Allgemeine Berichte | 11.07.2025

Trans Regio fährt Fahrgäste mit der RB 32 bald elektrisch durchs Ahrtal

Das Ziel bleibt ein 20-Minuten-Takt zwischen Ahrbrück und Remagen

Symbolbild.Foto: Pixabay

Ahrtal. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und das Land Rheinland-Pfalz treiben gemeinsam den nachhaltigen Wiederaufbau der Schieneninfrastruktur und die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrsangebots im Ahrtal voran. Mit einem neuen SPNV-Konzept ab Dezember 2025 erhält die Region ein erweitertes und elektrifiziertes Angebot.

Die Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH wird im Zuge des neuen SPNV-Konzepts ab Dezember 2025 die neu konzipierte Linie RB 32 betreiben – die bisherige RB 39 zwischen Dernau und Remagen wird damit ersetzt und das Angebot gleichzeitig ausgeweitet. Der neue Linienverlauf führt dann elektrisch und umsteigefrei bereits von Ahrbrück über Remagen nach Koblenz und weiter bis Boppard. Das Ahrtal erhält damit neben der auch elektrischen betriebenen RB 30 eine weitere direkte Anbindung an die Mittelrheinachse.

Der Verbandsvorsteher des SPNV-Nord Achim Hallerbach, Landrat des Kreises Neuwied, zeigt sich erfreut über die Umsetzung: „Dass wir unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen dennoch ein verbessertes Angebot auf den Weg bringen, ist ein starkes Zeichen für den Nahverkehr im Norden von Rheinland-Pfalz. Mein besonderer Dank gilt allen Projektbeteiligten – insbesondere Trans Regio für die Durchführung dieser zukunftsweisenden Verbindung.“

Landrätin Cornelia Weigand betont die Bedeutung für den Kreis Ahrweiler: „Wir sind sehr froh, dass der Wiederaufbau der Ahrtalbahn nun soweit fortgeschritten ist und künftig elektrisch gefahren werden kann. Das neue Angebot bringt eine echte Verbesserung für die Menschen vor Ort. Als Landrätin bleibe ich aber weiter dran: Wir akzeptieren die getroffene Entscheidung zum jetzigen Taktmodell, weil aus aktuellen finanziellen Gründen nicht mehr möglich ist. Aber unser Ziel bleibt ein 20-Minuten-Takt zwischen Ahrbrück und Remagen – und dies vollelektrisch.“

„Mit der durchgehenden Verbindung nach Koblenz schaffen wir nicht nur Komfort durch umsteigefreie Fahrten, sondern entlasten auch spürbar die stark frequentierte Strecke Remagen-Koblenz“, sagt Henrik Behrens, Geschäftsführer der Trans Regio. „Wir werden in den nächsten Monaten zahlreiche Ausbildungskurse für Eisenbahnberufe anbieten und freuen uns auf Bewerbungen aus der Region.“

Die neue RB 32

Die RB 32 wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 stündlich zwischen Ahrbrück und Remagen sowie im Zwei-Stunden-Takt weiter über Koblenz bis Boppard fahren. Mit diesen Erweiterungen aus den Bestandsverkehren entlastet die Linie die stark frequentierte linke Rheinstrecke und verbessert die Verbindung nach Koblenz und der Mittelrheintalstrecke in RLP. Zum Einsatz kommen moderne Fahrzeuge des Typs MIREO.

„Die elektrische RB 32 ist mit vorhandenen Fahrten der RB 26 südlich von Koblenz eng verknüpft und so dem Verkehrsvertrag Mittelrheinbahn zugeordnet. Damit verkehrt die RB 32 im Ahrtal in der bislang neuen freien Lage eines 20-min-Taktes. Die RB 32 verdichtet im Abschnitt Remagen-Koblenz–Boppard alle zwei Stunden die Leistungen der ebenfalls elektrischen Mittelrheinbahn RB 26“, führt SPNV-Nord-Verbandsdirektor Thorsten Müller aus.

Zielfahrplan und Finanzierungsvorbehalt

Grundlage für den Wiederaufbau des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Ahrtal (Strecke Ahrbrück-Remagen) war mit dem 20-min-Takt ein strategisches Betriebsprogramm, welches die Verbandsversammlung des SPNV-Nord im September 2022 beschlossen hatte. Verbandsdirektor Thorsten Müller: „Die Umsetzung des 20-min-Taktes im Ahrtal wurde von Beginn an unter einen Finanzierungsvorbehalt gestellt, der aktuell greift. Wir suchen aktuell gemeinsam mit DB Regio und dem Land nach finanziellen und technischen Möglichkeiten, einzelne Lagen im 20-min-Takt zu fahren.“

Pressemitteilung SPNV-Nord

Symbolbild. Foto: Pixabay

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