Allgemeine Berichte | 20.03.2026

Engagemententwicklerin in Kaisersesch hat offene Ohren für Engagierte

Ehrenamt mit Rückenwind

Gemeindereferentin Stefanie Heinzen.

Kaisersesch. Welches Ehrenamt passt zu mir, wo kann ich meine Stärken einsetzen, um eine Bereicherung für die Gesellschaft zu sein?

Wer bei der Beantwortung dieser Fragen Unterstützung möchte, wendet sich einfach an Stefanie Heinzen.

Die Gemeindereferentin ist seit gut einem Jahr Engagemententwicklerin im Pastoralen Raum Kaisersesch.

„Meine Tage sind sehr abwechslungsreich. Als Erstes checke ich natürlich meine Mails und den Anrufbeantworter. Mir ist es wichtig, mich zeitnah zurückzumelden, denn das ist auch ein Zeichen von Anerkennung und Wertschätzung“, berichtet Heinzen, die ihr Büro im Mehrgenerationenhaus (Bahnhofstraße 47) in Kaisersesch hat. „Als Gemeindereferentin habe ich jahrelang mit kompetenten und hochmotivierten Ehrenamtlichen gearbeitet“, daher sei es ihr ein Anliegen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und sie dazu zu befähigen, ihre Arbeit auch ohne Hauptamtliche wahrzunehmen. „Es geht mir um Mitverantwortung, Partizipation, Loyalität und Transparenz.“ Die Herausforderungen eines Ehrenamtes kennt sie auch aus eigener Erfahrung: Mit einer Freundin trainiert sie zwei Gardegruppen in ihrem Heimatort Alflen. Zudem ist sie auch Lektorin und ihr Mann leitet eine Musikgruppe.

„Ehrenamt soll bereichernd sein und Spaß machen“, betont Heinzen. „Daher ist eine Begleitung wichtig, wenn wir weiterhin gut ausgebildete und motivierte freiwillig Engagierte im kirchlichen Bereich haben wollen – es ist eine Investition in die Zukunft.“ Dafür müsse es feste Ansprechpersonen geben, die eine Art von Anwaltschaft übernehmen, koordinieren und gute Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche schaffen. Diese Bedeutung habe das Bistum Trier erkannt und daher die neuen Stellen im Bereich Ehrenamtsentwicklung in den Pastoralen Räumen konzipiert.

Anerkennung und Wertschätzung

Ihre Arbeit gestaltet sich sehr vielfältig: Bei Konferenzen und Dienstgesprächen bringt sie das Thema „Ehrenamt“ ein, erhält Impulse für ihre Arbeit. „Darüber hinaus treffe ich mich mit Gruppen, die zum Beispiel jemanden suchen, der einmal von außen auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit schaut.“ Zudem plant sie Weiterbildungen und Veranstaltungen, wie ein Dankeschön-Fest für freiwillig Engagierte. „Eine Premiere im Pastoralen Raum Kaisersesch“, sagt Heinzen. Fast 400 Personen wurden eingeladen. „Mehr als die Hälfte ist gekommen“, freut sich Heinzen über die hohe Teilnehmerzahl. „Wir haben viele positive Rückmeldungen zur Veranstaltung erhalten, besonders weil wir Hauptamtlichen uns um alles gekümmert haben: Programm, Stühlestellen, Dekorieren und Bewirtung – für die Ehrenamtlichen war das etwas Außergewöhnliches und für uns war es noch einmal gut zu erleben, wie viel Arbeit so etwas ist.“ Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit.

Kooperation, Vernetzung, Unterstützung

Daneben arbeitet die Engagemententwicklerin auch strategisch. „Es geht darum, ein Qualitätsmanagement aufzubauen, Grundstandards und eine gute Ehrenamtskultur zu entwickeln, zum Beispiel beim Willkommen-Heißen von neuen oder der Verabschiedung von ehemaligen Ehrenamtlichen. Zudem tauscht sie sich mit inner- und außerkirchlichen Kooperationspartnern aus und baut Netzwerke aus. „Zugleich räume ich mir immer Zeiten für individuelle Gespräche ein. Da kommen dann Menschen zu mir, die sich ehrenamtlich einbringen wollen. Dann schauen wir gemeinsam, wo Stärken und Potenziale liegen. Wir suchen dann nach einem passenden Einsatzbereich und wenn ich nichts im Angebot habe, kann ich auch an Kooperationspartner wie den Caritasverband vermitteln.“ Hier habe auf jeden Fall ein Perspektivwechsel stattgefunden. „Früher ging es eher darum, was bzw. wen braucht die Pfarrei; heute schauen wir, was bringt die Person mit, und suchen dann gezielt nach einer Tätigkeit für sie.“ Fragen rund ums Ehrenamt beantwortet sie auch regelmäßig in einer Sprechstunde. „Da ist jeder und jede willkommen. Finanzierung, Werbung für Projekte oder auch der Wunsch nach neuen Anregungen sind dann Themen.“

Stefanie Heinzen hat ein offenes Ohr für Menschen im Ehrenamt und für die Frauen und Männer, die noch auf der Suche nach einem passenden Betätigungsfeld sind.

Zu erreichen ist Stefanie Heinzen telefonisch unter Tel.: 02653-71786-14 oder per E-Mail an stefanie.heinzen@bistum-trier.de.

Im Pastoralen Kaisersesch leben 19.557 Katholik*innen, was 58 Prozent der Bevölkerung entspricht (Stand Dezember 2025). Insgesamt leben im Bistum Trier rund 1.105.000 Katholik*innen; derzeit gibt es bistumsweit 18 Engagemententwickler*innen. Informationen über unterschiedliche Engagementfelder gibt es auf www.weil-mehr-geht.de.

Pressemitteilung Bistum Trier

Gemeindereferentin Stefanie Heinzen. Foto: Stefanie Heinzen

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