Waldbreitbacher Franziskanerinnen
Den Menschen wieder Hoffnung schenken
Das Kinderprojekt Madre Rosa darf nach den Weihnachtsferien seine Arbeit wieder aufnehmen
Waldbreitbach. Gute Nachrichten aus dem Kinderprojekt Madre Rosa der Waldbreitbacher Franziskanerinnen im Nordosten Brasiliens: Nachdem das Projekt im Juni 2021 seine Türen für eine geringe Zahl von Kinder öffnen durfte, „können – unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen – nach den Weihnachtsferien wieder 379 Kinder zu uns kommen“, berichtet Schwester Gabriele-Maria Schmidt, die Leiterin des Projektes. „Die Kinder freuen sich riesig darüber.“
Wegen der Corona-Pandemie wurden in Bacabal und Sao Luis Februar 2020 die Schulen und auch das Projekt Madre Rosa geschlossen. Für die Kinder, die meist aus mittellosen Familien und einem schwierigen sozialen Umfeld stammen, waren das schwere Monate, in denen viele von ihnen auch Hunger litten. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie seien verheerend und beträfen in erster Linie die Armen, weiß Schwester Gabriele-Maria. Viele Eltern der Kinder des Projektes arbeiten als Tagelöhner und hatten keine Gelegenheit mehr, Geld zu verdienen. „Brasilien ist in einer miserablen Situation und der Präsident interessiert sich nicht für das Leben der armen Bevölkerung“, betont Schwester M. Wilma Frisch, die Leiterin der Missionsprokur.
In dieser Zeit haben die Schwestern zahlreiche Spenden aus Waldbreitbach erhalten, die es ihnen erlaubten, die Kinder und ihre Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Sie seien unendlich dankbar für die große finanzielle Unterstützung, sagt Schwester Gabriele-Maria. Allerdings sei nicht nur die materielle Armut größer geworden. Viele Menschen, die sie in den Gemeinden treffen, hätten ihre Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt verloren. Deshalb freut sie sich, dass das Kinderprojekt wieder richtig starten kann. Hier bieten die Schwestern Alphabetisierungskurse an, Musikunterricht, Informatik- und Ballettunterricht.
Zusätzlich können die Schwestern jetzt langsam wieder ihre pastorale Arbeit in verschiedenen Gruppen der Pfarreien, in psychologischer Gesprächsbegleitung, in der Berufungspastoral und bei Hausbesuchen aufnehmen. Damit wollen sie die Menschen auch seelisch unterstützen und ihnen wieder Hoffnung schenken.
Pressemitteilung
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