Landesbühne im Neuwieder Schlosstheater stellt Programm vor

Die Spielzeit 2022/23 wird ein Fest

Gegen den deutschen Trend: Die zahl der Abonnenten steigt

25.05.2022 - 13:59

Neuwied. Die Rheinland-Pfälzische Ministerin für Kultur, Katharina Binz sagt zum letzten Theaterspielplan, den Lajos Wenzel für Neuwied vorstellt: „Ende der Spielzeit 2022/2023 heißt es, in der Deichstadt Abschied nehmen von diesem künstlerischen Senkrechtstarter. Doch wer Herrn Wenzel kennt, weiß, dass er in seiner letzten Spielzeit nochmal richtig Gas geben wird.“

Und genau das hat sich das Team um den 43-jährigen Intendanten, der im Sommer 2023 an das Stadttheater Trier wechseln wird, auch vorgenommen. Der Spielplan sei „vielseitiger, musikalischer und prominenter als je zuvor“ verspricht Wenzel.

Klar, dass ein Großteil der zur Verfügung stehenden Spielzeitabos längst ausverkauft sind. „Der Aboverkauf hat uns sehr überrascht und erfreut“, betont Wenzel. Entgegen aller Trends an deutschsprachigen Theatern wurden in Neuwied in den letzten Jahren sogar Abos dazugewonnen. „Die Neuwieder lieben ihr Theater und wir lieben es, Theater für Neuwied zu machen“, beschreibt Wenzel die Situation. Oberbürgermeister Jan Einig lobt denn auch den Spielplan der Landesbühne im Schlosstheater Neuwied „Unterhaltung ist eine Grundvoraussetzung für Theaterkunst. Deren Bedeutung hat Robert Lembke, ein Urgestein der deutschen Fernsehgeschichte, folgendermaßen umrissen: „Unterhaltung bedeutet nicht das Abschalten des Denkapparates, sondern seine anderweitige Nutzung.“ Ministerin Binz ergänzt: „Wer Herrn Wenzel kennt, weiß, dass er in seiner letzten Spielzeit nochmal richtig Gas geben wird. Der nachfolgende Spielplan zeigt eindrucksvoll, wie außergewöhnlich sich die Landesbühne Rheinland-Pfalz unter seiner Ägide künstlerisch entwickelt hat.“ Der Spielplan sei ausgewogen und vielseitig. Publikumsträchtige Uraufführungen stehen neben Klassikern und Stücken, die feinste Unterhaltung versprechen, beschreibt die Ministerin die Neuwieder Erfolgsformel und wendet sich direkt an das Neuwieder Publikum: „Ich bin mir sicher, dass Sie, liebe Theaterfreundinnen und -freunde, Herrn Wenzels letzte Spielzeit zu einem Fest machen werden. Das haben Sie sich verdient, das hat er sich verdient.“

Besonders stolz ist Intendant Lajos Wenzel auf die Uraufführung von Sebastian Fitzeks Roman „Der letzte Tag“ zum Spielzeitauftakt im September. Diese erste Komödie des bekannten Thriller Autoren gehört zu den meistverkauften Büchern des Jahres. Spannend und hochaktuell ist außerdem Rainer Werner Fassbinders Drama „Angst essen Seele auf“ . Musikalisch wird es mit dem Stück „Mein Sohn Ludwig“, das die Landesbühne als Koproduktion mit dem Theater Koblenz zeigt, und dem großen Schlagermusical „Die Currywurstqueen“. Das Stück bringt zu Weihnachten, Silvester und bis zum Neuwieder Currywurst-Festival das Schlosstheater mit Spaß und guter Laune zum Beben. Freunde der klassischen Theaterliteratur kommen bei der Theateradaption von Goethes Briefroman „Werther“ und einer modernen Fassung von Ibsens Emanzipationsdrama „Nora“ voll auf ihre Kosten. Anja Kruse und Ingolf Lück laden zu einer musikalischen Taxifahrt mit dem Titel „Brauchen Sie ne Quittung?“ ein, während Tom Gerhardt als Deutschlands bekanntester „Hausmeister Krause“ zur großen Freude der Zuschauer um den Vorsitz seines Dackelclubs kämpft.

Und auch Kinder und Familien können in dieser Spielzeit einiges erleben. Denn im JUSCH gibt es für jeden Geschmack etwas. Ob das groß besetzte, klassische Familientheaterstück „Das kleine Gespenst“, die prämierte Adaption des Kinderbuchs „Ein Schaf fürs Leben“, das Kindermusical „Petterson und Findus“ oder die Uraufführung von „Aaren und Joyce“ – Groß und Klein werden bestimmt wieder begeistert sein! Zusätzlich sind im Frühjahr 2023 außerdem auch wieder theaterpädagogische Ferienfreizeiten geplant, so dass auch das selbst Theater spielen nicht zu kurz kommt.

