Allgemeine Berichte | 28.09.2021, 15:27 Uhr

Eifelquerbahn e. V.

Entscheidung über Wiederinbetriebnahme offenbar gefallen

Der Bahnhof in Kaisersesch. Foto: privat
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Kaisersesch. Nach der Anfang September erfolgten Prüfung der Kyll-Brücke bei Pelm durch die DB Netz AG und den Rangierarbeiten unter Beteiligung der Vulkan-Eifel-Bahn in der vergangenen Woche im Bahnhof Gerolstein, kündigen sich nun weitere Aktivitäten an. Wie mehrere Quellen aus dem Umfeld des Deutsche Bahn (DB) Konzerns übereinstimmend berichten, stehen die Arbeiten zum Freischnitt der Eifelquerbahn unmittelbar bevor. Eine offizielle Bestätigung der DB-Pressestelle sowie des zuständigen Bereichs Mitte der DB Netz auf eine entsprechende Anfrage des Eifelquerbahn-Vereins stehe aktuell allerdings noch aus, so Jens Wießner, Vorsitzender des Eifelquerbahn-Vereins.

Deutlich schneller reagierte dagegen die DB Regio AG. So standen die im Auftrag der DB Regio durchgeführten Rangierarbeiten in der vergangenen Woche im Zusammenhang mit den Modernisierungsmaßnahmen im Bahnhof Gerolstein. Um diese nicht zu behindern, wurden die beiden am Bahnsteig gestrandeten Fahrzeuge in der letzten Woche erfolgreich in den Abstellbereich des Bahnhofs rangiert, wie die DB Regio auf Anfrage des Eifelquerbahn-Vereins mitteilte.

Dabei wird die momentan ruhende Modernisierungsmaßnahme von den aktuellen Entwicklungen gerade eingeholt. So fordert nun auch der Rat der Verbandsgemeinde Gerolstein in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine bessere Anbindung der Region ans Schienennetz. Hierzu gehören die Reaktivierung der Eifelquerbahn im regulären Betrieb, der zweigleisige Ausbau der Eifelstrecke sowie deren Elektrifizierung. Und genau hier liegt das Problem, denn die Höhe der aktuell in Bau befindliche Fußgängerüberführung reicht nicht für eine spätere Elektrifizierung aus, wie DB Station&Service bereits im Februar dieses Jahres gegenüber dem Eifelquerbahn-Verein bestätigte. Hier gilt es nun zu prüfen, wie die Baumaßnahmen am besten an die neuen Anforderungen angepasst werden können.

Aber auch die Planungen zur schrittweisen Wiederinbetriebnahme der Eifelstrecke gilt es erneut zu prüfen, zeichnet sich doch nun die Möglichkeit ab, unter Nutzung der Eifelquerbahn den Abschnitt Gerolstein – Nettersheim deutlich früher wieder in Betrieb zu nehmen.

„Der überwiegende Teil der Pendler nutzt die Eifelstrecke für Fahrten in Richtung Köln. Zöge man nun die Arbeiten im 39 Kilometer langen Abschnitt Gerolstein – Nettersheim vor, so könnte bereits im Frühjahr 2022 ein Großteil der Strecke in Richtung Köln wieder befahrbar sein. Hiervon würden sowohl Berufspendler als auch Schüler durch deutlich kürzere Fahrzeiten gegenüber dem Schienenersatzverkehr (SEV) profitieren“, so Valentin Michels, stellvertretender Vorsitzender des Eifelquerbahn-Vereins.

Unabhängig davon wird die Region noch bis weit ins Jahr 2023 hinein nur eingeschränkt aus Richtung Köln/Bonn erreichbar sein, ein Problem, welches vor allem den Tourismussektor trifft. „Mit Blick auf die kommende Saison brauchen wir gute Lösungen, wie wir Rad- und Wandertouristen, auch ohne Auto, in die Region bekommen. Eine reaktivierte Eifelquerbahn könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten“, ist Wießner überzeugt.

Sein Vorschlag: „Wir müssen Land, Deutsche Bahn, den Zweckverband SPNV-Nord, Kommunen und mögliche Partner an einen Tisch bringen, um gemeinsam ein kurzfristig umsetzbares Konzept zu erarbeiten. Hier sehen wir insbesondere das Land in der Verantwortung, die Kommunen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.“

Pressemitteilung

Eifelquerbahn e. V.

Der Bahnhof in Kaisersesch. Foto: privat

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