Ein emotionaler Appell aus dem Ahrtal:
Ahrtalbahn: Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer schlagen Alarm
Ahrtal. Im Ahrtal regt sich Unmut. Die Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer der DB Regio aus Remagen und Kreuzberg schlagen in einem offenen Brief an die Landesregierung Alarm. Anlass ist die geplante Neuausrichtung des Bahnverkehrs auf der Ahrtalbahn, insbesondere die Abbestellung der Linie RB 39 und die geplante Neuvergabe an ein anderes Eisenbahnunternehmen. Die Beschäftigten, viele von ihnen selbst von der Flutkatastrophe 2021 betroffen, fürchten um ihre Arbeitsplätze – und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.
Der Brief, der sich an Ministerpräsident Alexander Schweitzer sowie die Ministerinnen Daniela Schmitt und Katrin Eder richtet, ist ein dringender Appell an die politischen Entscheidungsträger: Nach dem Wiederaufbau der Ahrtalbahn sollen weiterhin Dieselzüge verkehren, kritisieren die Bahnmitarbeiter. Besonders empört sie jedoch, dass ein anderer Betreiber anstelle der DB Regio den Betrieb der Linie übernehmen soll, obwohl sie selbst jahrelang unter schwierigen Bedingungen den Betrieb aufrechterhielten.
„Ist es politischer Wille, dass wir nach den Strapazen der Flut jetzt auch noch unsere Arbeitsplätze verlieren?“, heißt es in dem Schreiben. Betroffen seien vor allem die Standorte Remagen und Kreuzberg. Letzterer soll ganz aufgelöst werden.
Die Antwort aus Mainz
Die Reaktion von Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Katrin Eder ließ nicht lange auf sich warten. In einem mehrseitigen Antwortschreiben betont sie die Dankbarkeit der Landesregierung für den Einsatz der Bahnmitarbeiter nach der Flut. Gleichzeitig verweist sie auf rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen: Der Zweckverband SPNV-Nord sei für die Vergabe der Linien zuständig.
Zur Frage des Dieselbetriebs auf einer elektrifizierten Strecke zeigt sich die Ministerin optimistisch, dass die Linie RB 30 ab 2026 elektrisch betrieben werden könne. Eine neue Linie (RB 32) solle zusätzlich das Ahrtal besser mit Koblenz und Boppard verbinden.
Deutliche Reaktionen
Die Reaktionen auf das Schreiben der Ministerin fallen bei den Betroffenen deutlich aus. „Ich habe den Brief jetzt dreimal gelesen – eine Antwort auf unsere Fragen fand ich nicht wirklich“, sagt ein Lokführer.
Ein anderer Kollege empfindet den Brief gar als „verstecktes Abwerben“ zur neuen Betreiberin, der Transregio: „Nach all dem, was passiert ist, soll man einfach den Arbeitgeber wechseln?“
Leise Hoffnung bleibt
Was bleibt, ist ein Gefühl von Enttäuschung und Ohnmacht. Die Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer wünschen sich vor allem eines: Ihre Arbeit im Ahrtal weiter ausüben zu können und dies bei ihrem bisherigen Arbeitgeber. Sie sehen sich als Rückgrat des Wiederaufbaus und fordern, dass auch sie eine Perspektive behalten, nicht nur die Infrastruktur.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, heißt es resigniert in einer der Reaktionen die BLICK aktuell vorliegen. Noch aber hoffen viele, dass sich die Politik bewegt und erkennt, dass ein Wiederaufbau nicht nur aus Gleisen und Zügen besteht, sondern auch aus Menschen. ROB
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- Inge: Unmöglich das so was in der heutigen Zeit in der das Thema Umweltschutz, Kimaschutz, Artenschutz ect. angeblich so groß geschrieben wird .Die Begründungen die Bäume zu fällen sind so was von daneben und anders zu klären.
- Sandra Schneider: Das sehe ich auch so, das macht den Ychulhof auch nicht größer. Es wäre sehr schade um die alten Bäume.
- Sven : Typisch Neuwied alte Bäume fällen un kleine neu pflanzen. Lastt die alten großen stehen.
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