Lindenbaum-Grundschule St. Sebastian

Erfolgreiches Jahr für die Mauersegler

Erfolgreiches Jahr für die Mauersegler

Paul Schwanda und Mads Abresch haben neue Nistkästen gebaut. Foto: privat

12.10.2020 - 16:23

St. Sebastian. Im Jahr 2006 wurde auf Initiative des Fördervereins das Projekt Mauersegler-Schule ins Leben gerufen. Ziel war es, den Kindern lebendige Natur im Rahmen des Biologieunterrichts zu ermöglichen. Außerdem sollte den Vögeln zusätzlich Brutraum geschaffen werden, denn durch die Sanierung der Häuser werden den Höhlenbrütern immer mehr Brutnischen an Gebäuden verschlossen.


Der Naturschutzbund Deutschland hatte uns dazu einen geräumigen Mauerseglernistkasten mit zwei Brutplätzen zur Verfügung gestellt. Darin sind Infrarotkameras installiert, um anfliegende und brütende Vögel beobachten zu können. Damit die Kinder alles im Blick haben, wurde vom Förderverein ein Fernsehgerät installiert und im 1. Stock aufgestellt.

Mit Mauerseglerstimmen von CD sind dann im Laufe von zwei Jahren die Luftakrobaten angelockt worden. Man hoffte Tag für Tag auf die Ankunft der pfeilschnellen Flieger. Seit 2009 ist nun der Nistkasten regelmäßig von einem Brutpaar belegt.

In den vergangenen Jahren wurde dieser um zwei Kästen erweitert, die ebenfalls schnell von den Mauerseglern angenommen worden sind.

Da nun die Kästen in die Jahre gekommen waren, erklärten sich die Schüler Paul Schwanda und Mads Abresch im Frühjahr diesen Jahres bereit, neue Nistmöglichkeiten zu bauen. Diese zeigten viel Geschick und zimmerten in kurzer Zeit die beiden Doppelunterkünfte unter Anleitung von Projektbetreuer Markus Reif zusammen.

Nach einem kleinen Richtfest mit Kaffee und Kuchen wurden die geschaffenen Werke neben dem bestehenden Nistkasten an der Rheinseite der Schule aufgestellt.

Im Frühjahr kam dann leider die Meldung, dass viele Mauersegler durch Stürme auf ihrem Weg in die Brutgebiete gestorben waren. Um so schöner war es dann im Mai festzustellen, dass drei weitere Mauerseglerpaare die neu gezimmerten Unterkünfte angenommen hatten. Somit hat die Lindenbaum-Grundschule nun fünf belegte Nistkästen. Das zeigt, wie wichtig solche Alternativen für die Vögel sind.

Daher sollte bei der Sanierung oder beim Neubau von Häusern immer an die Möglichkeit gedacht werden, verschiedene Nistmöglichkeiten für Vögel im oder am Haus zu integrieren.

Neben dem Mauersegler, brüten in St. Sebastian auch Rauch-, Mehl- und Uferschwalben, die alle einen wichtigen Beitrag in der Natur leisten und unseren Schutz verdienen.

Seit Mitte August haben wieder alle Alttiere mit ihren Jungen den Weg ins Winterquartier Richtung Afrika eingeschlagen.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, oder selbst Brutmöglichkeiten einrichten will, kann sich an die Schulleiterin Judith Oster oder Markus Reif wenden.

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Kommentare
Antje Schulz:
Man muß beim Leserkommentar von G. Seidel anmerken, daß Gerlinde Seidel bezahlte Mitarbeiterin von Jan Bollinger ist. Und zu Herrn Salka folgendes: Dieser ist nicht zum ersten Mal durch Fehlleistungen aufgefallen. Unter anderem ist Salka durch seine extrem rechten Umtriebe bekannt. Unter anderem der...
Gabriele Friedrich:
Weiß denn Herr Dr.Bollinger nicht das die Taxischeine von der Krankenkasse bezahlt werden? Ich bekomme nicht mal einen Taxischein zum Krankenhaus in Mayen und das bei 80 GdB. Und man kann sich die Scheine sowieso wieder nur "per Taxi" beim Arzt abholen ( (falls der das genehmigt) An den Aufwand, den...
G. Seidel:
Herr Kocher, wo liegt Ihr Problem? Ihnen als Leser dürfte es doch nicht entgangen sein, dass Politik und Medizinexperten wiederholt darauf hinweisen, dass der Schutz von Risikogruppen bisher vernachlässigt wurde und gezielte Schutzmaßnahmen endlich ergriffen werden sollten. Da liegt Dr. Bollinger mit...

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Elisabeth Geerds:
Danke, dass Sie sich immer mal wieder auch solchen Themen widmen. Finde ich spannend und wichtig. Respekt an Herrn Wahlen und Herrn Hirschfeld für Ihr Engagement in diesem Teil der Erde...
Gabriele Friedrich:
Besser geht es ja nicht. Dr. Schlags auch ein Garant für gutes Gelingen und die Hausärzte sind auch zu loben, bei der Masse an Patienten, die sie haben und die wenige Zeit. Alles Gute ins Klösterchen !...
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