DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.
DRK beschafft Pflegepuppe zur Verbesserung der Pflegekräfte-Ausbildung
Dummy ermöglicht viele realistische Übungsmöglichkeiten - Verwendung auch im Lehrgang „Krankenpflege in der Familie“
Kreis Ahrweiler. Fast alle volljährigen Mitbürger kennen Übungspuppen für die Herz-Lungen-Wiederbelebung von ihrem Rotkreuzkurs, den sie für den Führerscheinantrag benötigen. In der Ausbildung des Rettungsdienstpersonals werden technisch ausgefeiltere Modelle verwendet, um realistische Notfallszenarien üben zu können. Seit Monatsanfang verfügen auch die Pflegeprofis vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Ahrweiler e.V. über ein speziell für die Krankenpflege konzipiertes Modell. „Eine solche Übungspuppe ist eine wunderbare Ergänzung zur schulischen Ausbildung unserer Auszubildenden in der Altenpflege. In der Schule erlernte Tätigkeiten, die in der täglichen Pflege nicht oft angewendet werden, können an der Puppe intensiv bis zur sicheren Beherrschung geübt werden“, erklärt Altenpflegerin Ines Schumacher, die im PflegeService des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler e.V. als Praxisanleiterin in der Altenpflegeausbildung tätig ist. Das neue Übungsphantom wird nicht nur für die Berufsausbildung der Auszubildenden in der Altenpflege eingesetzt. Fachspezifische Fortbildungen der examinierten Pflegefachkräfte können an dem Dummy ebenfalls durchgeführt werden. Mitbürger, die an einem Rotkreuzkurs „Krankenpflege in der Familie“ teilnehmen, wird die „neue Mitarbeiterin“, die vom DRK-Team des Sozialen Servicezentrums Bad Breisig-Brohltal liebevoll „Susi-Simon“ genannt wird, ebenfalls für Übungen zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu den vielfach bekannten Wiederbelebungs-Übungsphantomen aus den Rotkreuzkursen ist „Susi-Simon“ nicht nur ein Torso mit Kopf, sondern ein auf den ersten Blick lebensgroßes, weiblich anmutendes Ganzkörpermodell. Durch das einfache Anbringen männlicher Genitalien kann die Puppe mit wenigen Handgriffen zu einem Mann „umgebaut“ werden. Dadurch bietet das Modell Übungsmöglichkeiten für eine Vielzahl geschlechtsspezifischer Pflegeprozeduren. Aufgrund realitätsnaher Nachbildungen und Bewegungsmöglichkeiten der Extremitäten und des Kopfes der Puppe können verschiedene Lagerungstechniken trainiert werden. Der Puppenkopf ist mit Kunsthaar zum Üben von Kämmen, Waschen und Kopfuntersuchungen ausgestattet. An den jeweils einzeln geformten Fingern und Zehen können erlernte Verbandstechniken vertieft werden. Einige Bereiche des Übungsdummys können ausgewechselt und an plastischen Vorlagen krankheitsspezifische Maßnahmen, wie etwa die Pflege eines künstlichen Darmausgangs, einer Atemkanüle am Hals, spezielle Wundversorgungen, Injektionstechniken, die geschlechtsspezifische Katheterpflege und viele Dinge mehr geübt werden.
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