Allgemeine Berichte | 02.08.2021

Der Schlossplatz als „neue Mitte“ des Stadtteil Kärlich

Ein reibungsloser Umzug der Historien-Säule zum neuen Standort

Die Kärlicher Historien-Säule ist umgezogen. Am neuen Standort informierten sich (v.l.n.r.) Karl Mannheim, Annette Mannheim, Michael Faßbender, Stadtbürgermeister Gerd Harner und Horst Hohn über den Fortgang der Bauarbeiten des zukünftigen Schlossplatzes. Fotos: KH

Mülheim-Kärlich. Einen Namen hat er schon. Sein abschließendes Aussehen hingegen nicht: Die Rede ist vom neuen Veranstaltungsplatz neben der Kärlicher Kurfürstenhalle, der die Bezeichnung „Schlossplatz“ erhalten soll. Die Bauarbeiten sind in der finalen Phase. Wie Stadtbürgermeister Gerd Harner mitteilte, sollen diese im September abgeschlossen sein. Theoretisch könnte der Platz somit sogar Austragungsort für die Kärlicher Kirmes sein. Während der Bereich in Richtung Burgstraße sich für diese Nutzung geradezu anbietet, wird der östliche Bereich anderen Zwecken dienen. Neben dem Schulgarten der Grundschule entsteht dort ein Kleinspielfeld. Attraktiver Mittelpunkt des Schlossplatzes wird die Historien-Säule sein, die bislang am Raiffeisenplatz stand.

Aufgrund des beabsichtigten Neubaus mit der Bezeichnung „Raiffeisenquartier“ musste für die Basalt-Säule ein neuer Standort gefunden werden. Am Schlossplatz erhält sie nun ein attraktives Umfeld mit einem kleinen Wasserspiel.

Reibungsloser Umzug

Nach einem reibungslosen Umzug, fand vor Ort ein Besichtigungstermin von Stadtbürgermeister Gerd Harner mit dem zuständigen Planer Michael Faßbender, Annette Mannheim als Verwaltungsrätin der Kirchengemeinde und Horst Hohn als Gästebegleiter statt. Die Historien-Säule bereichert seit 1985 den Stadtteil Kärlich. Sie wurde als Ersatz für ein Bauwerk aufgestellt, das 1972 abgerissen wurde. Das sogenannte Burgheiligenhäuschen, welches in Einmündungsbereich Rheinstraße/Clemensstraße stand. Der Abriss führte zu Protesten der Bevölkerung und der Kirchengemeinde. Letztere realisierte daher mit Unterstützung der damaligen Raiffeisenbank Kärlich die Säule. „Hier hat sie einen geeigneten Platz gefunden“, betonte Annette Mannheim beim Ortstermin. Und auch Gästebegleiter Horst Hohn war zufrieden. „Die Säule enthält viele interessante Darstellungen zur Historie von Kärlich. Diese am Raiffeisenplatz zu erläutern, war aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und des damit verbundenen Lärms immer schwer“, so Hohn. Wie Stadtbürgermeister Gerd Harner erläuterte, erhält die Säule am neuen Standort eine passende Beleuchtung.

Schlossplatz wird mit zwei weiteren Besonderheiten ergänzt

Der zukünftige Schlossplatz, dessen Name an den Standort des 1794 zerstörten kurfürstlichen Schlosses erinnern soll, wird durch zwei weitere historische Besonderheiten ergänzt.

In der Nähe einer kleinen Treppenanlage zwischen dem Parkplatz und der Grundschule wird das sogenannte „Ihrlichs Kreuz“ wieder errichtet. Dieses stammt aus dem Jahr 1722 und steht unter Denkmalschutz. Im Zuge des Neubaus der Grundschule wurde es gesichert.

Gleiches gilt für die wunderschöne Basaltsäule, die einst im Erdgeschoss der ehemaligen Grundschule stand. Viele Mitbürger verbinden besondere Erinnerungen mit ihr. Leider fand die Säule, die der Überlieferung nach aus dem Kärlicher Schloss stammt, beim Neubau der Schule keine Berücksichtigung. Am neuen Schlossplatz wird sie nun einen würdigen Standort erhalten und endlich wieder für die Öffentlichkeit sichtbar sein.

Mit der Fertigstellung des Schlossplatzes im September 2021 erhält die Bevölkerung auch eine neue Durchgangsmöglichkeit zwischen Burgstraße und der Straße „Am Schlossgraben“. Der neue Platz bietet somit beste Voraussetzungen dafür, die „neue Mitte“ von Kärlich zu werden. „Der historische dörfliche Mittelpunkt ist eigentlich der Platz ‚Am Troch‘, also am Viehtrog. Ich freue mich, wenn ich bei Stadtführungen beide Plätze mit ihren historischen Besonderheiten verbinden kann“, so Gästebegleiter Horst Hohn.

Auch Stadtbürgermeister Gerd Harner sieht mit dem Schlossplatz ganz neue Nutzungsmöglichkeiten gegeben: „Der Platz wird eine hohe Aufenthaltsqualität besitzen. Und vielleicht findet hier im Umfeld der Historien-Säule auch mal ein Weihnachtsmarkt statt. Diesen könnte man dann auch mehrere Tage stehen lassen. Auch beleuchtungstechnisch sehe ich hier viele Möglichkeiten“, so der Stadtbürgermeister.

Seit 1985 befand sich die Historien-Säule auf dem Raiffeisenplatz am Ortseingang von Kärlich.

Seit 1985 befand sich die Historien-Säule auf dem Raiffeisenplatz am Ortseingang von Kärlich.

Stadtbürgermeister Gerd Harner (links) erörterte mit dem Planer Michael Faßbender (mitte) und dem Gästebegleiter Horst Hohn (rechts) auch die Standorte der weiteren historischen Besonderheiten.

Stadtbürgermeister Gerd Harner (links) erörterte mit dem Planer Michael Faßbender (mitte) und dem Gästebegleiter Horst Hohn (rechts) auch die Standorte der weiteren historischen Besonderheiten.

Die Historien-Säule enthält auch eine Darstellung des kurfürstlichen Schlosses zu Kärlich, welches 1794 zerstört wurde.

Die Historien-Säule enthält auch eine Darstellung des kurfürstlichen Schlosses zu Kärlich, welches 1794 zerstört wurde.

Das Modell im Stadtmuseum zeigt, wie einst das kurfürstliche Schloss ausgesehen hat.

Das Modell im Stadtmuseum zeigt, wie einst das kurfürstliche Schloss ausgesehen hat.

Die Kärlicher Historien-Säule ist umgezogen. Am neuen Standort informierten sich (v.l.n.r.) Karl Mannheim, Annette Mannheim, Michael Faßbender, Stadtbürgermeister Gerd Harner und Horst Hohn über den Fortgang der Bauarbeiten des zukünftigen Schlossplatzes. Fotos: KH

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