Allgemeine Berichte | 26.11.2021

Wettbewerb der Unfallkasse verbindet Prävention und Kreativität

„Einfälle gegen Unfälle“ im Blick

Mehr als 3.000 Bilder lagen in der Sporthalle zur Auswahl bereit.Fotos: UK RLP

Region. Seeigel können piksen, deshalb sollte man im Urlaub auch unter Wasser Schuhe tragen. Weh tun kann es auch, wenn sich Skifahrer und Snowboarder in die Quere kommen. Und absolut lebensgefährlich ist es, auf aufgetürmten Baumstämmen zu balancieren. Genau diese Situationen und noch viele andere haben Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aus rheinland-pfälzischen Schulen für den diesjährigen Mal- und Zeichenwettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“ zu Papier gebracht. Wie kein anderer verbindet der Wettbewerb, den die Unfallkasse Rheinland-Pfalz alljährlich mit Unterstützung des Bildungsministeriums veranstaltet, die Themen Prävention und Kreativität. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger werden Schülerinnen und Schüler für Alltagsgefahren sensibilisiert und dazu angeregt, selbst Ideen zu entwickeln, wie man es besser machen könnte. In diesem Jahr waren es mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler aus 109 Schulen, die ihre „Einfälle gegen Unfälle“ aufs Bild gebannt haben. Dementsprechend hat die Wettbewerbsjury bei ihrer Entscheidung über die Preisträgerinnen und Preisträger auch die Qual der Wahl. Für die in der Sporthalle der IGS Pellenz in Plaidt versammelten Jurorinnen und Juroren - Siebtklässler der IGS, Michael Grabis vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, die Kunstpädagogen Axel Eberhardt vom Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, Bernd Kammer vom Gymnasium am Römerkastell in Mainz, Cornelia Plath von der Privaten Schönstätter Marienschule in Vallendar, Hellen Lauer von der Friedrich-Schweitzer-Schule in Westerburg sowie Helmut Sesterhenn und Sibylle Brennberger von der IGS Pellenz, dazu von der Unfallkasse Jördis Gluch, die den seit 1982 alljährlich stattfindenden Mal- und Zeichenwettbewerb bei der Unfallkasse betreut, und als Juryteam Susanne Schimanski, Michelle Masberg und Christian Sowieja - gibt es eine Menge zu schauen: Der gesamte Hallenboden ist mit den Kunstwerken der Schülerinnen und Schüler bedeckt.

„Ich bin immer ganz überwältigt von der Menge der Bilder“, sagt Cornelia Plath. Die Kunst- und Musiklehrerin ist zum vierten Mal als Jurorin dabei und achtet bei ihrer Auswahl gern auf die originelle Art der Darstellung. Schülerin Emilie hat es am liebsten, wenn das ganze Bild ausgefüllt ist und kein weißer Fleck mehr zu sehen ist. Ihre Co-Jurorin Clara achtet besonders auf das Thema des Bildes: Ist darauf ein Unfall zu sehen, den man nicht so oft sieht, dann findet sie das spannender.

Aufgeteilt in vier Schüler-Erwachsenen-Teams schreitet die Jury – den Blick fest zum Boden gerichtet – durch die Bilderreihen. Zuerst ist die Gruppe der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen dran, danach die Gruppe der Realschulen (plus) und Hauptschulen sowie die der Förderschulen. Jedes der Juryteams darf pro Gruppe fünf Bilder aussuchen. Manchmal gibt das Zeichnerische den Ausschlag, manchmal entscheidet das Thema. Beim „Werkraum-Unfall“-Bild kommt beides zusammen: Es thematisiert, was alltäglich an einer Schule passieren könnte, und zieht comichaft und poppig die Blicke auf sich. „Es sticht einfach raus“, meint Kunstlehrer Axel Eberhardt. Schülerin Madeleine favorisiert dagegen eher das Bild mit dem Löwen, der trotz Verbotsschild von einem Zoobesucher durch die Gitterstäbe gefüttert wird. „Das habt ihr gut ausgesucht“, lobt sie ihre Co-Juroren. Doch entschieden ist noch nichts.

„Och, wird das schwer“, seufzt Jördis Gluch, nachdem sie einen Blick auf die erste Vorauswahl geworfen hat. „Die Bilder, die hier liegen, haben auf jeden Fall einen Buchpreis gewonnen.“ Im weiteren Schritt werden aus diesem Bilderpool nacheinander die Favoriten für den ersten und die vier weiteren Preise ausgewählt. Und dann ist da ja auch noch der Schulpreis zu vergeben. Weiter wird gesichtet, herausgepickt, bewertet und diskutiert. Mehrere Stunden dauert es, bis alle Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt sind. Weiter verraten werden soll an dieser Stelle aber noch nichts: Wer alles gewonnen hat, wird den Schulen demnächst postalisch mitgeteilt. Eine Preisverleihung am Sitz der Unfallkasse in Andernach wird es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht geben können. Die Geld- und Buchpreise finden auf dem Postweg in die jeweiligen Schulen. Schon jetzt ist aber klar: „Der Mehrwert dieses wunderbaren Wettbewerbs wurde uns heute sehr deutlich vor Augen geführt, denn wir durften aus mehr als 3.000 Kunstwerken rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler eine überwältigende Vielfalt auswählen und haben gesehen, dass dieser Malwettbewerb der Unfallkasse Rheinland-Pfalz die Kreativität in vielfältiger Art und Weise bewegt“, so Michael Grabis vom Bildungsministerium.

Pressemitteilung UK RLP

Die Jury musste schwere Entscheidungen treffen.

Die Jury musste schwere Entscheidungen treffen.

Mehr als 3.000 Bilder lagen in der Sporthalle zur Auswahl bereit.Fotos: UK RLP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Kleinanzeigen
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2252

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring