Allgemeine Berichte | 07.05.2024, 10:48 Uhr

Wassersportverein Sinzig

Das kleine, feine Strandfest

Pastor Frank Werner führte die Segnung durch. Foto: privat
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Sinzig. Ein voller Erfolg war die Bootsegnung und der Familiennachmittag des Wassersportvereins Sinzig. Mit zahlreichen Besuchern und vielfältigen Angeboten zeigte sich der Verein, trotz stürmischer Umgebung, von seiner liebenswerten Seite. Manchmal ist es gar nicht so einfach dort anknüpfen, wo man vor vielen Jahren aufgehört hat. Dennoch ist es möglich und manchmal müssen alte Ideen und Traditionen neu gedacht werden.

Das Strandfest des Wassersportvereins Sinzig war jahrzehntelang ein wichtiger Termin für viele Menschen und Kanuten, aus befreundeten Vereinen und in der Region. Durch die Einführung der Wasserschutzzone zwei war das traditionelle Fest in seiner ursprünglichen Form nicht mehr möglich.

Bis zu 20.000 Besucher kamen früher zu der Veranstaltung am Bodenhaus, mit Musik, vielen Darbietungen und ein hohes Maß an Engagement der Mitglieder, war es einst das Highlight des Wassersportvereins.

Die Idee der Kanumesse, die jedes Jahr im Rahmen des Strandfestes stattfand, wurde dieses Jahr in kleinerer und alternativer Form mit einem inklusiven Familiennamen neu belebt und gedacht.

Hier wurde besonders auch auf das Thema Nachhaltigkeit Rücksicht genommen und die Bevölkerung gebeten, per Kanukajak oder Fahrrad oder natürlich auch zu Fuß zu kommen.

Für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Autofahrern wurde ein Shuttleservice eingerichtet, der von einem nahen gelegenen größeren Parkplatz die Besucher abholte.

Für die Kanumesse wurden alle Kajaks des Vereins aus der Halle geholt und natürlich auch die neuen Vereinsboote gesegnet und getauft.

Die Messe war von vorne bis hinten auf das Thema Wasser und insbesondere auch den Leuchtturm, den man manchmal im Leben braucht, ausgerichtet.

Bei der Geschichte der kleinen Schraube wurde betont, wie wichtig es ist, dass es auf alle ankommt und nur, wenn alle zusammenarbeiten, man auch gut ans Ziel kommt.

Die Segnung wurde von den Kindern und Jugendlichen begeistert mit dem Pastor Frank Werner begleitet. Und bei den eigens für diesen Tag formulierten Fürbitten wurde für den Segen der Kanuten, die bei Olympia starten, gebeten, ebenso wie für alle Kanuten, dass diese sicher immer ans Ziel kommen.

Ein besonderes Augenmerk in den Fürbitten und auch im Gottesdienst wurde auf Vielfalt, Inklusion im Kanusport und die Flut im Ahrtal gelegt. Es wurde für Hoffnung und die Kraft gebeten, dass trotz der allgemeinen Entwicklung die Menschen, die Hoffnung nicht verlieren und den Spaß am Wasser wiederzuentdecken und alle den Leuchtturm finden.

Auch die Vizepräsidentin des DKV, Gabriele Koch, und die Beauftragte für Vielfalt, Gabriele Kohler, lasen eine Fürbitte.

Danach startete der Familientag mit dem so genannten Wassertaxi, in denen jeder in einem Zweier mit erfahrenen Kanuten den Rhein entdecken konnte.

Zusätzlich wurden verschiedene Vorführungen der inklusiven Jugend sowie einigen Erwachsenen und Trainer gezeigt.

Ein Spielmobil mit vielfältigen Spielangeboten, Kinderschminken, und ein Stand auf Initiative

von zwei Kindern der inklusiven Jugend, zu Gunsten des Clean River Projects, die schon öfters mit den Kindern, Jugendlichen und Wassahrprojekt Aktionen durchgeführt haben. Das Bastelangebot richtete sich hier auch an alle Interessierten mit UpCycling-Angeboten.

Seit einigen Jahren engagiert sich der Verein und bemüht sich um eine bienen- und insektenfreundliche Bepflanzung. Die Dekoration war auch essbar und wurde hinterher in den Kräuterkanus eingepflanzt.

Der Verein freute sich über zahlreiche Besucher und interessierten und vor allen Dingen auch über den Besuch von befreundeten Kanuten. Für alle steht fest, nächstes Jahr wieder!

Dann wieder unter den Namen „Strandfest, ein wenig anders“ aber wir knüpfen dort an, wo wir aufgehört haben.

Pastor Frank Werner führte die Segnung durch. Foto: privat

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