Bei den Sonderveranstaltungen können sich Karnevalsjecken auf die neue Auflage von „Das lachende SChlosstheater Teil III“ freuen, bei der Karnevalsprinz Rainer seinen liebgewonnenen Thron mit allen Mitteln verteidigen will. Außerdem bietet die Landesbühne in Kooperation mit der Kleinkunstbühne Neuwied wieder ein buntes Programm verschiedenster „Kleinkünstlerinnen und Kleinkünstler“. So findet zum Beispiel die beliebte Reihe „Kunst gegen Bares“ erstmals im JUSCH statt und wird von Musiker Salomon Hofstötter moderiert. Das Konzept von „Kunst gegen Bares“ ist einfach: Die auftretenden Künstlerinnen und Künstler haben je zehn Minuten Zeit, das Publikum für sich zu gewinnen. Erlaubt ist fast alles, den Genres sind keine Grenzen gesetzt. Das Motto von „Kunst gegen Bares“ ist: Kunst hat einen Wert, denn abgestimmt wird am Ende über Geld, das in Sparschweine für die jeweiligen Personen eingeworfen wird und gleichzeitig die Gage ist.

Ansonsten sind bekannte und (noch) unbekannte Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Kabarett, Comedy und Musik zu sehen. So analysiert Nektarios Vlachopoulus als Slampoet und ehemaliger Deutschlehrer „Das Problem sind die Leute“, Andrea Volk nimmt Büro und den Alltag dort aufs Korn, Thomas Schreckenberger hat herausgefunden „Nur die Lüge zählt“ und Simone Solga verkündet laut: „Ihr mich auch!“ Natürlich dürfen dabei Klassiker wie die immer fix ausverkaufte Ladies Night und der Neuwieder Kleinkunstabend nicht fehlen.

Ab sofort ist der Abo-Verkauf für Alle geöffnet. Um ein Spielzeit- oder Kinderabo zu buchen, können Interessentinnen und Interessenten das Bestellformular über www.schlosstheater.de herunterladen und postalisch oder per Email an die Landesbühne senden. Die Zahl der Abos ist limitiert. Die besten Plätze werden nach Eingang der Bestellung vergeben.

Der Vorverkaufsstart für Einzelkarten für alle Stücke bis Ende 2022 beginnt nach der Spielzeitpause am 16. August 2022 um 10 Uhr.

Pressemitteilung

Schlosstheater Neuwied

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Fotogalerie: Weihnachtsmarkt in Ettringen

Ettringen. Der Weihnachtsmarkt in Ettringen ist schon etwas ganz Besonderes. Zwar nur an einem Tag, dafür aber nicht weniger interessant und mit sehr großem Angebot, viel Liebe zum Detail und dem Besuch des Nikolauses im Flair des Ortes am Hochsimmer. Impressionen aus Ettringen gibt es in unserer Fotogalerie. mehr...

Anzeige
 

VdK Kobern-Gondorf

Keine Weihnachtsfeier

Kobern-Gondorf. Der VdK Kobern-Gondorf hatte gehofft, dass man in diesem Jahr eine Weihnachtsfeier veranstalten könnte. Aller Hoffnungen zum Trotz fand man keinen freien Termin für die Feier. Deshalb lädt der VdK Kobern-Gondorf am 14. Januar um 15 Uhr ins Restaurant May (Moselterrassen) in Kobern-Gondorf zu einem Neujahrsempfang ein. mehr...

Nahwärmenetze Mittelahr

Ministerpräsidentin sichert Finanzierung zu

Kreis Ahrweiler. „Wir werden die Differenz aufstocken und einen Weg finden, wie wir das Geld zu Ihnen bringen“, so wird die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Eröffnung des Wärmenetzes in Marienthal am 20. November in der Rhein-Zeitung zitiert und gibt damit die lang ersehnte Förderzusage für die Nahwärmenetze der beiden Ortsgemeinden Dernau und Mayschoß. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
germät:
Alle Jahre wieder und fast nichts geschieht! Die meisten Fahrräder haben gar kein Licht. Hier ist Schutz für "Alle" aber auch für sich selbst eingefordert. Fahrräder instand setzen und vorführen lassen. Ansonsten passiert hier gar nichts! ...
juergen mueller:
Was sind das für Akten? Ist deren Inhalt maßgebend für Schuld oder Unschuld, für Versäumnisse u. Verfehlungen auch von Frau Dreyer? Die Opposition will weitere Köpfe rollen sehen u. packt ihren altbekannten Vorschlaghammer aus, ohne jedoch (wie hier) konkret zu werden. Ein unfaires, zugleich intrigantes...
G. Friedrich:
Alles fängt im Elternhaus an und die jungen Taugenichtse haben es wohl nicht besser gelernt. Die Quittung der modernen und digitalen Zeit und volles Versagen der Generation XYZ. Was soll noch Gutes in diesem Land wachsen ?...
Service