Leiterin der Kindertagesstätte der Firma wolfcraft GmbH geht in den Ruhestand

Emotionale Verabschiedung

Ulrike Grones war von Anfang an maßgeblich mit am Aufbau der Einrichtung beteiligt

06.01.2020 - 20:00

Kempenich. Es war schon überall zu spüren: Der Abschied von Ulrike Grones nach über 24 Jahren als Leiterin der Kindertagesstätte der Firma wolfcraft GmbH ging allen Teilnehmern der Veranstaltung sehr nahe. Man spürte insbesondere bei den ehemaligen „Schützlingen“ der beliebten Leiterin die Herzlichkeit und Achtung, mit der auch sie ihren Aufenthalt in der Einrichtung erlebt hatten. Viele waren gekommen: Firmenleitung, Politiker, Elternausschuss und Fördervereinsmitglieder – aber auch viele ehemalige Besucher der Kindertagesstätte der Firma wolfcraft.


Gründung im Jahre 1995


Das mittelständische Familienunternehmen mit über 600 Mitarbeitern weltweit erkannte in den neunziger Jahren, wie wichtig das Angebot an die Mitarbeiter war, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Die Anforderungen an flexible Arbeitszeiten und der Wunsch vieler Frauen nach Berufstätigkeit sei nur mit einer flexiblen Kinderbetreuung, die auf die Bedürfnisse des Unternehmens, der Eltern und der Kinder abgestimmt ist, machbar. So ermöglichte wolfcraft den Eltern, mit gutem Gewissen ihrem Beruf nachzugehen, und gründete 1995 einen betrieblichen Kindergarten, in dem die Kinder optimal betreut und gefördert werden. Hieran erinnerte Thomas Wolff, der gemeinsam mit seinem Bruder Reinhard die Geschicke des Unternehmens leitet.

Ulrike Grones war von Anfang an maßgeblich mit am Aufbau des Kindergartens beteiligt und stand seit der Gründung als Leiterin mit an der Spitze. Derzeit stehen in der Einrichtung neben der Leiterin noch acht weitere Erzieherinnen für die 26 Kinder zur Verfügung. Man plant allerdings, im kommenden Jahr eine zweite Gruppe einzurichten und hierzu die notwendigen baulichen Veränderungen durchzuführen. Dann könnten 15 weitere Kinder die Einrichtung besuchen.


Für Engagement gedankt


Für das Engagement der Firma wolfcraft bedankte sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Johannes Bell, der auch für die Ortsbürgermeister von Kempenich, Spessart und Hohenleimbach seinen Dank ausdrückte. Als der kirchliche Kindergarten in Kempenich an seine Grenzen gestoßen sei, habe man seitens der Firma wolfcraft die bis dahin betriebseigene Einrichtung geöffnet und hier weitere Möglichkeiten für die Kinder geschaffen. Dafür sei man der Firmenleitung zu Dank verpflichtet.

In der Kindertagesstätte sei „gutes Leben entstanden“, wofür Ulrike Grones maßgeblich mitverantwortlich gewesen sei. „Ihnen und ihrem ganzen Team vertrauen die Eltern und auch die Kommunen. Hier ist Hervorragendes entstanden“, bemerkte Bell. So sei auch in der guten Zusammenarbeit mit der Firmenleitung etwas gewachsen, dass sich demnächst im geplanten Erweiterungsbau wieder niederschlage. Wolfcraft sei ein sozialer Arbeitgeber, der auch dann, wenn in den Gemeinden Handlungsbedarf bestehe, die Augen und Ohren offen halte und nach Möglichkeit unterstütze. Das zeige sich auch in der jetzigen Lage. Dies alles ginge aber nur, wenn auch das Team in der Kita dahinter stehe. Hier seien Ulrike Grones und ihr Team ein guter Ansprechpartner gewesen.


Nachfolgerin wird Elfie Pauly


Bell freute sich, dass mit Elfie Pauly eine kompetente Nachfolgerin gefunden werden konnte, die bisher bei der Kreisverwaltung Ahrweiler für die Kindertagesstättenbedarfsplanung zuständig gewesen sei und deren offizielle Einführung demnächst stattfinde.

„Für Sie, liebe Frau Grones, ist der heutige Tag etwas besonderes. Es ist Ihr letzter Tag im Arbeitsleben. Sie können sich auf die nächste Stufe freuen. Genießen Sie die Zeit, die jetzt vor Ihnen liegt“, dankte der Bürgermeister der scheidenden Kindertagesstättenleiterin.

Auch Udo Binder dankte als Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins Ulrike Grones für ihr über 24 Jahre andauerndes Wirken an der Kindertagesstätte. Er erinnerte an die vielen Projekte, die die Handschrift von Ulrike Grones getragen hätten. Immer habe im Mittelpunkt gestanden, dass die Kinder nach der Kindergartenzeit selbstbestimmt im Leben stünden. Die Zusammenarbeit mit dem Förderverein sei stets vom pädagogischen Leitbild der Einrichtung bestimmt gewesen. „Für die Eltern war es stets eine große Freude, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, lobte Binder die gute Zusammenarbeit.

Auch Thomas Wolff fasste noch einmal das Wirken von Ulrike Grones im Zeitraffer zusammen. Beginnend vom Tag der ersten Planung über die Bauphase bis zum heutigen Stand sei die scheidende Leiterin stets involviert gewesen. „Du kannst auf ein Werk zurückschauen, das Du geschaffen hast“, fasste er die Tätigkeit von Ulrike Grones zusammen. Als Abschiedsgeschenk überreichte er einen Gutschein zum Besuch eines Konzertes in der Elbphilharmonie, womit sich ein langersehnter Wunsch von Ulrike Grones erfüllt.


Kinder veranstalteten einen „Trommelzauber“


Auch seitens der betroffenen Kommunen wie auch von der Elternschaft und dem Förderverein gab es Abschiedsgeschenke. Ein besonderes Geschenk aber überreichten die Kinder der Einrichtung, die gemeinsam mit Otto Klösel einen „Trommelzauber“ veranstalteten, in den die Gäste mit eingebunden wurden. Passend zum Motto Afrika waren alle Kinder jahrgangsweise mit Tiermasken geschminkt. Sie trugen farblich abgestimmte T-Shirts und begaben sich auf eine Fantasiereise nach Tamborena im fernen Afrika. Nach einer Notlandung in der Savanne trafen sie auf Elefanten, Giraffen, Gazellen und Affen. Dabei lernten die Kinder allerlei Nützliches über die Tiere im Dschungel und lernten das Notrufzeichen SOS zu trommeln. Selbst einige fotografierende Touristen begegneten ihnen auf dem langen Weg durch den Dschungel. Was anfangs mit einfachen Taktschlägen begann, endete später mit immer schwierigeren Klatsch- und Trommelkombinationen, bis sie schließlich sicher im Fantasiedorf Tamborena landeten.

Voller Eifer selbst mit bei der „Trommelei“ und sichtlich gerührt von dem Beitrag der Kinder war Ulrike Grones, die sich schließlich bei allen für die gelungene Veranstaltung bedankte. WER

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Kommentare
Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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