Allgemeine Berichte | 11.02.2026, 10:13 Uhr

Koblenz würdigt seinen Ehrenbürger

Ein Jahrhundert Valéry Giscard d‘Estaing: Gedenken und Vermächtnis

Die Gruppe besucht den Gedenkstein für Valéry Giscard d‘Estaing in den Rheinanlagen v. l. n. r.: Natascha Cali, Ilona von Oppel, Hubertus Hacke-Dietze, Muriel Marty, Colette Meunier, Pascal Holstegge, Richard Bartolo, Mario Neuneier, Louis Giscard d‘Estaing, David Hennchen, Rebekka Jachmig, Sabrine Hajri.
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Koblenz. Zahlreiche Teilnehmer versammelten sich im historischen Rathaussaal, um den 100. Geburtstag von Valéry Giscard d‘Estaing zu ehren.

Diese Gedenkveranstaltung zielte darauf ab, das politische Wirken und die Bedeutung des im Jahr 2020 verstorbenen früheren französischen Staatspräsidenten ins Gedächtnis zu rufen.

Giscard d‘Estaing, der von 1974 bis 1981 als französischer Präsident amtierte, gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten der europäischen Geschichte.

Sein Einsatz für ein geeintes, friedliches und demokratisches Europa war wegweisend, insbesondere im Kontext der Nachkriegsgeneration. Seine Kindheit in Koblenz, wo sein Vater als französischer Verwaltungsbeamter tätig war, prägte sein Verständnis für Deutschland sowie die deutsch-französischen Beziehungen positiv. Die Stadt Koblenz verlieh ihm 2006 die Ehrenbürgerwürde in Anerkennung seiner Verdienste.

Zu der Feierstunde kamen zahlreiche Gäste, darunter Vertreter der örtlichen Politik, Mitglieder des Freundschaftskreises Koblenz-Nevers, der stellvertretende französische Generalkonsul Jérémie Peyron, sowie Louis Giscard d‘Estaing und die Stadträte Colette Meunier, Muriel Marty und Richard Bartolo aus Nevers.

Oberbürgermeister David Langner hob in seiner Rede die Vorbildfunktion Giscard d‘Estaings hervor, dessen Mut und Dialogbereitschaft entscheidend für ein vereintes und stabiles Europa sowie die deutsch-französische Freundschaft waren. Louis Giscard d‘Estaing stellte die Arbeit der Fondation Valéry Giscard d‘Estaing vor, die das Erbe seines Vaters fortführt und das europäische Bewusstsein stärken soll.

Die Veranstaltung diente als Plattform für Erinnerung, Dank und Wertschätzung der politischen Leistungen Giscard d‘Estaings. Musikalische Beiträge kamen von der 6. Französisch- und Musikklasse des Gymnasiums auf der Karthause sowie von Sieglinde Karges und Johanna Kwam.

Am nächsten Tag unternahmen die Gäste einen Stadtrundgang zu Ehren von Valéry Giscard d‘Estaing, bei dem sie einen Gedenkstein vor seinem Geburtshaus in Koblenz besuchten. BA

Oberbürgermeister David Langner mit Louis Giscard d‘Estaing.

Oberbürgermeister David Langner mit Louis Giscard d‘Estaing. Foto: Michael Jordan

Die Gruppe besucht den Gedenkstein für Valéry Giscard d‘Estaing in den Rheinanlagen v. l. n. r.: Natascha Cali, Ilona von Oppel, Hubertus Hacke-Dietze, Muriel Marty, Colette Meunier, Pascal Holstegge, Richard Bartolo, Mario Neuneier, Louis Giscard d‘Estaing, David Hennchen, Rebekka Jachmig, Sabrine Hajri. Foto: Stadt Koblenz/ Sabrine Hajri

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