„Pfarrarchiv Weißenthurm“ Heft 14 erschienen
Ein Venezianer in Weißenthurm
Die Mosaiken des Antonio Gobbo für die Dreifaltigkeitskirche
Weißenthurm. Vor 115 Jahren kam er nach Weißenthurm: Antonio Gobbo. Gobbo war Mosaikkünstler. Im April 1902 setzte er das monumentale Mosaik des Erzengels Michael an die Turmfassade der Weißenthurmer Pfarrkirche. Im Inneren von St. Trinitatis, für die Kommunionbank, vier weitere Mosaiken aus seiner Hand. Bilder von Heiligen, die ganz besonders mit der Eucharistie verbunden sind. Der Entstehung der Weißenthurmer Mosaiken und der Person Gobbos widmen sich in Heft 14 der Schriftenreihe „Pfarrarchiv Weißenthurm“ Herausgeber Helmut Schneider und Dirk Hamann.
Antonio Gobbo war von Venedig nach Kevelaer gezogen. Seine Familie hatte er 1899 nachgeholt. Wenig später verlegte er Wohnung und Werkstatt nach Köln. Es ist ein Glücksfall, dass sich seine Arbeiten für Weißenthurm erhalten haben.
Der Hl. Michael am Kirchturm und die Halbfigurenbilder der Heiligen Clara von Assisi, Juliana von Lüttich, Thomas von Aquin und Norbert von Xanten - nach der Liturgiereform 1970 an den Hochaltar versetzt - sind Höhepunkte kirchlicher Kunst um 1900. Gobbos Hauptaugenmerk richtete sich neben technischer Perfektion vor allem auf feinste Farbnuancen und die Lichtwirkung seiner Mosaiken. Erhältlich ist das Heft im Pfarrbüro Weißenthurm. Der Reinerlös kommt dem Orgelförderverein zwecks Restaurierung der historischen Klais-Orgel zugute.
Die Hl. Juliana.
