Sizilienaustausch des Gymnasiums im Kannenbäckerland
Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen
Höhr-Grenzhausen. Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen - diesem Rat Johann Wolfgang von Goethes folgten auch in diesem Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Kannenbäckerland. Für eine Woche besuchten sie ihre Austauschpartner in Paternò auf Sizilien, die bereits im Dezember das vorweihnachtliche Höhr-Grenzhausen kennenlernen durften.
Nach einem herzlichen Empfang am Flughafen Catania verschwanden alle zunächst in ihren Gastfamilien, um am nächsten Morgen offiziell von Seiten der Schule begrüßt zu werden. Die Schulleiterin des Liceo de Sanctis empfing die Schülergruppe und unterstrich die Bedeutung dieser europäischen Projekte und wünschte allen viel Freude, neue Erkenntnisse und natürlich eine ereignisreiche Zeit auf Sizilien.
Ausdrücklich begrüßte sie den Schulleiter des Gymnasiums N. Breitbach, der die Gruppe zu Beginn begleitete. Nach dem Unterricht wurden die Gäste durch Paternò geführt, wo sie zwar diverse Kirchen, das kleine Zentrum und das normannische Kastell sehen konnten, ihnen der spektakuläre Blick von dort auf den Ätna aber leider verwehrt blieb.
Die Jugendlichen besuchten einige Tage mit ihren Partnern die Schule und lernten dabei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Schulalltags kennen. Sofern kein gemeinsames Programm angesetzt war, entdeckten die Gäste nachmittags das sizilianische Leben, wurden zu Freunden und Familien eingeladen und auch abends trafen sich die meisten noch mit ihren Freunden.
Gleich am Mittwoch ging es jedoch gemeinsam nach Catania, nicht weit gelegen von der Schule in Paternò, wo sie im Rahmen einer Stadtführung sowohl die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt bekamen – von der Kathedrale der Sant´Agata über den Fischmarkt bis zum griechischen Amphitheater – sowie einige historische Begebenheiten, wie beispielsweise die Heirat von Friedrich II oder weshalb das Wahrzeichen Catanias ein Elefant ist, auf sehr kurzweilige Weise erfuhren.
Beeindruckend für alle war die Fahrt auf den Ätna: Bei strahlender Sonne ging es mit dem Bus hinauf, über erloschene Lavafelder, auf denen noch einige zerstörte, verlassene Häuser stehen. Der Bus fuhr bis zum Refugio Sapienza, von wo es zunächst zu den crateri Silvestri ging, um die man herumlaufen, beeindruckende Bilder machen und bis zur Küste schauen kann. Anschließend kletterten noch alle, die Lust hatten, auf den Hauptkrater, um die crateri Silvestri von oben sehen zu können.
Für den Nachmittag stand Taormina auf dem Programm: Gemeinsam besuchte die Gruppe das antike Theater, von dem man sowohl die Küste, als auch auf den Ätna sehen kann. Niemand konnte sich der Magie dieses Ortes entziehen und einige mussten auch die Akustik des Theaters ausprobieren…
Vor der Rückfahrt hatten die Schüler noch freie Zeit für sich, um sich das Städtchen anzusehen oder etwas zu kaufen. Am Abend hatten zwar viele einen leichten Sonnenbrand, aber alle waren glücklich über das Erlebte.
Das Wochenende stand im Zeichen der Familien, in die die Gäste herzlichst aufgenommen und in das sizilianische Leben eingeführt wurden.
Zum Abschluss stand der letzte Schultag an, an dem neben den Unterrichtsstunden auch eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet wurde. Zur Unterhaltung boten einige Schülerinnen der obersten Klasse eine Tarantella dar, ein typisch sizilianischer Tanz, an dem am Ende auch alle Gäste mit einbezogen wurden. Später bekam jeder Teilnehmer ein Zertifikat und es wurde gemeinsam etwas gegessen und gelacht.
Und dann kam der Abschied, der für niemanden leicht war. Abschließend konnten alle Goethe nur recht geben: Diese Reise hat unheimlich viel gelehrt. Aber vor allem sind viele neue Freundschaften geschlossen worden.
Weitere Themen
Beeindruckend für alle war die Fahrt auf den Ätna. Foto: GiK
RegioMAGAZIN
Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.
- 30 Tage gratis
- Neue Ausgabe jeden Tag
- Für unterwegs gemacht
Schweres Unwetter im Gebiet der Verbandsgemeinde Bad Breisig:
21.08.: Nach tödlichem Unfall in Waldorf: Verwaltung drückt Mitgefühl aus
Waldorf. In der Ortsgemeinde Waldorf ereignete sich am Abend des 19.08.2026 bei einem der insgesamt 12 Feuerwehreinsätze in der Verbandsgemeinde Bad Breisig ein tragischer Unglücksfall im Zusammenhang mit dem Unwetter, bei dem es zu einem tödlichen Unfall kam. Zwei Spaziergängerinnen suchten bei einer überdachten Sitzgruppe an einem Wirtschaftsweg Schutz vor dem Unwetter, wobei ein dahinter befindlicher Baum entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte.
Weiterlesen
Großer Winzerfestumzug am 6. September
Ahrweiler Weinwochen laden zu Genuss, Musik und Lebensfreude ein
Ahrweiler. Die vier mächtigen Stadttore der historischen Altstadt empfangen die Gäste an den ersten beiden Septemberwochenenden zu den Ahrweiler Weinwochen, dem größten und traditionsreichsten Weinfest des Ahrtals. Zwischen Fachwerkhäusern und lauschigen Gassen verwandelt sich das Städtchen vom 4. bis 6. September sowie vom 11. bis 13. September in eine stimmungsvolle Festmeile voller Genuss, Musik und Lebensfreude.
Weiterlesen
Vor der Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab es in der Stadt Gerüchte um einen „Doppelmord“.
21.08.: Tötungsdelikt in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Rechtliche Hintergründe
Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kreisstadt kam es am 19. August zu einem grausamen Delikt. Ein 55-jähriger Mann und seine 52-jährige Ehefrau wurden leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Beide wiesen erhebliche Stich- und Schnittverletzungen auf und verstarben trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch vor Ort. Dringend tatverdächtig ist der 26-jährige Sohn des Ehepaares, der ebenfalls in der Wohnung lebte und selbst gegen 4 Uhr die Polizei verständigt hatte.
Weiterlesen