Allgemeine Berichte | 11.10.2023

Torsten Dierichs betreibt Traditionsunternehmen in der 5. Generation

Ein Besuch bei Koch´s Waffelbäckerei ist ein Muss auf dem Lukasmarkt

Die Familien waren seit der Gründung immer mit im Einsatz.  Fotos/Repros: Archiv/BS

Mayen. Nun, es war ein Muss und ist immer noch ein Muss für die heutigen Marktbesucher. Denn viele Generationen der Lukasmarktgäste kennen die goldgelbe mit Puderzucker bestreute Köstlichkeit der schmucken Waffelbäckerei, zu Füßen der Genovevaburg, schon aus Jugendtagen, wenn sie mit ihren Eltern oder Großeltern über den Markt schlenderten. Es ranken sich um eine solche „Institution des Guten Geschmacks“, auch oft Erzählungen und Mythen.

„Dies war einst immer ein Verweilen bei der „Weißen Frau“ vom Lukasmarkt“, erzählte uns ein betagter Mayener. Dies war keine andere Persönlichkeit als die liebevoll von allen Familienmitgliedern genannte „Tante Mausi“, die weißhaarige Großtante des heutigen Chefs und die hieß, Frieda Koch. Das waren „Bezugspersonen“, die man kannte, wo man hinging, weil man freundlich bedient wurde. Seit nunmehr 120 Jahren ist das Unternehmen Koch/Dierichs nun in Mayen präsent. Eine lange Zeit in der viele Marktmeister ihren Dienst absolvierten. Auch die bekannten, in der Stadt Mayen dienstschiebenden Polizisten Toni Krutwig und Theo Astor, die korrekt nach der Devise „Wer nicht spurt, fliegt raus“ für Zucht und Ordnung beim Marktgeschehen sorgten.

Rückblick: Alles fing damit an, als der 1828 in Wuppertal-Elberfeld geborene Johann Engelbert Dierichs den Grundstein für die Schaustellerei legte. Als Bäcker hatte er 1854 die Idee, seine Waren auf Märkten und Volksfesten anzubieten. Voller Stolz erzählte Firmenchef Torsten Dierichs unserer Zeitung: „Wir kommen seit 1902 mit unserer Waffelbäckerei zum Lukasmarkt, und heute sind auch unsere Kinder gerne mit dabei. Familienzusammenhalt ist eben ein hehres Gut. Heute geht alles leichter von der Hand. Damals wurde ein Fuhrmann beauftragt mit seinen Pferden unser Geschäft zum Güterbahnhof zu bringen. Dort wurde es verladen, und nach Mayen befördert. Dort wiederum bekam ein Mayener Fuhrmann den Auftrag das Geschäft, mit Pferdegespann, zum Lukasmarkt zu bringen. Das war verständlicherweise sehr mühselig zu handeln.“

Thorsten Dierichs blickt zurück: „Im Jahre 1989 haben wir das Geschäft von meinen Eltern, Dieter und Monika übernommen. Meine Frau und ich sind die vierte und unsere Kinder, Christina und Katrin sogar die fünfte Generation.“ Die Stadt Mayen hatte Kochs/Dierichs Waffelbäckerei sogar im Jahre 2001 für 100-jährige Teilnahme geehrt. Als Dank durften die Waffelspezialisten seitdem ihre Grillhütte auf dem unteren Burgfrieden, neben dem Kettenkarussell, platzieren. Jetzt nun wieder ein Jubiläum: „120 Jahre“ präsent im „Tor zur Eifel“. Kompliment eines Kär-Mayeners: „De Koch´s Waffelbäckerei jehürt zom Lauxmaat, be den Schiewe Kirchturm. Hoffentlech noch rächt lang“.

Unser Tipp: Gleich nach dem Genuss eines Fischbrötchens beim Experten „Bauer“ nebenan, ist dann etwas Süßes fällig. Natürlich wieder eine leckere Waffel von Koch-Dierichs. Denn davon kann man einfach nie genug bekommen.Bernd Schmitz

Der Kirmeswagen mit Bäckerei bei der Verladung.

Der Kirmeswagen mit Bäckerei bei der Verladung.

Der Vater des heutigen Chefs Dieter Dierichs.

Der Vater des heutigen Chefs Dieter Dierichs.

So sieht die Waffelbäckerei Koch - Dierichs heute aus.

So sieht die Waffelbäckerei Koch - Dierichs heute aus.

Die Firmierung mit August Dierichs, die Waffelbäckerei von Thorstens Urgroßopa.

Die Firmierung mit August Dierichs, die Waffelbäckerei von Thorstens Urgroßopa.

Die Familien waren seit der Gründung immer mit im Einsatz. Fotos/Repros: Archiv/BS

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