Jugendliche bauen und gestalten gegen Gewalt
Ein starkes Signal in Orange
Unkel. Ein knalliges Orange, eine nicht mehr ganz neue Sitzbank aus Holz und eine klare Botschaft!
Im Rahmen des kreisweiten Projekts „Orange Bänke gegen Gewalt“ organisierte die kommunale Gleichstellungsbeauftragte, Astrid Thol gemeinsam mit dem Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Unkel, Stefan Schmitz und tatkräftiger Unterstützung des Vereins „Gemeinsam für Vielfalt e.V.“ am letzten Februar- Wochenende einen Workshop, bei dem Jugendliche ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander setzten.
Im Zentrum der Aktion im Bürgerpark Unkel stand die Umgestaltung einer Parkbank. In leuchtendem Orange gestrichen mit der Plakette der Kontaktdaten des bundesweiten Hilfetelefons versehen, fungiert sie ab sofort als Mahnmal und Symbol gegen Gewalt im öffentlichen Raum. Die Farbe Orange symbolisiert weltweit die Kampagne „Orange the World“ der Vereinten Nationen und steht für die Aufforderung zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. „Es geht nicht nur um Farbe auf Holz, sondern darum, die Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren und ihnen eine Stimme zu geben“, betonten die VeranstalterINNEN.
Handwerk trifft Haltung
Doch es blieb bei der Aktion nicht nur bei der Gestaltung der Gemeinschaftsbank, die im Übrigen zunächst im Bürgerpark zu bestaunen sein wird, perspektivisch jedoch auch an anderen öffentlich zugänglichen Standorten in der Stadt Unkel aufgestellt werden soll. Unter fachkundiger handwerklicher Anleitung konnten die 10- bis 12-jährigen Kids im zweiten Teil des Workshops mit Schleifmaschine und Stichsäge ihren eigenen Stuhl bauen und diesen anschließend individuell farblich gestalten. Vom ersten Schnitt bis zum letzten Pinselstrich entstanden somit Unikate, die doch eines gemeinsam haben:
Sie stehen für Selbstwirksamkeit und den Mut, für Werte und gegen Gewalt einzustehen!
„Mit dieser ersten orangen Bank in der Verbandsgemeinde Unkel ist der Anfang und der Auftakt für weitere Aktionen gegen Gewalt gemacht“, so die Motivation der Gleichstellungsbeauftragten Thol. Das Projekt, welches durch die Leitstelle Kriminalprävention beim Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz gefördert wird, soll auch in diesem Jahr fortgeführt, weitere orange Bänke als sichtbare Zeichen sollen auch in den Ortsgemeinden aufgestellt werden. Daher ist jede Person, die Lust hat, sich am Projekt gegen Gewalt zu beteiligen, herzlich willkommen.
Die Stühle nehmen Form an.
Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Teilnehmer des Workshops präsentieren ihre beeindruckenden, kreativen Ergebnisse.
