Allgemeine Berichte | 03.04.2025, 11:48 Uhr

Sizilienaustausch des Gymnasiums im Kannenbäckerland

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen

Beeindruckend für alle war die Fahrt auf den Ätna. Foto: GiK
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Höhr-Grenzhausen. Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen - diesem Rat Johann Wolfgang von Goethes folgten auch in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Kannenbäckerland. Für eine Woche besuchten sie ihre Austauschpartner in Paternò auf Sizilien, die bereits im Dezember das vorweihnachtliche Höhr-Grenzhausen kennenlernen durften.

Nach einem herzlichen Empfang am Flughafen Catania verschwanden alle zunächst in ihren Gastfamilien, um am nächsten Morgen offiziell von Seiten der Schule begrüßt zu werden. Die Schulleiterin des Liceo de Sanctis empfing die Schülergruppe und unterstrich die Bedeutung dieser europäischen Projekte und wünschte allen viel Freude, neue Erkenntnisse und natürlich eine ereignisreiche Zeit auf Sizilien.

Ausdrücklich begrüßte sie den Schulleiter des Gymnasiums N. Breitbach, der die Gruppe zu Beginn begleitete. Nach dem Unterricht wurden die Gäste durch Paternò geführt, wo sie zwar diverse Kirchen, das kleine Zentrum und das normannische Kastell sehen konnten, ihnen der spektakuläre Blick von dort auf den Ätna aber leider verwehrt blieb.

Die Jugendlichen besuchten einige Tage mit ihren Partnern die Schule und lernten dabei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Schulalltags kennen. Sofern kein gemeinsames Programm angesetzt war, entdeckten die Gäste nachmittags das sizilianische Leben, wurden zu Freunden und Familien eingeladen und auch abends trafen sich die meisten noch mit ihren Freunden.

Gleich am Mittwoch ging es jedoch gemeinsam nach Catania, nicht weit gelegen von der Schule in Paternò, wo sie im Rahmen einer Stadtführung sowohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt bekamen – von der Kathedrale der Sant´Agata über den Fischmarkt bis zum griechischen Amphitheater – sowie einige historische Begebenheiten, wie beispielsweise die Heirat von Friedrich II oder weshalb das Wahrzeichen Catanias ein Elefant ist, auf sehr kurzweilige Weise erfuhren.

Beeindruckend für alle war die Fahrt auf den Ätna: Bei strahlender Sonne ging es mit dem Bus hinauf, über erloschene Lavafelder, auf denen noch einige zerstörte, verlassene Häuser stehen. Der Bus fuhr bis zum Refugio Sapienza, von wo es zunächst zu den crateri Silvestri ging, um die man herumlaufen, beeindruckende Bilder machen und bis zur Küste schauen kann. Anschließend kletterten noch alle, die Lust hatten, auf den Hauptkrater, um die crateri Silvestri von oben sehen zu können.

Für den Nachmittag stand Taormina auf dem Programm: Gemeinsam besuchte die Gruppe das antike Theater, von dem man sowohl die Küste, als auch auf den Ätna sehen kann. Niemand konnte sich der Magie dieses Ortes entziehen und einige mussten auch die Akustik des Theaters ausprobieren…

Vor der Rückfahrt hatten die Schüler noch freie Zeit für sich, um sich das Städtchen anzusehen oder etwas zu kaufen. Am Abend hatten zwar viele einen leichten Sonnenbrand, aber alle waren glücklich über das Erlebte.

Das Wochenende stand im Zeichen der Familien, in die die Gäste herzlichst aufgenommen und in das sizilianische Leben eingeführt wurden.

Zum Abschluss stand der letzte Schultag an, an dem neben den Unterrichtsstunden auch eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet wurde. Zur Unterhaltung boten einige Schülerinnen der obersten Klasse eine Tarantella dar, ein typisch sizilianischer Tanz, an dem am Ende auch alle Gäste mit einbezogen wurden. Später bekam jeder Teilnehmer ein Zertifikat und es wurde gemeinsam etwas gegessen und gelacht.

Und dann kam der Abschied, der für niemanden leicht war. Abschließend konnten alle Goethe nur recht geben: Diese Reise hat unheimlich viel gelehrt. Aber vor allem sind viele neue Freundschaften geschlossen worden.

Beeindruckend für alle war die Fahrt auf den Ätna. Foto: GiK

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