Allgemeine Berichte | 21.04.2024

Verein „Hoffnungswerk“ investiert siebenstellig in neuen Begegnungsort in Altenahr

„Eine Bereicherung für die Verbandsgemeinde“

Brot und Salz gab es von Weinkönigin Jana Ludwig und Eva Flügge (rechts) für Pastor Sascha Neudorf bei der Einweihung in Altenahr. Foto: GS

Altenahr. Seit dem Wochenende gibt es neben dem Café an der Ahrweiler Ahrhutstraße einen zweiten Begegnungsort des Vereins „Hoffnungswerk“ im Ahrtal. In zwei Jahren Bauzeit wurde aus einer ehemaligen Eisdiele mit Diskothek an der Altenahrer Seilbahnstraße ein Treffpunkt mit mannigfaltigem Angebot vom alkoholfreien Café „Nur Mut“ über Beratungsräume für von der Flut traumatisierte Menschen, Angeboten für Kinder und Jugendliche vom Kicker bis zur Beachvolleyballanlage und zur Fahrradwerkstadt.

Entstanden ist der Verein aus der Organisation „To All Nations“ und der Evangelischen Freikirche Siegburg, die seit der Flut als Ersthelfer aktiv waren. In einem ersten Schritt schlossen sie sich – gemeinsam mit weiteren Partnern – zum Helfernetzwerk zusammen, um von Rheinbach aus Tageseinsätze von Helfern aus ganz Deutschland zu koordinieren.

Sitz des Vereins ist Bornheim bei Bonn. Von dort kommt auch Sascha Neudorf, der als Vorstand des Vereins und Pastor der Evangelischen Freikirche Siegburg die Federführung für die Projekte im Ahrtal hat. Für Kauf, Umbau und Sanierung des Hauses in Altenahr hat das „Hoffnungswerk“ nach seinen Angaben einen siebenstelligen Eurobetrag im unteren Bereich investiert. „Das Geld kam aus Spenden und Stiftungen“, berichtete Neudorf bei der Eröffnung in Altenahr im Gespräch mit Blick Aktuell. Nach dem Kauf des Hauses im März 2022 und einer ursprünglich geplanten Bauzeit von vier Monaten seien daraus bis zur Einweihungsfeier zwei Jahre geworden.

„Zwei Jahre, die sich gelohnt haben“, bestätigten Besucher der Einweihungsfeier, als Pastor Neudorf am Eingang das rote Band durchschnitt. Zuvor hatte Heinz-Wilhelm Schaumann als Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenahr deutlich gemacht: „Es freut mich, dass eine flutgeschädigte Immobilie wieder in neuem Glanz erstrahlt. Das erweckt die Hoffnung, dass dies bei vielen anderen Häusern ebenfalls nach und nach geschehen wird.“

Zum Zweck des Hauses griff Schaumann auf ein Zitat aus der Einladung zurück: Es sei ein Ort, „an dem sich Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und in jeder Lebenslage treffen.“ Ein Ort der Gastfreundschaft, der Nächstenliebe und der Hoffnung.“ Bereits in der Akutphase nach der Flut sei das „Hoffnungswerk“ im Ahrtal aktiv gewesen. Mit seinem Café-Bus oder dem offenen Kindertreff im „Kids-Bus“ habe der Verein schnell Bekanntheit erlangt. Und der neue Begegnungsort werde „eine Bereicherung für die Verbandsgemeinde“.

Ganz traditionell mit Brot und Salz gratulierten Eva Flügge vom Verkehrsverein Weinort Altenahr und Weinkönigin Jana Ludwig zur Einweihung, bei der es neben vielen Gesprächen aus ein umfangreiches Spieleprogramm für Kinder und Jugendliche gab.

Im Ahrtal baut das „Hoffnungswerk“ nach den Worten von Neudorf neben einer ganzen Reihe von Ehrenamtlern auf 25 Mitarbeiter, davon ein Drittel mit voller Stelle, ein Drittel in Teilzeit sowie ein Drittel Minijobber sowie Absolventen eines Freiwilligen sozialen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes. Einzugsbereich sei das gesamt Ahrtal und in den neuen Räumen in Altenahr seien auch Gottesdienst der Evangelischen Freikirche möglich. Die Öffnungszeiten des Cafés „Nur Mut“: dienstags bis donnerstags von 16 bis 20 Uhr, freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es unter ww.hoffnungswerk.org. GS

An der Seilbahnstraße in Altenahr ist ein Begegnungsort für alle Generationen entstanden. Foto: GS

An der Seilbahnstraße in Altenahr ist ein Begegnungsort für alle Generationen entstanden. Foto: GS

Brot und Salz gab es von Weinkönigin Jana Ludwig und Eva Flügge (rechts) für Pastor Sascha Neudorf bei der Einweihung in Altenahr. Foto: GS

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