssicherheit im Umgang mit den Geldern.

So kann der rheinland-pfälzische Sport erstmals nach 20 Jahren auf mehr Geld vom Land in Höhe von 1,35 Millionen Euro bauen. Dies kündigte Sportminister Roger Lewentz den Delegierten in einer Videobotschaft an. Dazu sagte die SBR-Präsidentin: „Die Zusagen von Minister Lewentz spiegeln nur einen Teil unserer wichtigen Anliegen wider und sie dürfen keine einmaligen Aufwüchse im Wahljahr bleiben. So ist mit den 100.000 Euro, die es landesweit im Bereich Digitalisierung gibt, nur ein kleiner Anfang gemacht. Es fehlen weitere Mittel im Bereich der Fachverbände, der Vereine und beim Sportbund selbst.“ Die Sportbünde werden sich, so Sauer, noch vor der Landtagswahl an die im Landtag vertretenen Parteien wenden, konkret die Finanz-Forderungen benennen und im Detail begründen.

Ein Augenmerk richtete Sauer auch auf die Organisationsanalyse, die der Landessportbund und die regionalen Sportbünde in Auftrag gegeben hatten. Ein wesentlicher Bestandteil der Diskussion ist die Übergabe von Verantwortung aus dem Ehrenamt ins Hauptamt. Dazu Sauer: „Auf LSB-Ebene werden wir die Strukturen unserer Dachorganisation so anpassen, dass sie die optimale Wirkung für Vereine und Verbände entfalten. Im Sportbund Rheinland und in den beiden anderen regionalen Sportbünden werden wir sicher ähnliche Wege gehen.“

Außerdem macht sich der SBR weiter fit im Umgang mit Krisensituationen. So ist nun in der Satzung festgehalten, dass die SBR-Organe auch virtuell tagen und in elektronischer Form Beschlüsse fassen können. Ebenso können Präsidiumssitzungen als Video- bzw. Telefonkonferenz oder in kombinierter Form durchgeführt werden.

Abschließend richtete Sauer einen Appell an die Delegierten und blickte dabei zuversichtlich in die Zukunft: „Lassen Sie uns in dieser Krisenzeit zusammenrücken - und dies auf allen Ebenen. Innerhalb der Verbände und innerhalb der Vereine. Halten Sie Ihrem Verein die Treue und kämpfen Sie um jedes einzelne Mitglied. Gemeinsam werden wir diese Krise meistern.“

Pressemitteilung des

SBR

Die SBR-Mitgliederversammlung wurde wegen der Corona virtuell durchgeführt. SBR-Präsidentin Monika Sauer bei ihrer Eröffnungsrede. Foto: SBR

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